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ForenübersichtFreeshardsInteresse an neuen Shardprojekten

Interesse an neuen Shardprojekten

Mitglied-189108.02.2009, 18:09 Uhr
@Irian: Vorschreiben vermag ich keinen was jedoch meinte ich nur es fehlt das einfache in der heutigen Zeit.
Freeshards entwickeln sich heute prächtig in richtung der möglichkeiten die Run UO und Sphere bieten.
Genauso auch das Patchen der mul ist gross gewachsen durch die zunahme an Grafiken für UO dank Uo-pixel.
Auch was Weltengestaltung angeht mag sich durch sachen wie Centred neue möglichkeiten entwickelt haben Freeshards zu erstellen die sich sehr von den alten Standard ablösen.

Doch mag man kaum Shards sehen die einfach mal mehr in richtung zurück zu den wurzeln zeigen da alle sich der Moderne fügen.
Doch wie wäre es mal was aus den angestaubten Standard UO zu machen als alles was vorher da war über den haufen zu werfen?
Es gibt doch sicher den einen oder anderen der die etwas anderen Freeshard zeiten missen wird aber sich auch zufrieden mit den heutigen gibt.

Für so ein Projekt würde ich nun Sphere bevorzugen du würdest eher zu Run UO greifen doch die möglichkeiten am ende sind irgendwo doch gleich.
Doch bevor es wieder Sphere VS Run Uo eine Diskussion gibt die man mit Religions Kriege vergleichen kann sollte man das Thema Emulatoren hier beenden.
Mitglied-225508.02.2009, 21:48 Uhr
Mitglied-568 hat geschrieben:
Nach langen Jahren als UO-Spieler und Staffler, wobei ich viel Zeit mit sogenannter \"RP-Überwachung\" vergeudet habe, bin ich der Meinung, daß dieser ganze Überwachungs- und Filterungsmechanismus von RP-Shards eine unglaubliche Ressourcenverwendung ist. Statt viel Zeit dafür aufzuwenden Spieler zu beobachten und für nicht konformes Verhalten zu bestrafen, ist es doch viel sinnvoller, wenn man sich Möglichkeiten überlegt, wie shardkonformes Verhalten - was von Shard zu Shard sicherlich immer etwas unterschiedlich definiert sein dürfte - belohnt wird. Ansätze gibt es hierfür verschiedene von RP-Punkten, die zugegeben recht subjektiv sind, bis hin zu Prestige- oder Sonderklassen, die der \"All GM in 2 Wochen\" halt nicht erreichen kann, oder diversen anderen Möglichkeiten, die in den letzten Jahren auf den unterschiedlichsten Shards erprobt wurden. Wieviel Zeit könnte ein Staff gewinnen, wenn die eigentliche RP-Überwachung vielleicht kaum noch nötig wäre? Und wieviele hirnrissige Diskussionen zwischen Spielern und Stafflern sind in den verschiedenen Situationen dann nicht mehr notwendig? Alles in allem würde ich sowas als deutlichen Gewinn für jeden Shard sehen.

Shardkonformes Verhalten wird denke ich am leichtesten dadurch erreicht, wenn der Shardhintergrund präzise ausformuliert wird, denn für was brauche ich bspw. 10 und mehr Götter, dazu noch einen Haufen Dämonen (für die Bösen) und engelsgleiche Götterboten (für die Guten)? Warum \"verunmöglicht\" man ein klares Konfliktspiel mit einer, in vielen Shardstories vorkommenden, Ansammlung verschiedener Strömungen/Gruppierungen, die alle unterschiedliche Ziele verfolgen? Reicht nicht der Streit um die Thronfolge genauso?

Viele RP-Shards machen es sich in dieser Hinsicht selber unnötigt schwer und erzeugen dadurch nur Shards im Shard bzw. verhindern eine freie Spielentfaltung.

Ich tendiere in der Frage nach Sonderklassen dahin, dass ich jene Spielern vorbehalten würde, die sich über die Maßen hinausgehend für das IG-Geschehen einsetzen und das kann ich als Staffler doch einigermaßen gut beurteilen - was wiederum Raum für Quests bieten würde, irgendwie muss man sich den noch so geringen Bonus-Engine-Vorteil ja doch verdienen.

Natürlich sind IG und dieses Forum-RP zwei beinahe getrennte Welten, aber ganz ohne Forum läuft es nicht, irgendwo muss man ja die Shard-Story weiterschreiben und wer meint er müsse seine Chargeschichte und/oder besondere IG-Erlebnisse in eine Geschichte verpacken und dann veröffentlichen, ich bitte darum, manchmal liest man doch ganz anregende Sachen.

Man bräuchte das RP-Forum ja eigentlich nur so einteilen:

Welt-Geschichte
Char-Geschichte (alles, was nicht zwangsläufig IG passiert ist)
\"Alltags\"-Geschichten (was IG passiert und man meint es für ewig festhalten zu müssen)

Das Klassensystem das SiCneSs eingeworfen hat, lässt mich aber doch stutzen. Ich würde die Klassen klar von einander abgrenzen: Handwerker, Krieger, Magier

Brauche ich mehr? Ich will keine zaubernden, meisterhaft schwertkämpfenden Schneider, in meinen Augen rplich nicht vertretbar. Ein klar differnziertes Klassensystem fände ich einfach am besten.

Die Grundstufen jeder Sonderklasse sollte frei zugänglich sein. Sollte ein Shard die Anzahl von Erzmagiern, Rittern, Paladinen oder sonstigen Aufstiegsklassen steuern wollen, dann würde ich diese am höchsten erreichbaren Klassenlevel unter rplichen Voraussetzungen ansiedeln.

