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Zukunft der RP-Freeshard

Mitglied-56810.12.2006, 12:07 Uhr
Ich kann deine Klassifierung eines RP-Shards voll und ganz unterstreichen, nur nicht in der Hinsicht des verwendeten Begriffes \"Hardcore-RP\", denn ich verstehe unter deiner Beschreibung einen ganz normalen Rollenspielshard wie dieser idealtypisch sein sollte. \"Hardcore-RP\" hat nunmal in der gesamten UO-Szene eine mehr oder minder negative Bedeutung, da dieser Begriff für einigen Jahren von einigen als bewußte Abgrenzung zu anderen Rollenspielshards gewählt wurde, um sich selbst als etwas Besonderes darzustellen, obwohl außer verkrampften Rollenspiel und selbstgerechten GMs, die jeden Schritt und Atemzug per Emote unterlegt haben wollten - etwas überspitzt gesagt - wenig dabei herausgekommen ist.
Mitglied-58012.12.2006, 17:32 Uhr
Deshalb schrieb ich ja auch, daß ich eine Unterscheidung zwischen \"RP\" und \"Hardcore-RP\" für nutzlos und eher verwirrend halte. Sprache ist eine interessante Sache, nur schade, daß ihr Sinn (Verständigung) hin und wieder auf der Strecke bleibt, gerade in und mit der jüngeren Generation.

Wenn RP Rollenspiel ist, dann wäre dem Wort nach \"Hardcore-RP\" sozusagen die konsequent durchgezogene (\"harte\"), Ideal-Version davon. Warum das negativ sein soll, ist mir unklar.

Wenn ein Begriff von einigen Personen falsch benutzt wird (hier: \"RP\" für chatten und spammen ingame), dann sollte man nicht einen weiteren falsch zu nutzenden Begriff einführen, sondern die Bedeutung des ersten Begriffes klären.

Wenn jemand also meint, ingame zu chatten wäre RP (was es in einem gewissen Sinne ja stark eingeschränkt durchaus ist - im Sinne von \"ich spiele mich selbst\"), dann sollte man dafür eher den Begriff \"Fun-RP\" oder \"Chat-RP\" oder \"Ego-RP\" prägen, als einen (durch P&P) schon vorbesetzen Begriff zu mißbrauchen oder eine falsche Überzeichnung (\"Hardcore-RP\") als Abgrenzung zu wählen.

Dadurch, daß der Begriff \"RP\" von vielen Leuten mißverständlich benutzt wird, kommt es zu Enttäuschungen und Frust in der Szene, denn wer _wirklich_ RP möchte, findet es ganz sicher auf den meisten \"RP-Shards\" nicht. Stellt euch vor, ich wünsch mir einen blauen Papagei, und überall hängen große Werbeschilder \"Hier Extra-blaue Papageien\" aber wenn man reingeht, sind es nur besoffene rote Papageien ;)
Irgendwann hat man die Faxen dicke und verläßt recht sauer die 55. Tierhandlung, die dann auch die letzte war und kauft sich ne Katze.
Mitglied-205113.12.2006, 17:56 Uhr
ich möchte einmal einen tabubruch begehen und sagen:
RunUO bringt den prozess des aufweichens von rp-shards voran.

es gibt ja einen thread, in dem dann 15 leute antworten, es sei ja überhaupt nicht richtig, auf die frage: warum glauben leute, runuo sei schlecht für rp?
ich will diesen thread nicht hochschieben und hier passts auch gut. deswegen sage ich: besinnt euch nicht zwangsweise auf sphere, macht nur keinen solchen quatsch mit runUO

1. bereiche- während jeder rp-shard es vor jahren schon sah, daß gigantogebiete und superkarten nur spieler verschlucken und rp-situationen ausweichbar machen, um so das gebiet auf einen bruchteil der normalen karte zu begrenzen oder mit iner eigenen kleineren karte das zu verhindern, ließt man heutzutage bei fast allen funshards (99,9% runuoshards btw), daß 2 oder mehr standardkarten gleichzeitig bespielt werden. wenn die spieler dann zu 2. in der pampa umherziehen, ohne die möglichkeit, jemals einen anderen player zu treffen, dann fragen sie wirklich mal nach ooc während der zeit, in der sie allein sind. und hey, sie werden dann niemals andere player treffen und nur ooc machen

2. scripts- bei runuo ist mehr möglich, auch mehr quatsch. wie von mir bereits erwähnt, programmieren die runuoler gerne mal unnützes zeugs oder bauen schmarrn ein, den ein rp-shard nur von den wünschen von voll-enginezombieplayern her kennt. die alte UO-schatzsuche zB ist imho kein feature, sondern ein malus

---


was mich zu etwas bringt: meine persönbliche flop 10 von rp-shardfehlern oder -versäumnissen (es sind keine 10 und es hat keine reihenfolge, mir gefällt nur der begriff flop 10 so gut)

Fehler 1: Dungeonkeeper
was soll das sein? na, ihr kennt, wenn ihr dungeonkeeper von bullfrog gespielt habt, ja sicher die missionsbeschreibungen. niedliche städtenamen, gefolgt von einer beschreibung wie glücklich alle sind. das scheinen sich viele bauteams auf rp-shards zum ziel zu machen und sie erschaffen die langweiligsten städte. da gibt es blumenhecken und jeder hat einen garten. dabei macht dungeonkeeper das ja als witz darauf, woher immer die helden in fantasystories kommen- aus dem ruhigen walddorf, in dem die vöglein zwitschern. das ist doch nicht als anleitung zu verstehen. und im grunde zerstören viele bauten, mögen sie noch so sehr auf \"aha\"-effekt ausgelegt sein, das feeling in kürzester zeit. und ohne feeling spielt sich es schlecht.

Fehler 2: Getrennt und doch vereint?
seht euch DSA an- seht euch D&D an.. leben da die rassen in eigenen gebieten? (gut, ja, sie tun es ab und an- aber nicht ausschließlich) die meisten rassen leben da zusammen mit menschen in den städten- warum machen das sich die shards nicht zu eigen? weil sie einen \"aha\"-effekt haben wollen bei den bauwerken der anderen rassen. warum bauen sie auch so superlangweilige hauptstädte (siehe punkt 1), daß sie da dann so derartig abdrehen müssen? außerdem wollen sie den spielern anreize bieten, sich für die rassen einzuschreiben. aber da gibt es doch bessere wege. es gibt ja sogar shards bei denen menschliche unterrassen wie _vampire_ (BELIEVE IT!) total abgetrennt in eigenen städten leben.. das ist doch imho ein hammer.

Fehler 3: Rassenmixer
ich bin kein fan von solchen pseudorassen, wie zB wikingern oder amazonen. doch fast jeder shard hat soetwas (weils ein \"das gabs früher auf allen erfolgreichen shards auch\"-ding ist/back to the roots eben...). doch wenn nicht das konzept des ganzen shards mehr oder weniger darauf abzielt, diese rassen mit einzubringen, dann sind sie nur ein zerstörerisches element des gesamtbildes. das gleiche gilt btw für eine meiner antirassen nr 1, den drow. da sie nie in das konzept eingewoben werden und im grunde nur eine wunschrasse der \"das ist cool\"-spieler ist, kann sie nie ordentlich (und nur dann macht die rasse sinn imho) ausgespielt werden und vegitiert als \"nebenhandlung\" vor sich her. drow sind genauso wie wikinger als pseudorassen nicht die einzelnen beispiele.

Fehler 4: Storypatzer
ich finde, ein shard muss eine stimmige story haben. sie muss nicht der brüller sein, noch einen literaturnobelpreis oder ein kreativitätsorden gewinnen. doch was mir in letzter zeit auffällt, ist, daß immer mehr shards in ihren stories auf das intro von UO mit dem zerbrochenen kristall verweisen oder ähnliches anwenden. es gibt sicherlich von den 20 in eurer liste ca 5 so hastige storysachen. oder öfter (immer öfter) sogar ganz ohne irgendwelche rp-hintergründe. wer kann RP machen, wenn überhaupt 0 storywelt da ist, in der sich der char bewegt? macht man nicht bei larp und auch nicht bei pnp- warum sollte es also bei UO gehen?

Fehler 5: Verscriptet
wie bereits erwähnt, sind scripte imho wichtig. es sollte schon spielereien geben, die dem player einen \"aha\"-effekt geben. doch sind das weder die scripttoilette, noch die schneeballschlacht oder die schatzsuche. doch genau darauf konzentieren sich viele shards. macht ein gutes magiesystem, bescriptet die ganze welt, doch lasst das ultrarealistische schmiedesystem und die paintballgewehre.

Fehler 6: starre Welten
man wandert so umher und denkt sich: warum kann ich eigentlich mit meiner welt nichts anstellen? warum kann ich nur türen öffnen oder monster angreifen und bin eine absolut starre figur auf einem im grunde nur tapetenhintergrund? genau so spielen sich einige shards. da gibt es nur hier und da türen, mit einem eigenen haus sogar eine kiste, den vendor oder vielleicht nur den bänker, das monster.. ohja, und als holzfäller und als miner kann man noch den minenboden mit hacken und den baum mit äxten behauen. im grunde geht kaum mehr auf den shards. und sogar bei einigen dieser punkte muss man abstriche machen auf manchen shards. sogar bei tapetenspielen wie resident evil kann man fast mehr mit der welt interagieren. traurig für eine als \"du kannst alles manipulieren\"-geplante welt wie UO. wie bereits gesagt: bescriptet eure welten, gebt den spielfiguren möglichkeiten, MIT der welt zu spielen, und nicht nur als höchste darauf rumzulaufen.

Fehler 7: Ich spiele Heute auswärts.
Ihr kennt das sicher. auf RP-shards gibt es oft das problem, daß die Städte nur ab und an zum shoppen ziwcshen den dungeonjagden genutzt werden. das hat mehrere gründe: 1. ín den städten ist doch nichts- bringt zumindest nen dungeon in die stadt, dann bleiben auch dungeonrunner öfter in der stadt. 2. die \"feindlichen\" rassen und spieler sind alle draußen (manchmal haben ja sogar die bösen eigenen gesinnungsstädte- ein horror). 3. quests finden ja nicht in der stadt statt, da sie nicht gebaut wurde, um ein gutes flair rüberzubringen. (punkt 1). geht weg von TRISTRAM-städten als ausgangspunkt für ausflüge ins blaue, liebe shards. auch in städten muss etwas geschehen. diese dinger sollten der dreh und angelpunkt für ein RPspiel sein, welches auf interaktion der spieler untereinander und mit der welt ausgelegt ist und keine \"markttag ist am samstag abend\"-orte.

