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Stimmungsbild im FreeShard-Sektor

Mitglied-58019.07.2006, 14:16 Uhr
Wenn ihr unzufrieden seid, dann schaut euch doch einfach mal unverbindlich einen Shard an, auf dem wirklich RP groß geschrieben wird und die GMs nicht einfach wegschauen, wenn Leute Mist bauen. Natürlich muß man dabei dann Zugeständnisse bei der Spielerzahl machen, aber sein wir ehrlich: Mit mehr als ca. 4-6 Leuten gleichzeitig zu RPn, ist ohnehin nur selten erbaulich.

Mit etwas Geduld hat man sich rasch eingewöhnt und kennt genug Leute, mit denen man schönes RP erleben kann.

Für alle, die gern Rollenspiel betreiben und sich nicht ständig von OOClern oder Engine-Fetischisten an den Rand gedrängt sehen wollen, kann ich nach wie vor Terra Mystica (http://www.ultimaonline-freeshard.de/) empfehlen.
Mitglied-76920.07.2006, 11:23 Uhr
Mich würde interessieren, wieviel eurer alten Weggefährten (sei es iG oder RL Freundschaften) noch immer mit euch spielen, oder mittlerweile auf \"World of Warcraft\"/\"Guild Wars\" umgestiegen sind... oder vielleicht ganz aufgehört haben. Kann man bestätigen, dass viele aufgrund Job und Familie aufgehört haben?
Mitglied-143320.07.2006, 11:42 Uhr
Mitglied-1971 hat geschrieben:
... mehr und mehr verkommt das IG-Geschehen, meiner Meinung nach, zu eine Art fröhlich bunten Comic-Chat. Es geht weniger darum, seinen Charakter mit allen Konsequenzen zu spielen, sondern vielmehr ums Sammeln von Items, möglichst auch noch in tollen, seltenen Farben (eine üble Krankheit auf 7w). Hauptsache, man hat regelmässig jemanden \"gepwnt\"...

Diese Aussage deckt sich mit meinen eigenen Feststellungen. Und ist nach meiner Einschätzung ein typisches Symptom dafür, woran viele Shards kranken: der Mangel einer klaren Shardpolitik.

Ich rede nicht von der hunderttausendsten Interpration von \"Wir-haben-Orks-und-Zwerge-und-Elfen-und-Werwölfe\" oder \"Wir-haben-373857-verschiedene-Metallegierungen\". Ich rede davon, wie man seinen Shard und die Community dazu formt und ausrichtet.

Viele Shards versuchen noch immer den Spagat zwischen Rollenspiel, Itemflut, Herstellungsketten und einer grossen Spielerzahl. Dieser Spagat funktioniert in der heutigen UO-Zeit nicht mehr. Wenn man viele Spieler will, muss man sich zwangsläufig beim Rollenspiel prostituieren. Wenn man konsequentes Rollenspiel auf seinem Shard will, darf man nicht an den Spielerzahlen kleben. Wenn man eine harmonische Community will, darf man nicht an jedem Forenaccount kleben.

Viele Shards versuchen noch immer, all dies gleichzeitig zu erreichen. Und das geht (zumindest in der heutigen Zeit) nicht mehr. Wer ein konsequentes Konzept umsetzen will, muss zwangsläufig in anderen Bereich Einbussen hinnehmen. Wer z.B. viele Spielerzahlen will, muss zwangsläufig damit rechnen, dass der von Sephi zitierte \"IG Comic-Chat\" entsteht.

Ich persönlich würde mir daher mehr \"ehrliche\" und \"konsequente\" Shardkonzepte wünschen. Mehr differenzierbare Shards. Und zwar nicht differenzierbar im Sinne von Anzahl Legierungen oder toller Gumps, sondern differenzierbar im Sinner der Shardpolitik und -strategie:

\"Wir legen Wert auf eine harmonische Community, pfeif auf die Anzahl Forenaccounts\"
\"Wir legen Wert auf konsequentes Rollenspiel, pfeif auf die IG Spielerzahlen\"
\"Wir legen Wert auf hohe Spielerzahlen, pfeif auf phantasievolle Spieler\"

Solche Aussagen würde ich mir von Shards vermehrt wünschen. Natürlich gibt es diese Aussagen, aber häufig sind sie nicht mehr als Lippenbekenntnisse.