Ich hätte öfter gerne mal irgendwo einen Magier gespielt, aber da solche Klassen ja beinahe permanent für Neuanmeldungen geschlossen sind, bleibt man immer außen vor. Habe ich aber offene Grundklassen, steht es mir frei jederzeit einen Magier zu spielen, auch wenn ich vielleicht nicht die Enginepower habe - darum geht es ja meistens auch :)
Mitglied-225608.02.2009, 22:41 Uhr
Das Klassensystem das SiCneSs eingeworfen hat, lässt mich aber doch stutzen. Ich würde die Klassen klar von einander abgrenzen: Handwerker, Krieger, Magier

Ok, man kann es natürlich auch straffer ziehen, denke das ist aber eher ein kleineres Problem. DAs Klassensystem an sich finde ich persönlich unschlagbar und spitze, egal ob man die Klassen öffnet oder eben wie gesagt strenger abschließt
Mitglied-56809.02.2009, 09:25 Uhr
Warum denn die Klassen von einander abschotten? In anderen Mehrspielersystemen, ob nun Online oder P&P, funktionieren Kaufsysteme wunderbar und lassen den Spielern sehr viele Möglichkeiten, individuelle Charaktere zu erstellen, was meiner Meinung nach eine wichtige Motivationsmöglichkeit darstellt. Natürlich ist es mehr Arbeitsaufwand als wenn man nur ein paar Skilllisten für was für Klassen auch immer zusammenstellt, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß sich diese Arbeit wirklich lohnt.
Mitglied-161609.02.2009, 16:06 Uhr
Ich persönlich finde eine strikte Abgrenzung von Klassen nicht so schön, wobei es stark auf den Shard ankommt. Da ich Magie gerne etwas selteneres sehe, will ich natürlich verhindern, dass jeder Bauer, Krieger, Handwerker auch noch \"etwas\" Magie hat, aber ich sähe kein Problem darin, wenn z.B. ein(!) Bauer seine magischen Fähigkeiten entdeckt. Natürlich müßte er sich dann imho entscheiden, was er nun genau ausbilden will - entweder kann er sich voll auf den Hof konzentrieren und bestenfalls ein mittelmäßiger Magier werden oder er konzentriert sich voll auf die Magie und kann deshalb den Hof nicht mehr so effektiv bewirtschaften.

Deshalb bevorzuge ich Systeme mit variablem Skillcap, also etwas, was sich dynamisch anpasst: Wenn ich mich auf Schwertkampf spezialisiere, sollte mich nichts daran hindern (wenn ich Zeit investiere), aber es sollte auch klar sein, dass meine restlichen Fähigkeiten darunter leiden, wenn ich quasi \"nur\" noch für den Schwertkampf leben (also auf GM spekuliere).
Wie man das dann genau implementiert, bleibt dem einzelnen Shard überlassen. Natürlich sollte das System eher großzügig sein, \"verwandte\" Skills erkennen, etc.

Was mir an dem Klassensystem eben nicht gefällt ist die Tatsache, dass jedem, dem gerade langweilig ist, halt auch mal Magier lernt. Irgendwie nicht gerade sinnig - imho sollte das selten sein, weshalb ich es da bevorzuge, bei der Anmeldung ein \"Magische Begabung\" Flag zu verteilen (wobei die Möglichkeit, dass sich da IG später was entwickelt, nicht absolut ausgeschlossen bleibt, klar, aber als generelle Richtlinie gibts halt Magie für Magier).
Mitglied-56809.02.2009, 18:41 Uhr
Mhm... meiner Meinung nach ist dieses DSA-artige Vorgehen, sprich Magie muß selten und überaus schwer zugänglich sein, einer der Hauptgründe für teilweise extrem restriktive Klassensysteme und Zugangsschranken bei UO. Teilweise treibt es doch überaus seltsame Blüten, wenn nicht mehr das Rollenspiel, d. h. die IG-Interaktion der Charaktere miteinander sondern der Besuch von Lehrstunden sowie das seitenlange Schreiben irgendwelcher schlecht formulierter Trakte über Magie, die sowieso meist nur aus 1001 einem Rollenspielsystem zusammengeklaut wurden, über Klassenflags und damit die Charakterweiterentwicklung entscheiden. Manch ein Shard treibt dieses Spiel sogar so extrem, daß ich nur noch Schmunzeln kann, wenn ich gelegentlich zu einer gewissen Seite surfe, die vom Namen her an einen Nonnenstift oder eine altertümliche Bezeichnung für ein Mädcheninternat erinnert. Ich wage zu behaupten, daß wenn man jedem Magie erlauben würde und das Shardbalancing nach dem alten \"Schere-Stein-Papier\" - Prinzip funktioniert, sich ein Überangebot an Magiern von selbst regeln würde.

Hey warum der Zwang bei UO, daß die Spielercharaktere möglichst weitestgehend Normalbürger sein sollen? Wozu gibt es denn NSCs? Ist dieser Drang nicht eher darin geboren, daß vielfach insbesondere Staffler gerne ihre Charaktere als Helden sehen wollen, die einen Kreis von Bewunderern und Statisten um sich scharen, während es dem \"gemeinen\" Spieler selten vergönnt ist, einen Helden zu spielen. Das ist jetzt natürlich bewußt etwas überspitzt von mir ausgedrückt, aber paßt in vielen Fällen ganz gut auf die UO-Shardlandschaft. Natürlich ist nichts schlechtes daran, normale Handwerker, Bauern oder den blinden Bettler an der nächsten Wegkreuzung darzustellen, aber selbst in diesen Fällen strebt doch jeder Spieler danach, daß seine Charaktere in irgendeiner Form etwas besonderes sind. Der Handwerker will natürlich irgendwann ein berühmter Großmeister sein, der Bauer eine seltene Pferdesonderfarbe züchten, über die möglichst nur er verfügt und der blinde Bettler ist vielleicht der Priester eines obskuren Gottes. Den wirklich absolut volkommen normalen und in absolut keiner Form ungewöhnlichen Charakter gibt es eher selten bis gar nicht, denn das sind die Spieler meist in der Realität sowieso und man spielt üblicherweise keine Fantasyspoiele, um quasi das Alltägliche nur in einer anderen Umgebung nachzuleben.
Mitglied-225509.02.2009, 19:40 Uhr
Eben und daher sollten Grundstufen von Sonderklassen jedem Spieler zugänglich sein, da ich trotz deiner Ausführung davon überzeugt bin, dass man besondere Level besonderen Spielern vorhalten sollte.

Du schilderst die leidigen Schattenseiten von UO: Vetternwirtschaft, Shard-im-Shard-Phänomene, Ver-RL-isierung, usw. usf.