Fehler 8: \"wir müssen leider draußen bleiben\" *auf einem schild sieht ein hund traurig zu dir auf*
Ja, die Welt ist nicht nur alles tapete, sie ist auch oft evolutionsmäßig leer. keine tiere, nur monster. warum? weil witzbolde öfter tiere zur junkproduktion (killen und items ausnehmen) oder zum taming-pg (30 vögel neben 10 schafen und 3 pumas- alle gehören spieler XYZ und stehen in der wildnis oder sind gekillt worden nach dem tamen) oder zum waffenpg nutzen. es ist doch nicht so schwer, da was zu ändern und schon ist die welt wesentlich dynamischer.

Fehler 9: \"wir müssen leider draußen bleiben\" *auf einam anderen schild sieht ein spieler traurig zu dir auf*
Manche klassen sind ja scheinbar nur fehl am platze. ich persönlich bin ein Fan von dieben und von magiern (das sin nicht die einzigen klassen, auf die das zutrifft, sonern meine lieblinge und deswegen besonders beschrieben). doch könnte man ja denken, daß solche reinen RPklassen schmackhaft gemacht werden, in dem man sie entsprechend unterstützt. doch ist das meistens nicht der fall. besonders diebe, sofern sie überhaupt angeboten werden (werden sie kaum), sind nicht unterstützt. sie sind oftmals nur banditen auf waldwegen. und nichtmals das klappt auf vielen shards. andere wege sind ihnen komplett verbaut (zB dadurch, daß sie als dieb in der stadt einfach keine opfer haben, da die stadt immer leer ist). Der magier hat auf den shards aus der standardauswahl der spells 30 zur auswahl, die dann vom shard vielleicht noch in 6 stufen und jeweils 4 zaubergebiete unterteilt sind. welcher meistermagier hat am besitzt denn am ende seiner kariere nur 10 zauber? da hat der harry potter ja mehr darauf. und mal ganz davon abgesehen. was sind das denn? polymorph, summons, attackspells, moongate und allheal. man kann also als zauberer nicht die welt aus der angel heben, sondern nur player (die meisten magier nehmen btw nur playerkillerspells-auch auf RPshards) und monster umnieten und in dungeons rein und rausbeamen? das ist doch arm. das simuliert mir keinen magier. im RP kann man sich zwar gerne zauber hinzuerfinden, muss aber dann damit rechnen, daß das vom rest der spieler brav ignoriert wird. auch magierakademien sind meistens durch ihren zustand der absoluten nutzlosigkeit nur witzlos. wenn man interessante RPklassen nicht unterstützt, woher soll das RP denn kommen?


es steht euch frei, diese flop 10 (wie gesagt, es sind keine 10 und keine reihenfolge) zu kritisieren oder selbst mal eine flop 10 aufzustellen und zu zeigen, woran es heutigen RPshards krankt und wo möglichkeiten der besserung versteckt lägen.
Mitglied-58013.12.2006, 20:46 Uhr
Ja, da geb ich Dir zu 100% völlig recht. (Sorry, der Rest ist recht unreflektiert und ungeordnet, aber ich bin etwas in Zeitdruck ;) )

Nur ein paar Anmerkungen noch dazu:

Als Staff kannst Du zwar versuchen, eine Stadt atmosphärisch/mittelalterlich zu gestalten, aber meist verstehen die Spieler dies nicht. Sie möchten lieber die von Dir kritisierten \"Idylle\"-Städte. Man kann tun, was man will, über kurz oder lang sehen die Städte alle gleich aus, wenn man den Spielern ihren Willen läßt: Häuser, die nach heutigem Standard aufgeteilt werden (natürlich verzichtet auch niemand auf ein schniekes \"Badezimmer\" *lol*) und natürlich gehört auch der tolle Balkon mit den Blumenkästen dazu, dazu der Vorgarten im Gartenzwerg-Styling. Wenns ganz hart kommt, wohnt nebenan der Nekromant, der natürlich all das auch hat, nur selbstverständlich alles in True black.

Vieles, was der Atmosphäre eines RP-Shards schadet, ist hauptsächlich den jüngeren Spielern geschuldet, denen es an Lebenserfahrung und Wissen mangelt, bzw. denen dies ebenso egal ist, wie die Atmosphäre eines Shards. Die möchten halt einfach sich selbst spielen und haben keinerlei Verständnis dafür, daß Rollenspiel vielleicht auch heißen könnte, daß man durch den Hintergrund eines Shards in der Rolle, die man spielt, eingeschränkt wird (hier nur noch mal die Stichworte Kleidung (meist erkennt man junge, männliche POs mit weiblichen Chars daran, daß sie ihre Chars rumlaufen lassen, wie die billigsten Bordsteinschwalben), RP-Glauben (in den seltensten Fällen vorhanden, selbst wenn die Götterwelt des Shards recht differenziert ist, allenfalls besteht man darauf, sich seinen eigenen Gott mitbringen zu dürfen), mangelnder Respekt gegenüber der Obrigkeit (\"Aufgeklärtheit\", Toleranz gegenüber Verbrechern und \"Ungläubigen\", Unverständnis und fehlende Akzeptanz für Disziplin und Hierarchien).

Ebenso ist die Abgetrenntheit von Sonderrassen in vielen Fällen ein Wunsch, der der Spielerschaft eben jener Sonderrasse her entsprungen ist. Es ist eben geil, ein Elf zu sein, so ein feinsinniger Kerl kann eben nicht neben primitiven Menschen wohnen. Die meisten Sonderrassen sind in RP-Hinsicht ohnehin unspielbar, da dem Spielspaß der Mehrheit abträglich (Drow) bzw. reine Parodien (Sauf- und Prügelzwerge).

Die Konsequenz daraus wäre ein Low-Fantasy-Shard nach rein mittelalterlichem Vorbild. Doch ich fürchte, der hätte dann keine Spieler.
Mitglied-184214.12.2006, 10:02 Uhr
Na ja, ich habe hier nicht alles gelesen, aber zu einigen Punkten möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben. ;)

Zu den leeren Städten kann ich nur sagen, das diese meist leer sind, wenn es ein zu großes Überangebot von Städten gibt, auf die die Spieler ausweichen können. Auf den letzten Shard wo ich gespielt habe, gab es 10 so ich mich recht entsinne und mit einer Durchschnittsspielerzahl von 35, sind das einfach zu viele Städte gewesen. Sicherlich ist es nett, eine große Vielfallt der Spielerschaft anzubieten, doch was nutzt es den Spielern, wenn sie sich zwischen 10 leeren Städten entscheiden können? Hinzu kommen dann noch die Rassengebiete und Stammsitze für Gilden/Familien.

Klar möchte jeder irgendwo auch ein eigenes Rückzugsgebiet haben können, nur wenn diese sich über die ganze Map verteilen, ist es Mist.
Daher nur mal ne Idee, das man die Städte nicht gleich so riesig baut, nur damit man als Bau-GM sein Ego aufpolieren kann und sagen kann: \"Seht an was ich geschaffen habe, man bin ich geil!\"
Dat bringt dann meist außer dem Ego eines Bau-GMs auch nichts, als leere Städte, in denen man sich verläuft und irgendwann aufgibt, dort RP zu suchen.

Dynamische Ortschaften, die dann langsam wachsen und wo mehrere Spielerchars, vielleicht sogar Fremdrassen ihren Platz finden könnten wäre doch mal ein Anreiz, oder nicht? Sicherlich ist es dann etwas schwieriger, so unterschiedliche Baustile, wie der der Menschen, Zwerge, Elfen etc. so zu gestallten und zu vereinigen, das trotzdem ein gewisses Flair entsteht und nicht, das eine Stadt wie die Spielzeugkiste eines 3-Jährigen ausschaut in der alles durcheinandergewürfelt ist, aber es wäre ja auch irgendwann langweilig, wenn alles so einfach wäre,...oder? ;)

Aber auf vielen Shards hängt man ja an den Sachen die man hat, entweder, weil man sie selbst gebaut hat, was nicht gerade immer von Vorteil ist, wenn man sich so einiges anschaut *fg* oder eben, weil man sich eben etwas mühsam zusammengespart hat, um sich dann irgendwo einen Klotz mitten in die Pampa oder anderen Spielern in den Weg zu setzen. Daher wird eine solche Umsetzung wohl auf vielen Shards ein Ding der Unmöglichkeit sein, soetwas neues mal umzusetzen, oder auch nur auszuprobieren, vielleicht auch aus der Angst heraus, das die Spieler soetwas nicht möchten und dann weggehen vom Shard, wobei dieser Gedanke recht absurd ist, denn selbst wenn der Spieler weggehen sollte, so müßte er auch von vorne anfangen, ohne einen häßlichen Klotz in der Pampa zu haben. :augenroll:

Na ja, das nur mal so von mir zu den leerstehenden Städten auf vielen Shards.