Ich spreche im übrigen aus eigener Erfahrung. Auf Midgard versuchen wir ganz konsequent eine partnerschaftliche und erwachsene Community zu formen. Die Schattenseite davon ist, dass wir schon viele aktive Spieler fortschicken oder bannen mussten, weil sie weder OG noch IG zu unserer Vision von Midgard gepasst haben. Das wirkte sich natürlich negativ auf die Zahl aktiver Spieler aus. Aber die Vision einer funktionierenden Community war und ist uns wichtiger als die Anzahl Accounts.
Die geringeren Spielerzahlen kompensieren wir wiederum mit sehr intensiven, epischen Questreihen, die speziell auf kleine Spielerzahlen zugeschnitten sind. Man muss also flexibel reagieren, wenn man versucht, einen konsequenten Weg zu beschreiten.

Ich glaube, in Zeiten wachsender MMORPG-Konkurrenz (ich rede jetzt bewusst nicht von sinkenden UO-Spielerzahlen) muss sich die UO-Shardszene neue Nischen, neue Angebote suchen. Shards müssen sich mit konsequenten und klaren Konzepten diversifizieren. UO Mittelerde ist z.B. für mich ein positives Beispiel dafür. Obschon ja viele über UO-ME die Nase rümpfen, haben sie immerhin eine extreme konsequente Strategie, was sie höher priorisieren: Spielerzahlen, Shardkonzept, schicke Items/Gumps, Rollenspielniveau oder Communityklima. Man muss UO-ME nicht mögen, aber immerhin gehen sie einen konsequenten Weg und setzen in den genannten Bereichen klare Prioritäten. So eine Strategie wird einem zwar keine galaktischen Spielerzahlen (mehr) bescheren, aber nach meiner Erfahrung bekommt man dadurch eine kleine, aber enorm treue Spielerschaft.
Mitglied-194120.07.2006, 13:35 Uhr
Was Mitspieler angeht: Wir haben damals zu sechst angefangen, UO unsicher zu machen. Das war vor ungefähr zwei Jahren. Übriggeblieben sind zwei. Der Rest hat gänzlich aufgehört und sich lieber dem CS etc. verschrieben.
Mitglied-196820.07.2006, 21:44 Uhr
Mitglied-1433 hat geschrieben:
Viele Shards versuchen
.....
eine kleine, aber enorm treue Spielerschaft.

Von oben bis unten zitiert (bei mmir bisserl abgekürtzt) bekommst das \"Grüne Eichenblatt\" - *ihr das grüne Eichenblatt ansteckt*. Das goldene gibt's bei den Erbsenzähler *ihr zublinzelt*

@ alandriel

Aus der ersten Ära (1998/9): 1 , das ist aber nun so 50/50 im off-Bereich, er rennt mit seiner Freundin irgendwo auf'm Shard herum. Eine langjährige Freundin aus dieser Ära hat sich sogar ganz aus dem ICQ verabschiedet.

aus der 2. Ära (2002/3): 1 = heute noch bei mir, sowohl off als auch mit Pixelfigur

aus der 3. Ära: 0 (mit dieser Art Rollenspiel bekommt man keine Freunde :D - bin nur den Göttern (Staff oder Ersatzfiguren) Rechenschaft schuldig.

So Plauderkammeradschaften sind da nicht aufgeführt. Nur was festes, mit Wurzel.

So tendenziel hat sich vieles aufgelöst mit Weggang von UO. Das fing schon mit diesen Snippergames an, ging über diese Schiffgeschichte im 2. Weltkrieg bis zu WoW. Sowas interessiert mich ja weniger. Manche auch diese Dinge zockten, wo Tabellen im Mittelpunkt stehen. Klickst an: lerne kämpfen, dann probekampf... ausloggen. Anderntags einloggen und lesen: bist müde, hast Kampf verloren. So in der Art. So wurds immer weniger...
Mitglied-76920.07.2006, 23:23 Uhr
Mitglied-1968 hat geschrieben:
Manche auch diese Dinge zockten, wo Tabellen im Mittelpunkt stehen. Klickst an: lerne kämpfen, dann probekampf... ausloggen. Anderntags einloggen und lesen: bist müde, hast Kampf verloren. So in der Art. So wurds immer weniger...