Wenn man den Schranken \"Bewerbung\" aber abschafft die Leute sich ihre bevorzugte Klasse selbst wählen können und nur für den letzten Top-Level ihren Einsatz für das Spiel beweisen müssen, dann wäre es zumindest etwas fairer.

Eine Möglichkeit ein offenes Klassensystem zu ermöglichen, wäre die Gain-Rate nach der Grundklassen (Handwerker, Krieger, Magier) zu staffeln.

Bsp.: PO X erstellt sich einen Schmied. BS und andere verwandte Skills steigen gut, Kampfskills normal, Magieskills langsam

So würde man verhindern, dass sich plötzlich nur noch schwertschwingende, Dämonen beschwörende, Schmiede auf dem Shard tummeln würden.

Irian hat, glaube ich, sowas in der Art in den Raum gestellt.
Mitglied-161609.02.2009, 21:23 Uhr
Mitglied-568 hat geschrieben:
Mhm... meiner Meinung nach ist dieses DSA-artige Vorgehen, sprich Magie muß selten und überaus schwer zugänglich sein, einer der Hauptgründe für teilweise extrem restriktive Klassensysteme und Zugangsschranken bei UO. Teilweise treibt es doch überaus seltsame Blüten, wenn nicht mehr das Rollenspiel, d. h. die IG-Interaktion der Charaktere miteinander sondern der Besuch von Lehrstunden sowie das seitenlange Schreiben irgendwelcher schlecht formulierter Trakte über Magie, die sowieso meist nur aus 1001 einem Rollenspielsystem zusammengeklaut wurden, über Klassenflags und damit die Charakterweiterentwicklung entscheiden.

Na ja, das ist nunmal eine Frage des Hintergrundes. Mancher Hintergrund (z.B. Original Ultima oder Forgotten Realms) haben keinerlei Problem damit, dass Magier an jeder Ecke wachsen und dass magische Krieger durchaus normal sind. Andere Hintergründe halten Magie lieber etwas mystischer und seltener. DSA ist dabei noch gar nicht sooo restriktiv. Aber man stelle sich nen Wheel of Time Hintergrund vor, da wäre auch ein Magier an jeder Ecke doof.

Lehrstunden, etc. sind imho Teil der Interaktion - und zwar einer, der mir (als Spieler) gefällt. Natürlich sollte man es so lösen, dass auch die Spieler, die sowas nicht so gerne machen, weiterkommen können - aber gerade eine Lehrer-Schüler Beziehung ist doch Rollenspiel pur.

Mitglied-568 hat geschrieben:
Manch ein Shard treibt dieses Spiel sogar so extrem, daß ich nur noch Schmunzeln kann, wenn ich gelegentlich zu einer gewissen Seite surfe, die vom Namen her an einen Nonnenstift oder eine altertümliche Bezeichnung für ein Mädcheninternat erinnert.

Höh? Da fällt mir kein einziger ein, obwohl du vermutlich Siebenwind meinst.

Von Normalbürgern spreche ich auch ned, die Krieger werden Helden, die Handwerker Meister, die Magier ebenso...
Mitglied-225509.02.2009, 21:44 Uhr
Ich denke, es ist viel mehr eine Gewichtung der Spielelemente und unterschiedlicher Spielinterpretationen.

Kann eine fortschreitenden Entwicklung eines Chars. nicht auch bis zu einer gewissen (Engine-)Stufe nicht auch rein IG ablaufen? Muss ich stundenlangen Unterricht über mich ergehen lassen in denen ich auch mit zB Nicht-Magiern hätte RPn können und somit weitaus mehr zum Shardgeschehen beitragen hätte können?

In meinen Augen wird genau mit solchen geschlossenen Zirkeln dem entgegen gewirkt. Die Ritter bilden die Ritter aus, die Magier die Magier... tja und das bisschen Zeit was dann noch bleibt wird im Dungeon verbracht.

Wie oft ist bspw. schon die Diskussion geführt worden, wie weit RP glaubwürdig ist, wenn man die Skills dazu nicht hat. Oder braucht man überhaupt Skills auf einem RP-Shard, usw. usf.

Und zum Teil nimmt es wirklich skurille Formen an, wenn ich IG nicht mal den kleinen Fingern krumm machen darf, ohne vorher OOC alles abgeklärt und abgesichert zu haben, denn es könnte ja die Shardbewegung stören.

Einfache Shardstrukturen sind meiner Meinung nach der beste Garant für ein dynamisches und abwechslungsreiches Shardgeschehen.
Mitglied-161609.02.2009, 23:19 Uhr
Ich verstehe nicht so ganz, warum RP mit anderen Magiern \"schlechter\" sein soll als RP mit zufälligen anderen Leuten. Wer keine \"Vorlesung\" will, der spielt halt keinen akademischen Magier. Und RP zwischen Schüler und Lehrer ist doch toll, wieso muß man sowas \"über sich ergehen lassen\"? Ich meine, das ist so, als würde ich nen Knappen spielen, aber die ganze \"Ritter-Ausbildung\" doof finden. Meiner Meinung nach ist so ne Ausbildung eher eine zusätzliche RP-Gelegenheit für die Spieler und wie gesagt, finde ich sowas als Spieler auch ziemlich toll.