Edit: Und für neue Projekte ist es zudem auch recht schwer, geeignete Leute zu finden, die sowas mit aufbauen möchten. Bei der Zusammenlegung von projekten gibt es oft genug Uneinigkeiten über die Gestaltung oder den Konzepten, weil eben hier auch viele ihr eigenes Süppchen kochen möchten und dann irgendwann das ganze Projekt aufgeben, weil es entweder zu viel Arbeit für zu wenige GMs ist oder einfach, weil man die Lust verliert, wenn man merkt, was da für Arbeit hinter steckt, oder aber es kommen niedliche kleine Projekte dabei heraus, die aber auch keinen Spieler wirklich vom Hocker reißen und die nach kurzer Zeit wieder abwandern.
Mitglied-205115.12.2006, 08:37 Uhr
größtenteils sind bei RP-situationen RP-fights das hauptagenmerk vieler spieler. da kämpfen in fast allen fällen böse vs gut
(böse + andereböse vs gut auch gerne.. alle bösen vereinigen sich immer- auch wenn deren gründe, warum sie böse sind, meist die anderen bösen auch als gegner branntmarken.)
solange alle bösen nur so klischee-teufelsanbeter sind oder es dauernd solche rassen wie orks gibt auf den shards, die auch im grunde nicht zusammen mit menschen wohnen könnten, sind die RP-weidegründe immer außerhalb von städten und somit könnte sogar nur 1 stadt immer leer sein. es hängt imho kaum von der anzahl ab, obgleich sie bei mehr als 1 menschenstadt immer oft dazu führt, daß es dann zB \"böde städte\" gibt und somit natürlich weitere trennung der spielerschaft auftritt.


und noch was zu midnightshadow: sauf und prügelzwerge.. ja, das fällt mir auch oft auf und ist ein großes ärgernis für mich. ka, woher die player das immer haben- sie zitieren öfter ein wohl sehr beliebtes buch, in welchem sich wohl \"zwerge wie zwerge verhalten\". doch kann ein derart beliebtes buch derart falsch liegen?
ich denke, mit zwangsweiser zusammenlegung guter rassen (und einer minimierung böser.. ? kann das funktionieren? ) in einer stadt wie bei DSA und d&d und der schaffung einer zB nicht-pur-zwergengesellschaft (../elfengesellschaft/usw), würde sich das ganze automatisch bei allen guten rassen zu einer umwandlung des ausspielens der rp-unterschiede führen. vielleicht zum besseren?

egal.. ich möchte ersteinmal noch weitere \"fehler\" zu meiner flop 10 hinzufügen:

Fehler 2 zusatz: Getrennt und doch vereint?
die rassentrennung (ekliger begriff, sorry) wird ja nichtnur durch städte vollzogen (oder durch krawallzwerge :P ) , sondern oftmals auch durch den staff und dessen weitere vorgaben. der RPguide ist bei einem \"freieren\" shard immer wichtig. glaubensRP spielt den guten RPlern möglichkeiten in die hand, ihren char zu vertiefen. sehen wir uns ein paar polytheistischen religionen an. im grunde haben alle die gleichen götter mit wenigen unterschieden (ältere religionen als zB griechen haben halt durch die zeitliche abgrenzung zu den zeitgleicheren und fast identischen religionen größere unterschiede). deren götter sind menschenähnlich und fehlbar- und kein guter gott hat nicht auch etwas böses. doch tut das nichts zur sache- was ich eigentlich besprechen möchte, ist, daß es wohl keinen shard gibt, der seinen rassen nicht ihren eigenen senf gibt (oftmals zB dsa/d&d-götter wie lloth für drow...). so kommt kein gemeinsames spiel zusammen. ich stimme schon seit langem dafür, daß ein RPshard für alle rassen identische göttersysteme basteln soll und nur variationen einbauen um unterschiede in der auslegung zu fördern.


Fehler 10: \"oh herr des bösen! hjahaharrr!\"
das glaubens RP ist, wie bereits erwähnt, wichtig, doch scheitert das oft schon an vielen ecken und kanten. meistens wird ein \"böser gott\" noch hinzugezogen.. dann muss als opponent ein gott von allem guten an sich noch her. und schon haben wir, egal wieviele götter sonst noch existieren, ein gott-teufel verhältnis wie bei uns. wenn dann noch welche sich ganz ausklinken und sagen, sie seien atheisten (kommt oft vor)- wen wundert es? außerdem sorgt das dafür, daß die bösen chars sich oftmals durch ein besonders armseeliges RP auszeichnen.

Fehler 11: \"Je-je-jetzt wird wieder in die Hände gespuckt..\"
es ist ja so, daß es in UO keine funktionierenden wirtschaftssysteme gibt. das ist ein fakt und seine existenz ist unbestreitbar.
...auch wenn immer shards versuchen, einen wirtschaftskreislauf nach dem anderen zu integrieren, funktioniert es eben kaum bis garnicht. weglassen! das bringt den spielern nur frust und ist die falsche art, das zusammenspiel zu fördern.



ich hab noch ein posting zur \"zukunft von RPshards\" auf lager (es braut sich im hirn zusammen)... aber muss ja nicht alles auf einmal sein

see you later/mfg
Mitglied-184215.12.2006, 09:31 Uhr
Mitglied-2051 hat geschrieben:

Fehler 10: \"oh herr des bösen! hjahaharrr!\"
das glaubens RP ist, wie bereits erwähnt, wichtig, doch scheitert das oft schon an vielen ecken und kanten. meistens wird ein \"böser gott\" noch hinzugezogen.. dann muss als opponent ein gott von allem guten an sich noch her. und schon haben wir, egal wieviele götter sonst noch existieren, ein gott-teufel verhältnis wie bei uns. wenn dann noch welche sich ganz ausklinken und sagen, sie seien atheisten (kommt oft vor)- wen wundert es? außerdem sorgt das dafür, daß die bösen chars sich oftmals durch ein besonders armseeliges RP auszeichnen.

Irgendwie verstehe ich nicht ganz so richtig, worauf du damit zielen möchtest, außer dem armseeligen RP von bösen Chars. Das es eine Dualität im Göttersystem gibt, halte ich für wichtig für die Ausgewogenheit einer Spielwelt. Ob es nun ein böser Gott ist, oder ein Guter Geist der die eine oder andere Seite verkörpert, halte ich für nebensächlich und entspringt eben der Fantasie des Verfassers und entweder gefällt es einem oder eben nicht. Zu den Atheisten kann ich nur sagen, das ich die \"Vermutung\" habe, das eben ein gläubiger Char auch seine Schwächen hat und die meisten Spieler aber versuchen, möglichst keine Schwächen zu haben, allen voran Krieger und Magier, denn lieber jemanden legen als gelegt zu werden. Also ist dies eine Einstellungssache des jeweiligen Po`s. ^^
Ich selber distanziere mich dann meist von solchen Spielern, dadurch hat man dann vielleicht weniger RP, aber dafür qualitativ besseres mit denen, die eben wirkliches Rollenspiel betreiben und nicht nur sich als geiler Macker verkörpern möchten.
Und letztendlich möchte ich nur mal anmerken, das ich auch schon armseeliges RP bei sogenanten \"guten Chars\" erlebt habe.



Mitglied-2051 hat geschrieben:

Fehler 11: \"Je-je-jetzt wird wieder in die Hände gespuckt..\"
es ist ja so, daß es in UO keine funktionierenden wirtschaftssysteme gibt. das ist ein fakt und seine existenz ist unbestreitbar.
...auch wenn immer shards versuchen, einen wirtschaftskreislauf nach dem anderen zu integrieren, funktioniert es eben kaum bis garnicht. weglassen! das bringt den spielern nur frust und ist die falsche art, das zusammenspiel zu fördern.

Was genau meinst du damit? Das man am besten alles Geld abschaffen sollte und lieber einen Itemhandel für die Spielwelt macht ala:\"Für deine 10 Hühner bekommst du eine Kuh von mir!\" ????
Mitglied-188615.12.2006, 09:58 Uhr
Thema: Gute Chars - böse Chars...

das ist zB auch ein Thema was immer wieder auftaucht bei allen Shards. Je mehr Player auftauchen desto \"aufgeweichter\" wird diese Einteilung. Denn was ist denn wirklich GUT und was ist BÖSE ?

Man kann anfangen 2 Dimensional zu denken, nur dann kann man sich auch jeden Western oder B-Movies ansehen. Da gibts dann den strahlenden Held in seiner blitzenden Rüstung, der gegen Leute in dunkler Kleidung kämpft. Wo das BÖSE dieses Wort schon auf der Stirn eintätowiert hat. Meine Erfahrung hat bisher gezeigt, das zu 90 % auf den Shards genau dieses Bild \"gespielt\" wird.
\"Wohooo, habe nen Rot Karma Char, nun muss ich böse sein und jeden im RP dazu bringen, das dem die Hutschnur platzt, und ich ihn killen kann...\"

Die wirkliche Kunst wäre das dreidimensionale Spielen. Als Beispiel sei hier auch das System vom P&P Spiel AD&D genannt. Wo es auch \"Rechtschaffen Böse\" und \"Chaotisch Gute\" Chars gibt. Nur ist so ein spielen auch wirklich möglich ?

Ein \"Chaotisch Guter\" Char würde doch sofort als Böser Char tituliert wenn er wie Robin Hood reiche Leute ausnimmt um es den Armen zu geben. Sich nicht an die Gesetze der \"Ordnungsmacht\" hält aber dennoch ansich gutes tut..

Und ein \"Rechtschaffen Böser\" bleibt dennoch ein Guter Char, da er sich an die Gesetze hält , auch wenn er die zu seinen Gunsten auszulegen weiss.

Somit ist alles eine frage der Ansicht. Es ist einfacher einen zweidimensionalen Char zu spielen, als einen dreidimensionalen. Das RP wird dadurch allerdings flacher. Und wenn sich mal wer entschliest den dreidimensionalen Weg zu probieren versteht ihn kaum einer, und er kehrt zum zweidimensionalen zurück.


Thema \"Rassentrennung\"
Ich glaube hier lassen sich sehr viele Spielleiter von den einschlägig bekannten Literaturwerken beinflussen, wo halt Zwerge immer im Berg und Elfen immer im Wald wohnen. Vieleicht ist da aber auch nur die Angst, das ein Zwerg dann in den Augen der Spielleiter nur ein zu klein geratener MENSCH ist, oder ein Elf halt ein Mensch mit Spitzen Ohren. Und überhaupt. Warum sollten arrogante Elfen, die Zwerge hassen und Menschen für unterentwickelt halten zusammenleben :) . Nur weil es so in jedem Fantasyroman zu lesen ist ?

Ich denke da steht noch mehr dahinter. Es sind nicht nur die Spielleiter die sich dieses Klischee bedienen. Die Spieler kennen es ja auch kaum anders.
Beispiel Dunkelelfen. Nahezu jeder Shard der Dunkelelfen anbietet hat den Hintergrund von Salvatore ( Forgotten Realms - Drow ). Aber Dunkelelfen gibts auch woanders.. zB Warhammer. Nur die kennt kaum einer, also wenn ein Shard diese Spielweise anbietet würden die Player kaum damit klarkommen und wieder zu den Salvatore Dunkelelfen werden. Dies kann man auch mit jeder anderen Spezie machen. Sei es als Menschenuntergruppen ( Wikinger, Amazonen ), oder anderen Sonderrassen.
Anderes Beispiel: Vampiere... da gibt es sehr oft die Regel, das man Vampire wie in dem P&P \" Vampire - The Masquering\" spielen soll. Kennt ein Spieler das nicht spielt er den womöglich wie Graf Drakula ( den jeder kennt ) und hat schon Ärger mit der Spielleitung.