Browsergames... oha... manche stellen sich den Wecker um Nachts um 4 einen Bauprozess anzustoßen... Naja, UO hat wohl Konkurrenz in alle Richtungen :a_augenruppel:

Meist argumentieren \"Browsergamer\", dass UO zuviel Zeit verschlingt, allerdings hängen die meistens genauso lange in Foren herum oder zählen die Sekunden herunter, bis ihr dingsdabumsda fertig ist. Unterm Strich dasselbe. Najo, jedem das, was er mit seinem Gewissen vereinbaren kann ^^
Mitglied-56821.07.2006, 08:39 Uhr
Anais, ich kann dir in fast allen den von dir genannten Punkten zustimmen und habe sowohl in diesem als auch in anderen Threads mehrfach betont, daß ein strigentes Festhalten an einem Konzept und die Ausfüllung der RP-Nische sicherlich das sind, womit UO auf Dauer lebensfähig bleibt. Jedoch halte ich Mittelerde hierfür für ein überaus schlechtes Beispiel. Sicherlich hat man an dem Konzept einer möglichst detailgetreuen Umsetzung von Tolkiens Mittelerde festgehalten, aber dabei vergessen, daß man in der heutigen Zeit keine Projekte mehr konzipieren sollte, welche mindestens dreistellige Spielerzahlen benötigen, um funktionieren zu können, was sowohl auf die Kartengröße als auch die Herstellungs- und Lernkonzepte zutrifft. Wenn man selten auf andere Spieler trifft, weil die entsprechende Spielwelt so groß ist und / oder fast jedes mal sehr lange suchen muß, bis man jemanden findet, der einem Dinge herstellt, ist ein Konzept einfach - um es vorsichtig auszudrücken - schlecht durchdacht und wird kaum eine Community dauerhaft binden, egal wie konsequent man bei dessen Umsetzung ist. Ein schlechtes Konzept wird nicht dadurch gut, weil man an diesem festhält.
Mitglied-143321.07.2006, 09:04 Uhr
Mh, das stimmt natürlich, Azhrarn. Ich hatte gedacht, sie hätten die Herstellungs- und Lernkonzepte mittlerweile revidiert.
Mitglied-196821.07.2006, 10:47 Uhr
so weit ich gelesen habe, kam wer an von dort und hat gemeint - sie ändern es.

Bei einer Entwicklungszeit von mehreren Jahren - glaube vier - sind die Playerzahlen so utopisch nicht. Nur ob man diese mit diesem Konzept erreicht, scheint auch vier Jahre zurückgedreht, recht fraglich. Kann man aber letztendlich nicht mehr mit Bestimmtheit beantworten. Bleibt spekulativ. Das man ein derartiges System nicht jedes Jahr den Begebenheiten anpassen kann, liegt auch auf der Hand. Irgendwann soll es ja losgehen.
Mitglied-105321.07.2006, 11:28 Uhr
@ Anais Ohne Kritik an dir oder deinen Aussagen treffen zu wollen, aber irgendwie stehen deine Aussagen konträr zu der letzten ziemlich euphorisch klingenden News auf eurem Shard.

Ich zeig dir was ich meine






Viele Shards versuchen noch immer, all dies gleichzeitig zu erreichen. Und das geht (zumindest in der heutigen Zeit) nicht mehr. Wer ein konsequentes Konzept umsetzen will, muss zwangsläufig in anderen Bereich Einbussen hinnehmen. Wer z.B. viele Spielerzahlen will, muss zwangsläufig damit rechnen, dass der von Sephi zitierte \"IG Comic-Chat\" entsteht.

Ich persönlich würde mir daher mehr \"ehrliche\" und \"konsequente\" Shardkonzepte wünschen. Mehr differenzierbare Shards. Und zwar nicht differenzierbar im Sinne von Anzahl Legierungen oder toller Gumps, sondern differenzierbar im Sinner der Shardpolitik und -strategie:

\"Wir legen Wert auf eine harmonische Community, pfeif auf die Anzahl Forenaccounts\"
\"Wir legen Wert auf konsequentes Rollenspiel, pfeif auf die IG Spielerzahlen\"
\"Wir legen Wert auf hohe Spielerzahlen, pfeif auf phantasievolle Spieler\"

Solche Aussagen würde ich mir von Shards vermehrt wünschen. Natürlich gibt es diese Aussagen, aber häufig sind sie nicht mehr als Lippenbekenntnisse.