Meine simple Meinung zu Skils: Wenn es Skills gibt, sollte das RP dazu passen. Wenn man das als Shard-Macher nicht will, sollte man die Skills einfach weglassen. Es macht imho einfach keinen Sinn, wenn jemand den tollen Krieger emotet, aber bei ner Engine-Gelegenheit nichtmal nen Headless schafft. Das ganze muß zueinander passen.
Ist doch beim Pen&Paper Rollenspiel auch nicht anders - ich hab kein Problem damit, wenn zwei Spieler einen Übungskampf ausfechten, aber halt nur beschreiben und nicht würfeln - aber dann sollte die Beschreibung halt zu den Fertigkeiten auf dem Charakterbogen passen.
Mitglied-56810.02.2009, 07:34 Uhr
Ich mein kein normales \"Schüler-Lehrer\" Verhältnis, was bis auf wenige Ausnahmefälle wunderbar für das Rollenspiel ist sondern den Zwang, Vorlesungen zu besuchen, wo Charaktere 45 Minuten und länger sich IG eine Vorlesung über irgendwelchen Pseudo-Hokuspokus anhören müssen, egal ob sie das wollen oder nicht und egal, welcher magischen Ausrichtung diese angehören. Interaktion ist dabei auch ein Minimum beschränkt, sprich gelegentlich eine Frage stellen oder hüsteln und sich an der Nase kratzen. Wobei diese Regelungen das Maximum an Magiebeschränkungsunsinn darstellt, den ich auf Shards erleben konnte. Bei einer Abwägung aller Vor- und Nachteile würde ich ganz klar für die Abschaffung der meisten wenn nicht sogar aller Restriktionen sprechen. Man kann Magier auch auf andere Weise beschränken, wenn man das unbedingt will. Illusien hatte da einen ganz guten Ansatz. Leider konnte sich dieser Shard nie wirklich etablieren.

Warum eigentlich müssen Magier beschränkt werden? Wegen ihrer Enginemacht? Eigentlich nicht, wenn man nicht zuviel am Original-UO herumgepuscht hat, funktioniert das \"Stein-Schere-Papier\" System ganz gut. Erst wenn ganz viele neue, tolle Zauber mit extremen Schadenswirkungen geskriptet werden, weil man es halt kann oder Stückchen für Stückchen Fizzleraten, Zauberwirkungsdauer und Castingzeiten verringert werden, kippt die Balance und Krieger geraten ins Hintertreffen und schon geht das Geschrei in den Foren los und es wird weiter nachgebessert, allerdings diesmal auf der anderen Seite, bis dann die Magierspieler wieder schreien usw.

Bei den Skills schließe ich mich Irian an, wer den Skill nicht hat, sollte auch entsprechend spielen, ist wie gesagt bei den meisten Pen&Paper Spielen auch so und funktioniert dort ganz gut. Was man jedoch bedenken sollte, sind Erleichterungen für Neulinge, daß nicht nur 2 Startskills und ein Dolch + ein paar Goldmünzen sondern ein etwas differenziertes System, was zum Beispiel bei Eurebia sehr gut gelöst ist und mir dort immer wieder bei der Neuerstellung eines Charakters gut gefallen hat (*Zwinkert Irian zu.* ;) ).
Mitglied-161610.02.2009, 10:18 Uhr
Nur meine Meinung: Die Enginemacht der Magier ist mir völlig egal. Wie du schon ausgeführt hast, ist die eigentlich halbwegs gut ausbalanciert im Standard-UO (egal ob nun RunUO, Sphere oder sonstwas). Wenn ich mich (bei einem Shard) dafür ausspreche, Magier zu beschränken, dann geschieht das rein wegen des Flairs, der Stimmung, des Hintergrunds. Einfach, weil ich denke, das (für manche Shards) es einfach wichtig ist, dass Magier eine bestimmte Rolle spielen und nicht die des normalen Bürgers der halt zaubern kann und das auch dauernd tut. Wie gesagt, in manchen Settings ist es völlig ok, dass Magie ziemlich alltäglich ist, bei so nem Setting würde ich dann Magier auch nicht beschränken. Wenn man so ein Setting spielen will, ist man auch bei Standard-UO gut aufgehoben.

Ich kenne das Illusien-System nicht und derzeit ist auf der Homepage auch nichts davon zu lesen - allerdings vermute ich mal, dass es da um ne Beschränkung der Macht geht und genau darum gehts mir eben weniger bzw. eigentlich gar nicht. Mir gehts darum, dass Magier ggf. ne bestimmte Rolle zu spielen haben, sofern der Shard eben nicht absolut frei ist, und man das so eben etwas in die richtigen Bahnen lenken kann. Stell dir nen Shard vor, wo nur die Priester der Magiegöttin zaubern könnten, dann wäre es doch unpassend, wenn jeder sich aussuchen könnte, Magier zu sein, ohne jemals von der Göttin gehört zu haben - da stellt man halt ein wenig IG-Ausbildung davor und schon hat man ne gute Chance, dass jeder Magierspieler zumindest ne groben Idee hat, wie er Hintergrund-konform spielen kann (in wie weit das ein gutes Setting für UO wäre, sei mal dahingestellt).

Dass erzwungene Vorlesungen kein gutes Mittel sind, da gebe ich dir auch völlig recht. Mir gefällt sowas ab und an, aber es gibt sicherlich auch andere Vorlieben. Persönlich bevorzuge ich es, wenn sowas eben optional ist, man also auch andere Möglichkeiten hat, insb. für Spieler, die eben keinen \"Bücher-Gelehrten\" spielen wollen. Trotzdem bin ich für irgendeine(!) Form der Ausbildung, zumindest wenn der Shard nicht die Möglichkeit bietet, von Anfang an nen Meister zu spielen (was die wenigsten tun). Dass die Ausbildung natürlich auf den Charakter zugeschnitten sein muß, ist klar, weder der Elf noch die Hexe werden stundenlang in staubigen Vorlesungssäälen sitzen wollen :-)

Bezüglich Skills: Das war schon so, als ich dorthin kam, ich finde es aber sehr viel sinniger, die Charaktere schon zu Anfang mit mehr Skills in Rennen zu schicken. Das originale UO bietet für sowas eben Händler an, wo man sich Skills \"kaufen\" kann (bis zu nem gewissen Wert), ich bevorzuge aber die andere Variante, auch wenn es natürlich die Gefahr birgt, sich an Neuling zu verzetteln.
Mitglied-225510.02.2009, 18:21 Uhr
Mitglied-568 hat geschrieben:
Bei den Skills schließe ich mich Irian an, wer den Skill nicht hat, sollte auch entsprechend spielen, ist wie gesagt bei den meisten Pen&Paper Spielen auch so und funktioniert dort ganz gut. Was man jedoch bedenken sollte, sind Erleichterungen für Neulinge, daß nicht nur 2 Startskills und ein Dolch + ein paar Goldmünzen sondern ein etwas differenziertes System, was zum Beispiel bei Eurebia sehr gut gelöst ist und mir dort immer wieder bei der Neuerstellung eines Charakters gut gefallen hat (*Zwinkert Irian zu.* ;) ).