Also was lernen wir daraus? Am besten nur Menschen als Rasse ???


Thema \" Wirtschaftskreislauf\"
Hier muss man wirklich ein goldenes Händchen haben, damit man ein System aufbaut was wirklich funktionieren kann. Sagt man den Spielern \"Ihr könnt alles machen\" dann hat man Alleinversorger, wo sich dann das \"Zusammenspiel\" durch Dungeontouren äussert. Macht man ein sehr detailiertes System, kann es passieren das gar nichts mehr geht, weil genau ein Beruf fehlt in der Spielerschaft. Es muss also ein System sein welches eine gewissen Interaktion der Spieler schaft, ohne das es kollabiert. Zudem muss es aber auch \"spielbar\" sein ohne sich massiv in Arbeitsschritte zu verzetteln.

Soviel erstmal wieder von mir...
Mitglied-189415.12.2006, 14:11 Uhr
Und ein \"Rechtschaffen Böser\" bleibt dennoch ein Guter Char, da er sich an die Gesetze hält , auch wenn er die zu seinen Gunsten auszulegen weiss.
falsch...

ein rechtschaffend böser Char ist ein Charakter mit bösen Zielen, der die Rechtslage einhält und für sich ausnutzt. Seine Ziele sind allerdings böse!
Mitglied-205115.12.2006, 16:31 Uhr
@Thylon

jap, hast es falsch verstanden.
es geht nicht darum, daß spieler, die böse spielen, schlecht spielen (obgleich es viele beispiele dafür gibt, wie auch einige dagegen). und klar gibt es schlecht spielende gute chars (obgleich diese dann meistens einfach nur insgesamt schlecht spielen und nicht das gute schlecht spielen..).
mir ging es darum, daß du kaum ein göttersystem siehst, welches nicht auf gott vs teufel ausgelegt ist. auch wenn da 30 gottheiten wören, ist da eine drunter, die dann immer wieder zum \"gott\" (christentum) wird und eine andere gottheit wird zum \"teufel\". das zershreddert jegliche göttersystem, sofern es sowieso nicht insgesamt auf ein christliches system hinzielt. doch kenne ich keinen shard, der von sich aus ein 'christliches' system willentlich nutzt.


und was die wirtschaft anbelangt: ja, das itemtautschen ist auch nicht gemeint. gemeint sind die fehler ein zwanghaftes leistungstauschen zwischen den spielern zu versuchen, damit ein wirtschaftskreislauf entsteht. das funktioniert nie. es mag über einen ungewissen zeitraum einigermaßen funktionieren, doch irgendwann endet das auch.

doch will ich trotzdem was zu 20 hühner gegen 1 kuh sagen: warum nicht? klar- dublonen nicht abschaffen. aber warum haben riesenspinnen gold? wenn man ein bischen aufpasst, was man macht, hat man aus 20 hühner gegen 1 kuh ein doch (theoretisch)funktionierendes system gemacht. doch will ich das mal nicht vertiefen.



@kurita
uhm, ja, dieses \"das böse sind die mit der trueblackrüstung, die mit erhobenem \"ich bin böse\" banner durch die hauptstadtstraßen trotten und andere chars anpöbeln für fights\"-bild ist auch mir geläufig..

und leider ist das dungeons and dragons-gesinnungssystem meiner meinung nach nicht umsetzbar, da man auf UOshards (vielleicht sogar gottseidank? ) zu wenig in die existenz anderer chars eingreifen kann. außerdem überdecken die spielweisen anderer chars die eigene so, daß man nicht genug im fokus stehen würde, daß andere diese gesinnungsfeinheiten wirklich bemerken könnten. um das zu erläutern: die gesinnung ist ja kein \"seht her, ich bin rechtschaffend neutral\", sondern ein- ich möchte sagen- lebenswerk. wenn der char hier und ein anderer da verschiedene aspekte der selben gesinnung mitbekommt, dann weiß keiner außer dir selbst, daß du diese gesinnung hast. bei d&d als pnp bemerken das andere spieler nur, da du längere zeit mit ihnen verbringst und nie ein anderer da ist, der deine gesinnung auch tatsächlich in einer kurzen zeit neu bewerten müßte. der rahmen bei UO ist dafür viel zu groß.

zur teilung
ja, es ist nunmal so, daß kein shard sagt: es gibt zwar vom rp-hintergrund eigene seidlungen für deine rasse, wir bieten sie aber aufgrund besseren spielens, mehr rp und storymäßiger dichte nicht auf dem bespielten landstück an. deine einzigartigkeit wirst du also ausspielen müssen und sie beschränkt sich nicht auf deinen wohnort- leb damit.
es wird im bestenfall angeboten: klar, könntest du in der menschenstadt wohnen.. aber wir würden wegen rasseninternen spiels gerne.... blablabla (wobei rasseninternes spiel bei einer omnisiedlung nicht rausfliegt- man ist nur in keiner geschlossenen gemeinschaft mehr)


@stordyr
ich denke, kurita hat das anders gemeint ;)
das geht bei ihm nicht um die beschreibung der gesinnungen, sondern um deren wahrnehmung.
Mitglied-58015.12.2006, 16:43 Uhr
Zunächst eine kleine Korrektur:
Es heißt rechtschaffen, nicht rechtschaffend. Hier geht es nämlich nicht darum, ob ein solcher Char Recht schafft, sondern das Wort \"rechtschaffen\" stammt ab von \"recht beschaffen\" im Sinne von \"richtig beschaffen\" = \"mit der richtigen inneren Einstellung\".

@Glaubenskram:
Ein rechtschaffener Char hält sich treu und verläßlich an Regeln, die ihm eine Obrigkeit vorgibt. Das kann auch eine \"böse\" Obrigkeit sein. Nehmen wir das James-Bond-Universum zum Beispiel: Die russischen Agenten wären darin rechtschaffen-böse, im Gegensatz zu den verrückten Möchtegern-Weltbeherrschern, die wären chaotisch-böse.

Im Prinzip kann jeder Shard es sich schenken, eigene Götter zu kreieren, da ca. 90% der Spielerschaft ohnehin nicht darauf eingehen. Ein geringer Prozentsatz der Spielerschaft nutzt das auf einem Shard vorhandene Göttersystem, ein ebenfalls geringer Prozentsatz will selbstausgedachte bzw. andere Götter einführen, der große Rest interessiert sich für all das überhaupt nicht (da müßte man sich ja mal den Hintergrund durchlesen und zu verstehen versuchen - wie anstrengend, wie uncool), sondern will \"in Ruhe spielen\" - was meist bedeutet: in Ruhe skillen/moshen oder Leute abziehen oder einfach nur sich selbst spielen.

Von daher ist es auch völlig egal, ob die shardeigenen Götter nur für die Menschen gelten und die Sonderrassen eigene Götter haben oder ob alle die gleichen Götter haben: 90% der Spieler werden nichtmal den Unterschied bemerken.

@Städte/Städteanzahl, Rassen
Ich muß leider widersprechen, wenn behauptet wird, daß die Leere der Städte nicht abhängig ist von Spielerzahl und Städteanzahl, sondern allein davon abhängt, daß die Rassen getrennt untergebracht sind, bzw. dies beides ist kein Widerspruch, sondern beruht auf dem gleichen Mechanismus: Die Anzahl der Städte muß in einer vernünftigen Relation zur Spielerzahl stehen. Je mehr Städte (vor allem sog. Spielerstädte, aber natürlich zählen hier auch die Rassenstädte mit herein) vom Staff zugelassen werden, desto mehr verteilen sich die rp-willigen Spieler auf der gesamten Karte und desto unwahrscheinlicher ist es, daß sie sich begegnen und desto leerer sind die Städte. Das ist eine simple Rechenaufgabe: 30 Spieler hat der Shard on, davon sind 10 in einem Dungeon, 6 im Wald, 6 pixeln jeweils zu zweit privat vor sich hin, der Rest verteilt sich auf 5 Städte. Macht unter 2 Spieler pro Stadt - bissel wenig. Für einen RP-Shard wäre es wichtig, einen neutralen RP-Mittelpunkt zu haben, wo sich rp-willige Spieler treffen können. Ab 30 Leuten können es wohl auch 2 RP-Anlaufstellen sein. Dies muß nicht zwangsläufig eine der \"Schlafstädte\" sein, sondern könnte z.B. auch eine Schankwirtschaft an irgendeiner Straßenkreuzung in der Pampa sein - nur müßte gewährleistet sein, daß jeder dort leicht und schnell hin kommen kann, bzw. gerade Newbies recht schnell dort hingelenkt werden, bevor sie die Lust auf Solo-RP verlieren.

Dieser Rechenmechanismus gilt natürlich auch für Sonderrassen. Es macht wenig Sinn, bei 30 Spielern pro Abend auch noch 5 Rassen bespielen zu wollen - die einzelnen Sonderrassen bekommen nicht genügend Mitglieder auf einmal ingame ohne Absprache. Das klappt 6 Wochen lang anfangs zwar noch gut, aber dann langweilen sich die Einzelspieler leise vor sich hin und irgendwann ist die Rasse ausgestorben. Aber welcher Shard will schon freiwillig auf Zwerge, Elfen (meist auch noch unterteilt in Halbelfen, Hochelfen, Waldelfen, Auelfen, Dunkelelfen, Frostelfen und weiß Gott noch was :augenroll: ), Hobbits, Katzenwesen, Meermenschen, Halbdämonen und was die Fantasie und Literatur sonst noch so hervorgebracht hat, verzichten? Das wäre dann ja Low-Fantasy - igitt - damit könnte man ja Spieler vergraulen ;)

Ortschaften, egal, ob vom Staff geschaffen oder von Spielern zusammengewürfelt, tendieren dazu, echte Schlafstädte zu sein. Alle Häuser gehören zwar irgendwem, aber trotzdem sind die Städte tot: Die Spieler benutzen ihre Häuser nur zum Sachenhorten und Ausloggen - wozu sonst sollten sie sie auch benutzen? Wer hat schon Lust, allein in seinem Haus zu hocken und darauf zu warten, daß irgendwer irgendwann mal anklopft? Natürlich hat man auch ab und an mal \"Besuch\", aber der ist entweder OG zuvor abgesprochen oder ergibt sich spontan durch RP an einem anderen RP-Treffpunkt. Es ist somit völlig egal, ob eine Stadt vom Staff \"hingeklotzt\" wird oder durch die Spieler \"dynamisch gewachsen\" ist - der Mechanismus der Vereinzelung bleibt derselbe.