War ja auch nur ein Einwurf, da dieses Thema ebenso wiederholt diskutiert wird und die vorhandene Uneinigkeiten darüber meist dazu führt, dass der Engine-Aspekt von UO auf RP-Shards total (über)reglementiert ist - ich rede nicht von KOS, RPK, AFK-PG,...

Ich kenne leider das Noob-System (man verzeihe mir diesen Ausdruck ^^) von Eurebia nicht, ich werde mich mal schlau machen.

Mir persönlich geht als Shard-Neuling (der nicht von Shard-Bekanntschaften gesponsert wird) immer die Bettelei tierisch auf die Nerven, wenn man mit einem Dolch und 700 gps ins \"Rennen\" geschickt wird kommt man meistens nicht sehr weit - auch wenn es oft Schmiede gibt, die unter der Hand billig an offensichtliche Neulinge verkaufen.

Ich werde mich zB auch nicht herablassen mich als angehender Krieger mit der Angel ans Ufer zu setzen und erstmal tausende Einheiten Fisch an den NPC-Vendor zu verkaufen um mir Ausrüstung kaufen zu können.

Warum gibt es so selten Anfängerquests? Wäre meiner Meinung nach die bessere Lösung.

Auch Schneider-Vendoren im Char-Erstellungsraum wären nicht schlecht, dann hätte man wenigstens mehr an als ein kurzes Hemd + Hosen und Sandalen ^^

Orignial von Irian
Nur meine Meinung: Die Enginemacht der Magier ist mir völlig egal. Wie du schon ausgeführt hast, ist die eigentlich halbwegs gut ausbalanciert im Standard-UO (egal ob nun RunUO, Sphere oder sonstwas). Wenn ich mich (bei einem Shard) dafür ausspreche, Magier zu beschränken, dann geschieht das rein wegen des Flairs, der Stimmung, des Hintergrunds. Einfach, weil ich denke, das (für manche Shards) es einfach wichtig ist, dass Magier eine bestimmte Rolle spielen und nicht die des normalen Bürgers der halt zaubern kann und das auch dauernd tut. Wie gesagt, in manchen Settings ist es völlig ok, dass Magie ziemlich alltäglich ist, bei so nem Setting würde ich dann Magier auch nicht beschränken. Wenn man so ein Setting spielen will, ist man auch bei Standard-UO gut aufgehoben.

Gut, dann ist es eine Setting-Frage und dein Einwand genauso gut wie meiner...

Und ich habe auch wiederhol geschrieben, dass ich für meisterliche Chars auch so ein System für vertretungswürdig halte.

Sicher, die Erweiterungsmöglichkeiten von UO birgen immer eine Gefahr für IMBA-Konstellationen.
Mitglied-161610.02.2009, 18:39 Uhr
Das Eurebia-System ist relativ simpel: Dort ist es so, dass man am Anfang ein paar Prioritäten verteilen kann und je nach Priorität bestimmte Vorteile hat (z.B. Adel, Startgeld, Skills, etc.). Wer will, kann also am Anfang schon recht viele Skills oder genug Geld für ne passable Ausrüstung haben. Dafür gibts halt keine Vendoren die Skills verkaufen :-)
Mitglied-56811.02.2009, 07:33 Uhr
In Hinsicht des Magiegrades scheinen wir einfach über andere Geschmäcker zu verfügen. Ich mag mehr ein Highfantasysetting in Richtung Vergessene Reiche oder Spiel der Götter. Da stört es in keiner Weise, wenn es eine substanzielle Menge an Magiern oder anderweitig magisch begabte Personen gibt. Auch sagen mir Hybridklassen, die ein wenig Magie beherrschen und ein wenig kämpfen können oder \"Zauberhandwerker\" vom Flair her überaus zu, auch wenn diese von der Engine her gegenüber \"Vollklassen\" meist nicht bestehen können. Das ist halt Geschmackssache, über die man zwar diskutieren aber kaum streiten kann.
Mitglied-225616.02.2009, 15:55 Uhr
Schade eigentlich, dass sich nur so \"wenige\" dazu äußern, dennoch finde ich interessant wie sich das hier so entwickelt hat. Man kann deutlich einen gewissen Trend aus dieser ganzen Sache herauslesen, wenn auch natürlich die Details oder diversen Ansichten über Systeme variieren.
Mitglied-131616.02.2009, 20:39 Uhr
Um Gottes Willen, lese hier bloß keinen Trend raus. Fehler Nummer eins: Anpassung des Projektes an \"Trends\"

Fast jedes Shardprojekt hat es verdient, realisiert zu werden. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass Deine Vorstellungen alleine im Universum existieren. Du wirst deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit Interessenten finden.
Mitglied-56817.02.2009, 07:31 Uhr
Ich kann Lumberman nur recht geben; aus einem Thread, der mehr oder minder einen Dialog zwischen Irian und mir enthält, ist nun wirklich kein Trend abzulesen. Wenn dich unsere Ansichten interessieren und dir eventuell weiterhelfen, freut mich das, aber es gibt nun wirklich ganz viele andere Wege, die man mit UO beschreiten kann und die genauso oder vielleicht sogar mehr an Berechtigung aufweisen als die hier vertretenen Überlegungen.

Aus meiner Sicht ist es vielmehr wichtig, sich ein halbwegs schlüssiges Konzept auszudenken und dieses dann auch durchzuhalten, was die eigentlichen Arbeit ist. Wer auf jeden Zug aufspringt und jedem vermeidlichen Trend hinterherläuft, wird dieses Ziel nicht erreichen können und letztlich scheitern, zumindest habe ich das schon oft bei UO-Shards miterlebt.

Natürlich interessieren mich auch noch mehr, möglichst unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema und es würde mich wirklich freuen, wenn sich noch mehr Nutzer von UOWorld hierzu äußern würden, aber man kann halt nicht alles haben.
Mitglied-161617.02.2009, 18:20 Uhr
Stimme hier auch zu. Wir sind hier nur ein Bruchteil der potentiellen Ultima Online Spieler, noch dazu ein relativ spezieller, so dass man aus einem einzelnen Thread kaum einen Trend herauslesen kann (auch nicht aus allen).
Mitglied-225518.02.2009, 02:42 Uhr
Mitglied-1316 hat geschrieben:
Um Gottes Willen, lese hier bloß keinen Trend raus. Fehler Nummer eins: Anpassung des Projektes an \"Trends\"

Fast jedes Shardprojekt hat es verdient, realisiert zu werden. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass Deine Vorstellungen alleine im Universum existieren. Du wirst deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit Interessenten finden.


Stimme ich gänzlich mit dir überein - wie viele Shards waren zu UOs Topzeiten in der UOWorld Freeshardliste 50,60, mehr? Nicht mit gezählt diejenigen, die es nicht in eine offene Beta geschafft bzw. den regulären Spielbetrieb aufgenommen haben und trotzdem hatte/hat jeder dieser Shards seine Interessenten und Daseinsberechtigung.

Wenn wer meint, er hätte den heiligen Gral der Freeshards gefunden, soll er sich dahinterklemmen, denn wer weiß, vielleicht geht die Saat ja auf?!

Hätte ich genügend Zeit, Muße und das notige technische Know-How würde ich auch einen Shard nach meinen Vorstellungen gestalten, in der Hoffnung - nein, vielmehr mit der Gewissheit, dass er ganz bestimmt dutzende Player anzieht. :d_pfeid:
Mitglied-173218.02.2009, 14:27 Uhr
Dein heiligen Gral des Shardbaus hat doch wohl noch fast jeder Admin gefunden. Es ist einfach schön an einem Shard zu bauen, zu basteln und zu konzipieren und zu überlegen \"was wird wenn\". Ganz egal ob der Shard jemals online geht, oder nicht. Falls nicht, hatte man doch immerhin eine schöne Zeit.

Für mich ist es jetzt mein dritter Shard an dem ich bastel. Man selbst und die eigenen Ideen und Wünsche entwickeln sich ja auch weiter. Dennoch könnte ich nicht sagen, dass ich mit den beiden vorangegangenen Shards Zeit verschwendet hätte. Beide Shards hatten bzw haben ihre Daseinsberechtigung. Einer ist ja sogar noch online, soweit ich weiß.

Jetzt arbeite ich an etwas Neuem und ich denke das geht vielen so. Jeder der sich eingehend mit einem Shard und seinem Konzept beschäftigt (zumindest bei RP-Shards) wird wenn er am Beginn eines neuen Shards steht überlegen wie lange er wohl dafür braucht. Ein Jahr, zwei Jahre, drei? Wenn ein Admin also gerade mit einem neuen Shard beginnt und feststellt: \"okay das dauert wohl so 2-3 Jahre bis er online geht\" und dann dennoch nicht aufgibt hat der Shard seine Daseinsberechtigung. Bauen und basteln macht auch Spaß.

Natürlich ist es blöd wenn es 20 Shards mit jeweils 10 Spielern gibt, statt vier Shards mit jeweils 50 (50 Spieler wäre eine tolle Zahl für einen RP-Shard [externes Bild: http://vergessene-pfade.de/forum/images/smilies/freu.gif]). Aber so vielfältig wie die Ideen der Shardbauer sind, so vielfältig sind auch die der Spieler. Es ist auch gar nicht so einfach die Ideen die man hat mit einem anderen Shard zusammenzulegen. Ich denke jeder der an einem Shard bastelt schaut sich auch die Konkurrenz an und vergleicht. Ich habe das auch getan und mir ist kein Shard aufgefallen der meinem so sehr ähnelt, als dass ich sagen würde \"hey lass uns doch die Shards zusammenlegen\".

Wobei ich mir durchaus eine bessere Kommunikation und bessere Zusammenarbeit unter den Shardbetreibern wünschen würde. Jeder Shard ist sein eigenes kleines Universum. Die Staffler arbeiten in der Regel auch nur an diesem Shard und ein Austausch an Ressourcen (Scripte, Grafiken, Maps, Staff) findet so gut wie gar nicht statt. Jedenfalls nicht als dass ich dies beobachtet hätte. Eri sei Dank, gibt es zumindest auf der Grafikseite einen Lichtblick. Gäbe es Runuo.com nicht, sähe es auf der Scriptseite sehr, sehr düster aus, was den Austausch angeht (über Sphere kann ich nichts sagen). Jedoch ist runuo.com keine deutsche Community und der Versuch mit run-uo.de etwas ähnliches zu schaffen ist in alle Winde verweht, leider. Ein Staffaustausch findet meines Wissens gar nicht statt, dabei wäre dies sicherlich eine durchaus durchführbare Möglichkeit zwischen zwei Shards. Dabei schwebt mir speziell ein Questeraustausch vor bei Großverantstaltungen wie z.B. einer Gerichtsverhandlung. Warum nicht anderen Shards aushelfen, wenn mal ein Questerengpass besteht? Ich hätte damit keine Probleme, doch mir scheint ich scheine recht alleine damit zu stehen diesen Bedarf zu sehen. Warum nicht Erfahrungen austauschen in größerem Rahmen? Mir fehlt diesbezüglich eine Plattform für den internen Austausch von Shards. Vielleicht könnte uoworld das leisten, vielleicht greife ich damit aber auch zu hoch. Ich jedenfalls fände es schön, wenn sich die UO-Freeshardmacher mal an einen Tisch setzen würden und mal über Probleme und Ideen zur Weiterentwicklung von UO. Zur Werbung für UO et cetera Gedanken machen würden. Dieser Gedankenaustausch fehlt mir in meinem kleinen Universum. Ich mag nicht auf die deutsche Community schimpfen, denn ich gehöre selbst dazu. Aber warum geben wir uns mit dem Schattendasein ab und belassen UO als Niesche?

Das Spiel ist toll, sonst würden wir uns doch wohl kaum schon seit Jahren damit befassen.

Jetzt wollte ich eigentlich über Klassensysteme schreiben und es ist was ganz andres draus geworden. Naja später *g*
Mitglied-225518.02.2009, 20:57 Uhr
Klar, UO beschert einem viele, viele schöne Stunden und ich möchte auch keine davon missen und klar jeder Admin ist im Besitz seines heiligen Grals - meine Intention war, dass jeder, der es wagen will, es ruhig wagen soll!!!