@Wirtschaftskreislauf
Ein Wirtschaftskreislauf in UO kann nicht funktionieren - wie sollte er auch? Zum einen ist es höllisch öde, einen Handwerker-Char zu spielen, womit die meisten dann auch aufhören, bevor der Char alles kann. Ein Handwerker-Char der (fast) alle Gegenstände eines Shards herstellen kann, muß zuvor über ca. 2 Jahre hochgeskillt werden. Wer hält sowas aus? Wie unzählig viele öde Mausklicks sind das? Geht das ohne Sehnenscheidenentzündung? In den 2 Jahren hat der Char dann soviel Gold verdient, daß er Millionär ist. Damit hat man ein protziges Anwesen mit Goldtüren mehr, aber meist einen Spieler ingame weniger, denn diese Spieler tendieren dazu, höchstens noch mal auf Anfrage durch einen Freund einzuloggen - oder wenn die eigene Gilde mal was braucht. Fazit: es gibt kaum (gute) Handwerker.
Zum anderen ist niemand rund um die Uhr ingame. Das stellt uns vor das Problem, daß ein potentieller Käufer, um einen Gegenstand zu erhalten, den er nur von einem Spieler kaufen kann, erstmal sehr viel (meist OG- )Zeit (z.B. über ICQ oder IRC) investieren muß, um zunächst herauszufinden, wer den gesuchten Gegenstand überhaupt herstellen kann. Dann gilt es, die nötigen Zutaten dazu zu beschaffen, was auch wieder zu einer echten Schnitzeljagd ausarten kann. Und als letztes muß so ein Krösus-Handwerker, dessen PO vielleicht nach so langer Zeit schon völlig auf die eigene Clique fixiert ist, dazu überredet werden, ingame zu kommen und den Gegenstand tatsächlich zu erstellen und mir zu übergeben. Wenn man dann das Pech hat, nicht unbedingt viel Zeit in das Spiel investieren zu können oder nicht regelmäßig zur Primetime ingame sein kann, der braucht Wochen, bis er den gesuchten Gegenstand bekommt - falls er ihn überhaupt jemals bekommt.

Ein Wirtschaftssystem beruht auf Nachfrage und Angebot. Beides ist aufeinander angewiesen. In UO ist dies aber nicht der Fall. Das Angebot besteht meist nur bei Noob-Krempel, für den die Nachfrage fehlt. Die Nachfrage nach \"besseren\" Items wird dagegen nur für die Vielspieler befriedigt, zumal diese Items dann meist auch derart hochpreisig sind, daß es sich nur Dauermosher leisten können, diese Preise auch zu zahlen. Da sieht man schon: So einfach wie \"Ich scripte jetzt mal Einzelteile für Bögen und Pfeile, daraus kann ein Bogenbauer Bögen und Pfeile bauen und die Jäger können die dann bei dem kaufen\" ist es leider nicht.

Für einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf sind auf einem Freeshard zuwenig Spieler ingame. Dies gilt auch für Shards mit 100-150 Spielern, selbst das ist zuwenig, denn ein funktionierendes Wirtschaftssytem verlangt aktiveHandwerker ingame.
Mitglied-188616.12.2006, 09:50 Uhr
Thema: Tja das alte \"Leiden\" der Handwerkerschaft...

ich scheine da wohl eine Ausnahme zu sein, da ich gern einen Handwerker spiele :) ( liegt aber da dran das ich ne Niete im PvP bin, und auch sonst mich mein kämpfen nicht sonderlich gut anstelle ). Aber MidnightShadow hat recht. Es gibt oft zu wenig gute Handwerker, und wenn mal ein Char ausgeskillt ist, das er langweilig wird...

Aber ich glaube es hängt auch ein wenig davon ab, wie das Handwerkersystem da gemacht wurde.. Eine zu starke einteilung der \"Klassen\" ist da genauso hinderlich, wie eine zu realistische Herstellungsweise.
Die zu starke Einteilung schafft Klassen die dann sehr beliebt werden, und andere die keiner machen will. Wenn man es sich genauer anschaut.. Schmiede wird es auf einem Shard wie Sand am Meer geben, Schneider auch, denn sie stellen doch das wichtigste her was sich verkaufen lässt... Waffen und Rüstungen. Und der Rest? Bogner kann noch so grad leben, Schreiner sind meist die looser... Ergo muss man da schon in der Planungsphase das geschickt zusammenlegen oder Items entwerfen, wo auch zB ein Schreiner was von hat.

Eine Realistische Herstellungsweise schreckt dann jeden potentiellen Handwerker davon ab, das handwerk zu erlernen. Was nütztz es einem, wenn man 8 x klicken muss um ein Schwert zu machen, und dann uU keinen Skillgain... irgendwann frustriert das nur noch... Folge ist, nur die wirklich hartgesottenen beissen sich durch... und dann hat man vieleicht einen GM Schmied auf dem Shard...

Thema: Orte / Rassen

Auch da spricht MidnightShadow genau das richtige an. Was nützen einem 20 Rassen, wenn man nur 20 Player hat.. Und das ist derzeit ein durchaus realistischer Wert für einen RP Shard. Ich denke viele Shardgründer gehen noch von dem \"Luftschloss\" aus, das sie das ultimative Konzept haben und gleich 100 Spieler zusammenbekommen. Die Zeiten sind lange vorbei. Heute muss man froh sein 20 Player zu haben. Und damit die sich nicht Langweilen brauch man auch keine zich Sonderrassen, oder riesige Landmassen. Viele alte Shards haben selbst zu Zeiten wo viele Player da waren, zB von der original OSI Karte nur den Vesper - Minoc Teil genutzt, und selbst da konnte man sich noch gut verlaufen :)

Thema: Low - Fantasy
Ich könnte mir vorstellen, das ein Shard ohne Fantasy nicht so gut ankommen würde, da die Player schon Monster und auch Zauber erwarten, wo ich aber mirdenken könnte das es funktionieren kann, wäre ne Art \"Parallelwelt\" wo es zB nur Menschen gibt ( vieleicht 2 Völker ) und dann aber zumindest bissl Magie und halt eben die ganzen MOBS. Ich selbst bastel grad an solch einer Idee, ob sie irgendwann mal online geht, steht in den Sternen.
Mitglied-205116.12.2006, 15:56 Uhr
Mitglied-1886 hat geschrieben:
... wo ich aber mirdenken könnte das es funktionieren kann, wäre ne Art \"Parallelwelt\" wo es zB nur Menschen gibt ( vieleicht 2 Völker ) und dann aber zumindest bissl Magie und halt eben die ganzen MOBS. ...
ist das nicht wie zB Tremoria?



aber ein gutes \"stichwort\" um mal was anzusetzen zur zukunft von RPshards

wie sieht es denn mit spezialisten aus?

früher war es üblich, daß man etwas bestimmtes spielen wollte, was dann der jeweilige shard anbieten mußte, damit man da hinging. deswegen haben alle shards zwerge, elfen, drow, whatever. damals wurden keine spezialistenshards geplant, da sie einige der gewünschten features nicht unterstützt hätten und so die spieler dann auf shards gingen, die ein ähnliches niveau hatten.
jetzt sinkt das niveau der rp-shards (low-rp).

aber mal ehrlich: würde ein shard, der gut aufgebaut ist, trotz oder vielleicht durch eine art spezialistenstatus nicht doch spieler ziehen? auch in dieser zeit?

wenn ihr euch fragt, was denn ein \"spezialistenshard\" sei, dann hier eine erläuterung durch beispiele.

folgendes war schon (bei manchen: vielleicht) mal geplant, kam aber teilweise nie raus.

1. drowshard
soweit ich weiß, gab es wirklich zu soetwas planungen- sogar mehrmals, glaube ich.
warum daraus nichts wurde, weiß ich nicht
vorteil: hohe popularität der rasse würde genutzt; es wäre möglich gewesen, diese rasse dann auch endlich mal wie sie gedacht ist, zu spielen.
nachteil: da wären viele drizzts entstanden. schon bei 10 drow auf einem normalen shard versuchen sich 1/3 an einem sonderdrow

2. mittelaltershard
ich weiß nicht, ob soetwas wirklich mal geplant war, ich nenne es nur, weils auch sicher einigen mal in den sinn kam. davon kann man ausgehen.
vorteil: keiner, der mir auffallen würde
nachteil: mittelalter nachspielen? mich würde es nicht reizen? keine monster, keine magie- das käme nicht gut. (trotzdem versuchen sich immer gerne shardbetreiber auf der \"das ist nicht realistisch- denkt an das mittelalter\"-schiene)

3. Schottenshard
old scotia war das, denke ich. hatte mir schon überlegt, daruf zu spielen, wurde aber von der araberrasse abgeschreckt.
vorteil: interessante sache.. filme wie highlander, braveheart und robroy haben uns in den neunzigern schon so schön auf diese kilttragenden barbaren eingestellt.
nachteil: dieser shard hatte einige nachteile- sonst wäre er wohl nicht geschlossen worden.

4. wikingershard
gabs.. und gibts noch (nie persönlich angespielt..)
vorteil: das ist das gleiche wie beim einem drowshard. nur wurde sich auf die beliebte wikingerrasse gestürzt und die nordische mythologie
vorteil: beliebte rasse, nordische mytholigie ist cool
nachteil: ich mag nicht, wie die nordmänner auf freien shards gespielt werden (meistens pöbelzwerge in groß). außerdem ist eine rasse, die sich auf den tod dermaßen bezieht, wie die nordmänner- besonders, wenn das sterben der char auf allen anderen shards nicht üblich ist- vielleicht etwas problematisch (wie gesagt, nie selbst angespielt)

5. Antikeshard
ist in der mache seit laaaaanger zeit
vorteil: ich bin sicher nicht der einzige, der die antike wesentlich interessanter als sämtliche mittelalterthemes findet.
nachteil: übertriebene verknüpfung zum wirklichen antiken zeitalter könnten da schnell die luft rauslassen- man müsste es in aktion sehen.

6. Mittelerde
er läuft scheinbar
allein schon durch die große fanbase kann der shard sich spieler ziehen.
vorteil: fanbase
nachteil: ziemlich fixes basissetup und eine seeeehr große welt

7. Harry Potter
wurde hier im forum denke ich mal angefragt von einem staffie. ka, was daraus wurde. wahrscheinlich aufgelöst
vorteil: große fanbase
nachteil: fanbase vielleicht weniger RPfach & HarryPotter ist nunmal ein jugendbuch

8. Magiershard
ein shard mit einer fast kompletten magierbesetzung (harrypotter ist kein magier, das zählt also nicht als das gleiche :teufel: ). ob soetwas mal versucht wurde, weiß ich nicht. mich würde so ein shard jedenfalls immer reizen
vorteile: magier sind beliebt
nachteile: krieger sind beliebter (pvp und auch als \"freier\" char für rp-situationen)

9. asienshard
mit dem asienupdate von UO (und auch davor) haben viele shards begonnen, asienanteile in die shards einzubauen. ein solcher reiner asienshard war garantiert geplant. die staffies gaben schnell auf und jetzt sind sie mit einem anderen aufbaushard fusioniert (shadowgate afaik)
vorteil: beliebter hintergrund. besonders in der heutigen anime&mange-generation.
nachteil: das rp auf normaloshards ist ja schon manchmal matrixartig. dann noch absichtliche kungfu-anteile?...


alles nur beispiele

das erstaunliche ist, daß die spezialistenshards, die es nur heutzutage gibt, damals nicht angesetzt wurden, als UO noch 100 spieler täglich ohne probleme pro shard zog.
werden spezialisten eher jetzt erfolgreicher, da sie noch für die älteren RPler wieder etwas neues und ungewohntes anbieten?
oder ist das gewohnheitstier RPler, der immer den selben pnp-char für larps und mmorpgs aus der schublade kramt um ihn weiterzuspielen, nichtmal damit noch aus der höhle zu bekommen?

oder muss erst wirklich ein total neues RP (!)-freeshardtaugliches mmorpgs herauskommen? (alsob- wir wissen, daß niemand mehr den fehler von origin wiederholen wird)
Mitglied-188616.12.2006, 16:54 Uhr
Die Listung ist sicher schon eine nette Sache, ich denke aber das die mögliche Ursache für manches \"Untergehen\" eher tiefer liegt.

Früher locke man die Spieler mit 20000 Holzsorten, 20000 Leder und 20000 Metalle. Je mehr desto besser. Dann kam die Zeit wo man anfing alles mit Scripten zuzupflastern. Ob sinnvoll oder sinnlos sei dahingestellt. Wichtig war, das Shard B mehr \"Features\" haben wollte als Shard A. Ein regelrechtes Wettrüsten begann. Und nun sind wir an dem Punkt, wo die Rollenspieler von einst halt das Alter haben wo die Zeit eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt, und diese dann zum spielen fehlt. Was nachkommt, kennt Rollenspiel, dank der Benennung von irgenwelchen Actionspielen zu Rollenspielen, kaum noch. Ergo, wer heute Leute haben will muss sich aufs PvP konzentrieren.


Ob solch Themenshards, sei es angelehnt an die irdische Geschichte, Romanwelten, High oder Low Fantasy wirklich Spieler anschwemmen würde ist eine sehr spekulative Frage. Der eine der sich da drantraut kann es schaffen, ein anderer verhunzt das... Ich denke da hilft nur Probieren über studieren. Auch wenn dann ein Jahr an Arbeit ( weil das sollte man schon ansetzen ) dann womöglich für die Katz war, denke ich kann man viel lernen.

Wichtig ist da auch, damit man nicht ganz so unter dem Zeitdruck kommt, möglichst spät erst zB den Server mieten :) Weil sonst wird man verleittet nen Schnellschuss zu machen. und mit einem Shard , der in einer Art Alphaphase an den Start geht, ist fast schon tot...

Ich für mein Teil, plane was, was gut in die oben genannte Auflistung passen könnte, ob ich erfolg habe, kann man vieleicht in einem Jahr zu dieser Zeit sehen, oder auch nicht ..
Mitglied-58016.12.2006, 18:51 Uhr
Mitglied-2051 hat geschrieben:
früher war es üblich, daß man etwas bestimmtes spielen wollte, was dann der jeweilige shard anbieten mußte, damit man da hinging. deswegen haben alle shards zwerge, elfen, drow, whatever. damals wurden keine spezialistenshards geplant, da sie einige der gewünschten features nicht unterstützt hätten und so die spieler dann auf shards gingen, die ein ähnliches niveau hatten.
jetzt sinkt das niveau der rp-shards (low-rp).

Seh ich völlig anders als Du: früher waren eigentlich alle Spieler zunächst mal Engine-orientiert. RP haste da kaum bis gar nicht gefunden (und ich bin da wirklich ziemlich von Anfang an dabei gewesen, jedenfalls, was deutsche Freeshards angeht.) Ich hab damals mit UO angefangen auf Vergessene Welt, 1998. Erst ein oder zwei Jahre später fing das Pendel an, sich auf RP einzuschwingen. Regeln wurden dahingehend geändert, ein Klassensystem wurde entwickelt, das OSI-Magiesystem völlig verändert.

Aus meiner Sicht stellt sich die Entwicklung der Freeshards eher so dar, daß die Gruppe der RP-willigen Spieler langsam aber sicher wächst. Ich seh auch nicht unbedingt, daß das RP-Niveau auf RP-Shards generell sinken würde. Natürlich gibt es solche Shards, aber das Sinken des Niveaus liegt dann allein am Staff bzw. daran, daß die Priorität des Staffs Masse statt Klasse ist und nicht hinreichend RP-taugliche Spieler nicht aussortiert oder \"weitergebildet\" werden. Ferner (aber das ist keine neue Feststellung) sind viele in UO-Listen als RP-Shards aufgelistete Shards eher Funshards bzw. \"Ego-RP-Shards\" (und sind es auch schon immer gewesen).

Die Shards haben heute weniger Spieler, weil sich die Spieler auf insgesamt mehr Shards verteilen und weil die differenzierte Auflistung der Shards nicht wirklich klappt, sondern in den Beschreibungen meist ein Shard wie der nächste wirkt und es den Spielern somit schwer fällt, den wirklich 100% passenden Shard zu finden. Somit hat man halt eine Unzahl von Fun-RP-Shards, wo ein großer Teil der Spielerschaft unzufrieden vor sich hin spielt bzw. gegeneinander spielt und sich den Spaß verdirbt.

Spezialshards würden da nicht unbedingt Abhilfe schaffen imo, denn es ist ja nicht unbedingt nur der äußere Rahmen, auf den es ankommt - da bräuchte man dann vermutlich wieder nen Antike-Fun-Shard und daneben einen Antike-RP-Shard. Außerdem braucht man - wenn man es \"richtig\" machen möchte, auch noch Leute, die wirklich Ahnung von dem Spezialgebiet haben (sonst gibts wieder nur Gemaule von der Spielerschaft) - und die wachsen nicht auf Bäumen und spielen auch nur in den seltensten Fällen UO. Von dem ganzen Rest (Zeitaufwand, Geldaufwand, Server, Scripten usw.) will ich gar nicht erst anfangen. Leider ist es doch eher so, daß die Leute, die sowas wirklich sauber und glaubwürdig aufbauen könnten, keine Zeit dafür haben oder kein Geld oder kein Interesse an über Windoof-Bedienung hinausgehendem PC-/Internet-Wissen oder nur unzureichend gebildet sind (Shards, deren HP vor Rechtschreib- und/oder Logikfehlern nur so stotzen, find ich persönlich recht abschreckend z.B.) oder alles zusammen. Die Shardbetreiber sind allesamt Amateure. Viele sind überdies noch sehr jung. Natürlich sind viele auch sehr egagiert, wollen alles perfekt machen (zumindest besser als die Shardbetreiber des oder der Shards, auf dem/denen sie früher selbst gespielt haben) aber meist reicht es nicht wirklich, um mangelndes Wissen oder mangelnde Lebenserfahrung auszugleichen. Das ist der Grund, weshalb viele Shards nach kurzer Zeit aufgegeben werden. Das ist auch der Grund, weshalb für jeden aufgegebenen Shard 2 neue entstehen.
Mitglied-197127.12.2006, 12:41 Uhr
Mitglied-1886 hat geschrieben:

Thema \"Rassentrennung\"
Ich glaube hier lassen sich sehr viele Spielleiter von den einschlägig bekannten Literaturwerken beinflussen, wo halt Zwerge immer im Berg und Elfen immer im Wald wohnen. Vieleicht ist da aber auch nur die Angst, das ein Zwerg dann in den Augen der Spielleiter nur ein zu klein geratener MENSCH ist, oder ein Elf halt ein Mensch mit Spitzen Ohren. Und überhaupt.

*g* Eines meiner 'Lieblings'-themen...