Ich persönlich denke, dass eine engere Zusammenarbeit der Shards für allen von Nutzen wäre, doch ist es auch wieder irgendwo verständlich, dass beinahe jeder Shard [?] auf seinen \"Features\" und \"Systemen\" sitzt wie die Glucke auf den Eiern.

In der freien Wirtschaft lässt man sich ja auch nicht gerne von seinen Konkurrenten in die Karten schauen, warum sollte es hier anders sein?!

---

Da manche ja für ein eher freies Klassensystem sind, wäre da nicht die Einführung von Hybridklassen eine mögliche Alternative?

Hybridklassen würden über die Grundskills der jeweiligen Klasse verfügen (zB Handwerker/Krieger - Schmied/Nahkämpfer), müsste aber auf Nebenskills verzichten (zB Parrying, Healing, Tinkering... ? ).

Somit würden Hybridklassen zwar viel Spielraum bieten, ohne dadurch - ich benütze mal das böse Wort - imba zu werden. ^^
Mitglied-173218.02.2009, 22:11 Uhr
Dank Google weiß ich nun auch was \"imba\" ist. Ich glaub ich bin zu alt für diesen Slangkram.

Ich weiß gar nicht so genau ob Klassensysteme wirklich gut sind. Also reine Magier, reine Krieger oder meinetwegen auch Hybridklassen. Die eingebaute Skillbegrenzung von UO sorgt doch schon von alleine dafür, dass keine Alleskönner im Spiel auftauchen. Und wenn jemand unbedingt ein axtschwingender Zauberlehrling mit Blockflöte und Kochambitionen sein will... soll er. Dann kann er alles ein bischen, aber nichts ganz. Diese Freiheit sollte man den Spielern doch auch geben.

Die Magiesprüche von UO sind (sofern man keine neuen einbaut) begrenzt und auch nicht sonderlich spannend. Wenn ein reiner Magier dann genau das gleiche kann wie ein anderer reiner Magier.. ist das nicht langweilig?

Natürlich muss man bei jedem System das Können der Spieler begrenzen. Um es balanziert zu halten. Balanze ist sowieso ein eigenes Thema. Jede Manipulation an den Monster-, Waffen-, Skill- oder Magiescripten kann zum Ungleichgewicht des Kampfsystems führen und dann schraubt man woanders dran um es wieder zu fixen und dann wieder woanders um es wieder zu fixen und so weiter und so fort.
Vom Wirtschaftssystem mal ganz zu schweigen. Wie löst ihr das Problem eigentlich?

Zum andren Thema. Es ging mir nicht darum irgendwem seine heißgeliebten Features zu entreissen. Da ich selbst scripte, weiß ich dass da oftmals viel, viel Zeit drinnesteckt. Aber das was man abgeben könnte, sollte man auch abgeben. Der Punkt ist nur es sollte schon ein Geben und Nehmen sein.

Eine deutsche Scriptaustauschseite aufzumachen hat meines Erachtens zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Sinn. Vielleicht eine bessere Jobbörse? Scripter sind wahrscheinlich zu sehr eingespannt um für mehrere Shards zu arbeiten. Ist das bei Questern genauso?
Naja die meisten Threads die in den Jobbörsen eröffnet werden sind auch eher Gesuche von Shardseite her.
Mitglied-204518.02.2009, 23:38 Uhr
Also generell kann ich nur sagen, dass es auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung für einfach jeden Shard gibt. Und wenn auf diesem Shard lila Pferde mit Bonbonrosa Heu gefüttert und von einem Char namens \"Der aus dem Wald schallt\" geritten wird ist es für mich persönlich wohl eher nichts, aber für Max und Martina Mustermann aus Bimmelim möglicherweise das höchste der Gefühle. RP - PvP - Fun, jedes System hat seine spezielle Zielgruppe, oder Mischshards das Angebot für eine etwas breitere Masse, was am Ende wirklich zählt ist der Spaß an der Freude und das ist kein blöder Schnack, das ist im Kern genau das, was einen Shardowner dazu treibt überhaupt einen Shard aufzubauen.

Aus meiner persönlichen Sicht kann ich sagen, dass ich wahnsinnig gern an unserem Projekt fummel, schraube bastel und frisiere, einfach Ideen zu diskutieren, ausreifen zu lassen und letztlich umzusetzen. Stets im Fokus alles ein kleines bisschen besser zu machen als es vorher war. Und es macht irre viel Spaß, auch wenns manchmal stresst.
UO ist irgendwie eine Kreativspielwiese, die einem so viel Freiraum lässt, dass man praktisch alles machen kann, vorausgesetzt, man hat die nötigen Kenntnisse. Grade im Scriptbereich natürlich etwas schwieriger... aber jedes Projekt, wie fizelwinzig es auch ist trifft früher oder später auf Leute, die sich damit identifizieren, dafür begeistern und mitarbeiten können.

Neue Projekte sind nicht wie so oft verschrieen potentielle Eintagsfliegen, oder \"Bedrohungen\" die ja Spieler klauen könnten, sondern ein Lebenszeichen der Szene die wie ich leider bemerken muss, über die Jahre nicht offener, sondern immer eigenbrötlerischer geworden ist. Stellenweise igeln sich etablierte Shards in ihre Panzer ein und wollen von der community nix wissen, solang sie ihnen nicht neue Spieler in den Rachen wirft und parallel dazu wird sich gegenseitig angekeift wenn Shard A vermeindlichen Ideenklau von Shard B betreibt... :augenroll:

Ich muss Dawn da mit Tränen in den Augen zustimmen, wenn Sätze fallen wie

Ein Staffaustausch findet meines Wissens gar nicht statt, dabei wäre dies sicherlich eine durchaus durchführbare Möglichkeit zwischen zwei Shards.

Warum nicht?

Weil der \"Andere\" eh immer der böse ist, der UNS was klauen will um SICH zu bereichern?

Weil unsere Spieler gefälligst hier bleiben sollen und nicht zu dem anderen Shard gehn dürfen?