Meiner Erfahrung nach ist es vollkommen egal, ob die Zwerge und Elfen in einer Menschenstadt oder in ihrem eigenen Dorf mit einer dicken Palisade/Fluss/Berg/Lava drumherum leben - die meisten sind schlichtweg nicht fähig, ihre Rasse über das übliche \"Ach, ist das toll, dass wir so langlebige, perfekte Elfen/Zwerge/Gnome/ sind... weil.... äh........\"-RP zu spielen. Ein paar sehr simple Worte durch ihre eigene Sprache ersetzen, damit es besonders dämlich klingt, dann und wann die Ohren hängen lassen oder davon reden, wie toll der eigene Bart wäre - mehr schafft der gewöhnliche Spieler nicht.
Verdenken kann man es ihm aber andererseits auch nicht, denn wenn wir RL-Menschen schon unsere Probleme haben, uns einem Ständesystem bedingungslos unterzuordnen (was ja auch viele Spieler nicht schaffen), eine annähernd etwas altertümliche Sprache anzunehmen (man kann ja froh sein, wenn sich manche Spieler mit der Zeit das \"ok\" abgewöhnen) und was eben noch so typisch für die jeweilige Spielwelt ist, wieviel Probleme hat man dann erst, einen Angehörigen einer Rasse zu spielen, der u. U. ewig leben wird, der Gold und Besitz ablehnt und nur wenige Dinge sein eigen nennt, den Rest sich nimmt, wie er es gerade braucht oder der einem fleissigen, geschickten Handwerkervolk angehört, in dem die Ahnen und Alten hoch geehrt werden oder einem barbarischen Volk, wo nur der Stärkste zählt, wo jegliche Schwäche ausgenutzt wird, um sogleich über den anderen herzufallen etc. pp.
Das sind teils vollkommene Gegensätze zu dem, was wir im RL leben und der wirklich gute Rollenspieler schafft das zwar auch, aber die meisten Spieler haben ja, wie erwähnt, schon mit dem Spielen normaler Menschen so ihre Probleme, mit der Darstellung einer Rolle, die ganz und gar nichts mit ihrem Leben im RL zu tun hat.

Warum sollten arrogante Elfen, die Zwerge hassen und Menschen für unterentwickelt halten zusammenleben :) . Nur weil es so in jedem Fantasyroman zu lesen ist ?

Um schwächliche, kurzlebige Menschen auszunutzen - ehe die es kapiert haben, sind sie eh schon wieder tot und Zwerge kann man gut mit materiellen Gütern ködern - so würde eine ehemalige Hochelfe von mir denken, die ich mal spielte, die eben auch mit Menschen in der Stadt zusammen lebte, eine Diebin mit Deckberuf Schreiberin war... leider segnete sie 4 Wochen nach der Erstellung schon wieder das Zeitliche, da mich einfach die 'werten' Mithochelfen auf meinem Stammshard gelinde gesagt ank..... (von sehr wenigen, selten gespielten Ausnahmen abgesehen).
Aber du hast recht - schön ist es auch, wenn man sich mal von den abgelutschten Klischees befreit und ein neues Bild von Elfen und Zwergen schafft. Das fand ich auf Midgard wiederum schön gemacht, die das klassische Bild der Elfen und Zwerge darstellen - die eigentlichen Wurzeln dieser urtypischen Fantasyrassen.
Und es gibt ja auch noch andere, reizvolle Bildern von diesen Völkern - Elfen bei Terry Pratchett sind, soweit ich weiss, wirklich fiese Gestalten so als Beispiel. ;)

Ich für meinen Teil lasse nunmehr, zumindest auf meinem Stammshard, die Finger von anderen Rassen - meist finde ich IG ein Bild vor, was sich schlichtweg nicht mit meinem deckt, dass ich durch durchs Lesen des Hintergrunds gewann.
Mitglied-56827.12.2006, 13:11 Uhr
Ich für meinen Teil lasse nunmehr, zumindest auf meinem Stammshard, die Finger von anderen Rassen - meist finde ich IG ein Bild vor, was sich schlichtweg nicht mit meinem deckt, dass ich durch durchs Lesen des Hintergrunds gewann.

So geht es mir mittlerweile - zumindest in meiner letzten Zeit als aktiver UO-Spieler - auch. Ich habe früher ganz gerne Angehörige der einen oder anderen Fremdrasse dargestellt, mußte aber exakt genau die gleichen Mechanismen beobachten, wie sie Sephi und auch einige andere in diesem Thread angesprochen haben, weshalb ich mich mehr an menschliche Charaktere gehalten habe, die zudem detailliert ausgespielt meist deutlich vielschichtiger dargestellt werden können, als Fremdrassen, die oftmals von sehr eindimensionalen Rassenbeschreibungen extrem eingeschränkt werden. Ich möchte in dem Zusammenhang nur auf die vor sich hin vereinsamenden Waldelfen der meisten Shards verweisen, denen meist nicht viel mehr als \"sining, dancing und frohlocking\" auf einer Waldlichtung übrig bleibt, wenn ihnen nicht vom Staff und anderen Spielern schlechtes Rollenspiel mit entsprechenden Konsequenzen vorgeworfen werden soll. Für solche Rassenkonzepte gibt es natürlich noch eine ganze Reihe von ähnlichen Beispielen.
Mitglied-173228.12.2006, 01:29 Uhr
Interessanter Thread... ich gebe zu dass ich ungefähr seit 14 Uhr dabei bin ihn zu lesen (mit Unterbrechungen natürlich) *seufzt* sehr ausschweifend, aber durchaus interessant. Ich finde es ein wenig schade, dass hier doch ein wenig sehr Wetter gegen Fun-Shards gemacht wird, bzw dass es so herausklingt als dürften Shards die OOC nicht verteufeln sich nicht RP-Shard nennen... aber gut, das nur am Rande.

Btw \"Amazonen\" sind keine Rasse. Amazonen sind in der Regel Menschen. Somit eher Beruf, vielleicht Klasse.

Leider habe ich in letzter Zeit die Anmeldungen bzw die Freeshardszene nicht verfolgt, verfolgen können, so dass ich die Tendenz die hier vermutet wird nicht bestätigen kann. Doch offenkundig gehen unsere Meinungen sowieso sehr weit ausseinander, was ein RP- und was ein Funshard ist.

Viele Themen sind angesprochen worden und da ich mich, wie erwähnt, schon den ganzen Tag durch diesen Thread lese, habe ich das meiste auch schon wieder vergessen, doch halt zu Siebenwind wollte ich noch kurz etwas sagen. Als ich noch bzw kurzfristig auf der Suche nach einem Rollenspielshard für mich war, also in der kurzen Phase nach der GD auf Drachenfels und vor der Gründung eines eigenen Shards, habe ich überlegt auf Siebenwind anzufangen. Interessantes Konzept, viele RPler... gerade die Menge an RPlern und die Hoffnung überall jemanden zum Rpen zu finden ließen mich diesen Shard (neben Tremoria) näher ins Auge fassen. Hardcorerp schreckte mich nicht, vor allem da ich bis heute nicht genau weiß was man darunter wirklich versteht, da ich nie woanders als auf Drachenfels oder bei uns gespielt habe. Jedenfalls war ich bereit mich anzumelden und scheiterte... an der Charakterstory. Nicht dass sie nicht angenommen worden wäre, ich bin sicher das wäre sie, hätte ich mir die Mühe gemacht sie zu schreiben. Aber danke und danke nein. Mich persönlich Schrecken Charakterstorys als Bewerbung für einen Shard sehr ab. Ich meine nicht, dass ihr mich falsch versteht, ich schreibe sehr gerne Geschichten. Vieles, vieles auf unserer Homepage stammt aus meiner Feder und auch mein jetziger Char hat schon für einige Stories gesorgt, dennoch ich schreibe eine Geschichte wenn ich mich inspiriert dazu fühle, nie wenn ich dazu gezwungen bin. Zwang tötet für mich jegliche Inspiration und wenn ich unter Zwang schreibe gefällt mir die Geschichte höchstwahrscheinlich nicht und wenn mir die Geschichte schon nicht gefällt, dann zeige ich sie gewiss keinem anderen. Nun ihr bekommt den Dreh. Daher hier mein Veto gegen alle Zwangcharstories dieser Welt!
Musste mal gesagt werden.

Ahja zum Kloscript. Irgendwie zugleich bescheuert und passend dieses Wort...
Ich glaube nicht dass man Run-UO für die Probleme verantwortlich machen kann, oder Sphere dafür in den Himmel loben. Pen & Paper kann klasse oder auch grottenschlecht sein, das hängt immernoch an den Menschen die damit zu tun haben. Dem Meister (Staff, Admin) sowie den Mitspielern. Run-UO, Sphere, Warhammer etc.. das sind doch bloß Vorlagen. Ob es gut wird, das liegt ganz allein an den Leuten die es bearbeiten. Möglicherweise ist es schwieriger in Sphere etwas zu bewegen, aber auch dort gibt es schon \"Bugfreie\" Versionen zum runterladen. Klar als Scripter ist es sehr wichtig auch zu sehen dass man das Mögliche vom Sinnvollen abtrennt. Das ist nicht immer einfach. Man verrennt sich da schnell, aber dafür hat man doch schließlich Mitstaffler, Freunde die einen wieder auf den Boden holen können oder?

Ein Beispiel: vor ca nem Jahr kam bei uns der Wunsch auf Runen herstellbar zu machen. Freudestrahlend arbeitete ich also ein Konzept aus. Man nehme einen Baumstamm, schnitze daraus die Rohrunenform, Male bzw schnitze die Runenzeichnung darauf, benutze Magischen Staub den man dann mittels eines Rituals (Zauberspruch, Hokuspokus) vielleicht noch im Verbund mit Reagenzien anwendet um dann eine unmarkierte Rune zu erhalten. Damit sich das lohnt, würden Runen im Npcvendor teurer gemacht oder am besten ganz rausgenommen werden. Für ersteres bräuchte man Carpentry für letzteres Magery. So oder so ähnlich, möglicherweise noch komplizierter, war mein Plan. Als ich dass dann meiner Mitadministress präsentierte kam von ihr nur ein \"du spinnst\". Klar die ganze Idee war viel zu kompliziert. Möglicherweise realistisch aber ganz bestimmt nichts was man einem Spieler dutzende Male zumuten möchte, schließlich sind Runen ein Alltagsgegenstand. Also liebe Mitscripter: lasst euch ggf. von euren Freunden auch mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen!
*grinsekatze*

Zu den Sonderrassen noch. Ich bin sehr froh, dass es Shards gibt die sich spezialisieren auf bestimmte, vielleicht selbst ausgedachte Rassen. Andererseits ist es genauso klasse Rassen zu haben die man kennt und liebt. Ich zb würde sehr, sehr ungern auf Drow verzichten. Ich mag die Rasse einfach, also warum sollte ich darauf verzichten? Hier ist es denke ich wirklich wiedereinmal die Vielfalt (an Shards) die den Reiz ausmacht. Und natürlich was man (der Staff) daraus macht.