Diese und ähnliche Gedanken sirren und schwirren bis heute in den Köpfen der meisten Admins/Staffs herum, denn selbst nach einem Jahrzehnt ist vielerorts nur gealtert worden, aber nicht gereift. teilweise bemerkt man das sogar hier im Forum, wenn sich tatsächlich mal ein Noob hierher verirrt. Andernorts empfängt eine community diesen mit Rat und Tat und generell freundlichen Umgangston. Hier wird in der Regel ersteinmal klug geschissen oder von Etage 120 herabgeredet. Als Neueinsteiger hätte ich da wenig Begeisterung für zu entgegnen...

Und bevor jetzt wieder Leute sich über die Aussage mukieren, soll derjenige den ersten Stein werfen, der ohne Schuld ist...

Natürlich ist jeder Shard stolz auf seine Scripte und auf seine Systeme. zurecht, denn die Arbeit dahinter ist vergleichbar mit dem Erfinden eines Fusionsreaktors. Aber davon einmal abgesehen, warum kommen Shardadmins zu keinem Dialog untereinander? Es gab mal ein angagiertes Projekt, eine Adminbase für genau diesen zweck, Selbige starb aber in kürzester Zeit elendig am Desinteresse. Dabei wäre es grade heute umso wichtiger auf dem Laufenden zu bleiben, Trends nicht mehr zu verpassen, oder schlimmer noch, zu ignorieren. Auch wäre der von Dawn erwähnte Erfahrungsaustausch doch eine enorme Erleichterung und Entlastung für ein Groß der Shardlandschaft. Auch Negativerfahrungen mit Spielern könnte wenn publik Shards vor viel Stress und bösem Blut bewahren, wenn Admin A Admin B vor dessen Macken vorwarnt.

Ich hab mehr und mehr das Gefühl, dass das eigentliche Prinzip von UO weit aus dem Fokus gerückt ist... Spaß!?

1. Spaß für den Staff durch die Entwicklung, das \"bemuttern\" der Spieler und das interagieren mit \"seiner\" eigenen kleinen Welt.
2. Spaß für die Spieler, sich auf den Shard und seinen Hintergrund einzulassen und mit Anderen Leuten ihr zweites Leben zu genießen.

Das Wort Hobby fällt im UO Wörterbuch meist aber unter die Kategorie Frust. Starrer Staff, starres System, Grüppchenbildung, Forenschlammschlachten usw. usf.

Gleichzeitig wird oft und gerne nach Shardfusionen geschrien, die in 99 von 100 Fällen heißen, ein Shard schluckt, der andere verreckt, während die restlichen Spieler ankanten und irgendwann auch flüchten...
Warum nicht Shard Partnerschaften gründen? Wenn auf Shard A ein großes Event stattfindet und Shard B derzeit aus Zeitmangel Sparflamme fährt wäre es für die Spieler doch spitze kurzzeitig von B auf A zu wechseln. Womöglich ermöglichen solche Partnerschaften für gute Spieler auch einen chartransfer. Warum auch nicht, solange Hintergründe und Systeme der Shards nicht wie Tag und Nacht sind. Mit solchen Aktionen wäre beiden Shards sicher mehr geholfen als mit Fusionen oder halbherzigen Aktionen um Aktivität vorzuheucheln.

Klare Sache, ich breche ein ungeschriebenes Tabu mit dieser Einstellung in der UO community, aber ich habe einfach das Gefühl, UO (dt) schaufelt sich das eigene Grab mit Begeisterung selber.

Ich sage es klar heraus, mir sind die Spieler in erster Linie wichtiger als mein eigenes Ego und wenn ich einen kompletten Shard für nur 5 Spieler baue, dann bau ich ihn. Weil es mir Spaß macht. Und wenn dies 5 Spieler dort gerne spielen und zufrieden ihrem Hobby nachgehen können, hat es sich gelohnt. Egal ob 2 Monate oder 5 Jahre Shardbastelei.

just my 2222 Cents...
Mitglied-185019.02.2009, 02:04 Uhr
Ich muss mich Ragnar anschliessen.
Ich bastel seit vielen vielen Jahrne mit Spaß an meinem Projekt :D Einfach weil ichs toll finde immer weider etwas neues zu entwickeln. Wann das Ding online geht ist zweitrangig, denn solange es einfach fun macht abends noch nen Wald zu setzen, zu merken, da fehlt eine Baumsporte, diese dann zu pixeln und dann voller Genuß in die Welt zu stellen, so lange ich so viel Spaß daran habe, mache ich weiter.
Den Austasuch mit anderen Projekten habe ich versucht: Aber hey, ich bin ein fremder Admin, ich räubere mit Sicherheit gleich alles leer, was ich an Files finden kann. Sicher macht das der eine, oder andere, aber muss doch nicht.
Man kann sich auch einfach mal nett austauschen (\"Hey, ihr habt unser System geklaut!\" \"Aber wir haben doch noch gar kenes geschrieben...\" \"Ihr wollt nur unsere Grafiken...\" \"Öhm, wir haben über 1000 eigene O_O\".) ich darf das beliebig forsetzen.

Bevor das nun aber komplett Off-Topic wird:
Ich finde es immer sinnvoll ein Projekt zu machen, wenn der komplette Staff mit Freude stunden diskutiert, sich besuchen fährt, neue Ideen ausbrütet, zusammen Seite an Seite baut und abends noch einige zusammen nen Bierchen kippen gehen...lohnt es sich. Auch wenn kein Spieler online ist, auch wenn man nicht das tollste schönste, beste System hat.
Man muss mit Herz und Eifer hinter seiner Idee stehen und genaud as auch vermitteln, sich mit anderen austauschen, neue Ideen sammeln, sich nciht sperren....
Ach was sag ich, ich habe all diese Fehler selber gemacht und festgestellt, wenn man sich anders verhält kann man es an einer Hand abzählen, wer freundlich ist....

Egal, wenn du/ihr neu gründen wollt, schreibt mir ne PM, ich gebe gerne Ratschläge in Grafikfragen, kann bei Programm weiterhelfen und Ideen vermitteln.

LG
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