Beispiel Vampire (mein Lieblingsthema). Diese sehr umstrittene (zu Recht) Rasse wäre für mich eventuell auch ein Grund einen Shard nicht auszusuchen. Ich habe in der GD (Götterdämmerung auf Drachenfels, Osi) damals eine Vampirschwemme erlebt, weil Vampire einfach toll sind und jeder (inklusive mir) gerne so einen Char spielt. Doch genau das tötet diese Rasse. Wenn jeder ein Vampir ist, wo ist dann der Reiz? Und genau da kommt der Spielleiter ins Spiel. Bei uns gibt es Vampire, doch ein normaler Spieler wird in seinem ganzen Spielleben möglicherweise nie einen treffen. Sie sind ein Mythos, sprich vielleicht 1% der Spielerschafft hat einen Vampirchar, da unsere Anforderungen an einen Vampirspieler nunmal sehr hoch sind. Ganz einfach um weder den Vampirspielern noch den anderen Rassen ihren Spaß an dieser Rasse zu nehmen. Manchmal muss man eben Grenzen setzen, jedoch sehe ich diese Aufnahmebeschränkung nicht bei allen Rassen. Klar gibt es bei unseren Drow auch einen Drizzt (natürlich nicht unter diesem Namen), jedoch ist er ein Einzelkämpfer und die anderen Drow haben ihm schon ein sehr kurzes Leben prophezeit. Solche Dinge können die Spieler auch sehr gut unter sich Regeln.
Mitglied-56828.12.2006, 12:59 Uhr
Mitglied-1732 hat geschrieben:
Ich finde es ein wenig schade, dass hier doch ein wenig sehr Wetter gegen Fun-Shards gemacht wird, bzw dass es so herausklingt als dürften Shards die OOC nicht verteufeln sich nicht RP-Shard nennen... aber gut, das nur am Rande.

Ich für meinen Teil habe denke ich oft genug klar gemacht, daß ich nichts gegen Funshards habe, es jedoch nicht mein Spielstil ist. OOC und RP schließen sich jedoch gegenseitig aus, da Rollenspiel immer noch per Definition heißt eine bestimmte, möglichst von dem Spieler abstrahierte Rolle darzustellen, die sich der Spieler vorher für seinen Charakter in Grundzügen überlegt hat und die sich natürlich durch die Interaktion mit anderen Charakteren ändern kann, soll und teilweise auch muß. Die Verwendung von OOC dabei führt dazu, daß die gewählte Rolle verlassen wird und damit nicht nur der OOC verwendende Spieler die Rolle seines Charakters aufgibt sondern auch die \"Illusion\" für alle anderen Beteiligten \"zerstört\". Man könnte Rollenspiel auch mit einem gutgemachten Fantasyfilm a la Herr der Ringe, während ein wechseln zwischen RP und OOC eher Filmen wie Spaceballs, Timebandits oder Ritter der Kokosnuss entsprechen würde. Letztere weisen einfach nicht die Tiefe und - ich übertreibe bewußt - \"Dramatik\" auf, welche den Zuschauer oft in den Bann zieht. Deswegen sind sie nicht schlechter und man kann sich ganz gut beim Zusehen amüsieren. Für beide Arten gibt es ein entsprechendes Klientel, daß dabei Spaß hat und sich teilweise auch über eine Schnittmenge verfügt. Genauso sieht es meiner Meinung nach bei Freeshards aus. Wovor man sich jedoch hüten sollte, ist beide Arten zu vermischen, weil man dann einen merkwürdigen Mischmasch produziert, der meist keinem der beiden Klientels gefällt und oft zu OOC-Streitigkeiten führt.
Mitglied-204829.12.2006, 13:44 Uhr
Es gibt für beide Arten, Fun und RP-Shards Nachfrage, sonst wäre die eine oder andere Art schon ausgestorben. Also haben sie auch sicherlich beide durchaus eine Daseinsberechtigung.

Derjenige für den der Spieltrieb im Vordergrund steht, der wird auf einem Funshard eher das finden was er sucht wie auf einem RP-Shard. Wenn jemand Rollenspiel ernst und seriös betreiben will gehört er eher auf einen RP-Shard.

Problmatisch finde ich es herauszufinden, was erwartet mich auf dem Shard XYZ. Wenn ich in vielen Threads lese das es durchaus fröhliche Mischungen unter der RP-Flagge segelnd gibt, dann ist das vielleicht genährt von der Hoffnung einige Neulinge die nicht ganz genau wissen was sie möchten zu ködern und einzufangen. Auf einem RP-Shard wird hingegen der OOC-Nachwuchs entweder angepasst oder rausgeekelt. Ich persönlich würde mir eher in den Allerwertesten beissen, als anklingen zu lassen wir hätten einen Fun-Shard, aber deswegen verteufel ich sie nicht.
Mitglied-58002.01.2007, 13:20 Uhr
Auch ich habe nichts gegen Funshards, ich hab auch nichts gegen Fun-RP-Shards solange dem Suchenden sofort klar ist, was für eine Art von Shard (das ist sachlich gemeint, nicht abwertend) er da vor sich hat. Ein Shard, bei dem der Spaß am utzen, persiflieren, glossieren, parodieren oder einfach nur rumjuxen im Vordergrund steht, ist doch nichts Schlechtes - es ist nur einfach nicht das, was ich suche - das weiß ich ganz genau, weshalb ich für mich das Recht in Anspruch nehme, auf den ersten Blick, also möglichst schon in den einschlägigen Listen, erkennen zu dürfen, was mich erwartet, denn im Gegensatz zu so manchem Schüler habe ich nicht die Zeit, mir für jeden Shard einen Account zu erstellen, die HP durchzusehen usw.

Es mag für die jüngeren unter euch schwer zu verstehen sein, aber die erste Generation von P&P-Spielern geht mittlerweile stramm auf die 40 zu (oder ist schon knapp über 40), steht mitten im Leben (und im Job) und hat selber Kinder, Ehepartner, Schwiegereltern - na und Arbeitskollegen und Chefs natürlich *s* - da bleibt für Rollenspiel nicht mehr allzuviel Zeit übrig, dennoch möchte man nicht darauf verzichten.
Mitglied-206103.01.2007, 21:32 Uhr
Um so wichtiger ist es, Fun-Shards nicht zu verteufeln, sondern klar zu machen dass sowohl Fun-Shard als auch RP-Shard nebeneinander existieren können, solange es nicht zu Überschneidungen kommt, die auf dem einen oder dem anderen Shard für Irritationen sorgen.
Das Problem taucht ja eigentlich immer dann auf, wenn exzessives Fun-Shard-RP auf reinen RP-Servern betrieben wird.
Mittlerweile gibt es ja eine ganze Reihe Shards, die sich offen als Fun-Shards bezeichnen und so die passende Clientel suchen, statt sich hinter dem Begriff RP-Shard zu verschanzen, um nicht als anrüchig zu gelten, dabei aber ernsthafte RP'ler enttäuschen würden.
Ist irgendwie genauso wie mit Filmen oder Theaterstücken ... man geht auch nicht in eine Kommödie, wenn man ein episches Drama sehen will, man muss es eben halt nur vorher wissen.
Mitglied-205112.01.2007, 07:45 Uhr
Mitglied-2061 hat geschrieben:... dass sowohl Fun-Shard als auch RP-Shard nebeneinander existieren können, solange es nicht zu Überschneidungen kommt, die auf dem einen oder dem anderen Shard für Irritationen sorgen.

aber ein funshard ist die mischung eines PvP/ooc-shards und eines RP-shards. es ist in ALLE richtungen IMMER eine überschneidung gegeben.

das problem an funshard ist, daß sie in der regel nicht erkennen, funshards zu sein und sich frech als RP-shard sehen und bezeichnen. oder sie bezeichnen sich so, weil sie keinen schimmer von rp haben, will heißen, sie denken, das SEI RP und ein RP-shard und/oder es ist das problem, daß sie einfach aus allen richtungen RPler und PKler ziehen wollen. und das shreddert imho eben RICHTIGE RPshards. es gibt ja kaum noch Rpshards und die konzepte für neue shards lesen sich ja teilweise wie einen schlechten scherz -der entsteht durch RPfeindliche konzepte in verbindung zu der behauptung, es handele sich um einen RPshard.


aber um jetzt nicht komplett nekroposting zu betreiben und ein gegenbeispiel für solche oben erwähnten rp-konzeptleichen zu nennen:
ich lese eben einen post für die suche eines baustaffies (gestern verfasst?). und da merke ich, daß sich da einer wohl einige \"no-gos\" zu herzen genommen hat . ein positives zeichen imho.

{leider leicht unkonsequent, daß es sein plan ist, nicht eine großstadt mit vorbild der d&d, Dsa usw regelwerke zu gestalten, sondern er nur rassenstädte örtlich fusionieren will.}
Mitglied-173212.01.2007, 13:38 Uhr
Gadeiros, es gibt nicht nur schwarz und weiß. Ich kann deinen Unmut in gewisser Weise verstehen, wenn viele Staffler es anders sehen und sich nicht nach deiner Definition eines RP-Shards richten. Vielleicht braucht es da ja einfach mehr oder andere Begriffe. Wie mir scheint versteht der eine unter dem Begriff \"RP Shard\" etwas völlig anderes, als der nächste und beide sind mit ihrer Meinung festgefahren und weichen keinen Deut davon ab. Schlecht finde ich nur die Sicht des anderen nicht zu akzeptieren und als \"keinen Schimmer von RP\" zu bezeichnen.
Mitglied-204812.01.2007, 14:38 Uhr
Mit Verlaub, wir sind am Ende der Reise angekommen. Auf dem Cover von Neverwinter Nights steht auf der Rückseite es sei das am sehnlichsten erwartete 3D-Rollenspiel , das es je gab. Auch andere Hersteller drucken solche Sachen auf die Spiele. :erschreck:

Und weil das da drauf steht, ist das da auch drin. Das muss man einfach akzeptieren. Rp in dem Sinne wie es auf einigen UO-Freeshards gespielt wird, schimmert da aber nicht durch. Wenn man es uns lange genug suggeriert, das solche Games Rollenspiele sind, dann werden wir unsere Definition irgendwann anpassen. Mit Funshards verhält es sich ähnlich. Bedauerliche Minoritäten aus jahrelanger UO-RP Szene die garstig behaupten, sie hätten das wahre echte OnlineRP gepachtet, die hört schon niemand mehr. </ironie>
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