Und das fand ich in euren News an oberster Stelle:


Heute haben wir den 800. Account freigeschaltet und damit einen neuen Rekord für Midgard erreicht. In den letzten 12 Wochen hatten wir damit einen Zuwachs von über 30% zu verzeichnen. Wir freuen uns sehr über das grosse Interesse an Midgard, das offenbar trotz WM und Sommerloch anhält.

Ein herzliches \"Willkommen\" allen neuen Gästen und Spielern.





Natürlich ist an eurer Freude nicht verwerfliches und ich finde es auch toll, dass ihr Spielerzuwachs verschreiben könnt, aber dann bitte nicht solche Aussagen wie dort oben, vor allem wenn man sogar selbst ausführliche Statistiken führt. Und vor allem kein Vorwurf an die anderen, denn seien wir doch mal ehrlich, welcher Shard ist nicht in erster Linie darauf fixiert so viele Spieler wie möglich zu halten.
Mitglied-143321.07.2006, 12:32 Uhr
Du siehst einen Widerspruch, wo es keinen gibt. Dass die Accountzahlen trotz deutlicher Selektion steigen, ist kein Widerspruch. Was bei der News nicht steht, ist, dass wir deutlich höhere Zahlen haben könnten, wenn wir nachlässiger freischalten würden. Die Zahlen wären ca. 10% höher, wenn wir nicht so sorgfältig sieben würden.

Es hat schon alles seine Richtigkeit (-:
Mitglied-161621.07.2006, 13:45 Uhr
Nur 10%? Da sieben wir irgendwie mehr aus :-) Alleine die Stories die nedmal annähernd irgendwas mit dem Shard zu tun haben... Dann alle die Supermagier... Nicht zu vergessen alle Assasinen-Elfen... :-)
Mitglied-143321.07.2006, 13:52 Uhr
Das kann tausend Gründe haben, warum ihr so viel mehr \"Ausschuss\" bekommt als wir. Ist aber dennoch irgendwie off topic für diesen Thread ^^
Mitglied-194121.07.2006, 16:08 Uhr
Was mich mehr interessieren würde, als Spielerzuwachs ist die Frage, der Langzeitmotivation der neuen Spieler. Sprich, könnt ihr viele der Neuen halten oder springt auch ein großer Teil wieder ab? Wie steht es mit Accountsäuberungen für inaktive Accounts? Gerade unsichere Spieler berwerben sich auf mehreren Shards gleichzeitig und bleiben auf dem, der ihnen am besten gefällt.
Mitglied-173221.07.2006, 19:51 Uhr
Mitglied-1941 hat geschrieben:
Wie steht es mit Accountsäuberungen für inaktive Accounts?

Das würde mich generell einmal interessieren *denkt über einen extra Thread nach*. Wir führen das sehr konsequent durch, sprich alle 6 Monate wird gelöscht was bis dato nicht eingeloggt ist, leere Accounts sogar schon nach 2 Monaten. Daher hält sich unser Accountlevel auch immer ca bei der gleichen Zahl von ~150. Wobei wir hier einen langsamen aber stetigen Zuwachs verzeichnen.

Bei einem andren Shard hab ich erst kürzlich gelesen, dass dort gar keine Accountlöschung stattfindet, da es ja sein kann, dass man aus welchen Gründen auch immer sehr lange weg ist. Ich persönlich denke da anders drüber..

Wie wird denn das bei euren Shards so gehandhabt? *neugier*
Mitglied-200905.09.2006, 09:46 Uhr
Mitglied-1732 hat geschrieben:

Bei einem andren Shard hab ich erst kürzlich gelesen, dass dort gar keine Accountlöschung stattfindet, da es ja sein kann, dass man aus welchen Gründen auch immer sehr lange weg ist. Ich persönlich denke da anders drüber..

Wie wird denn das bei euren Shards so gehandhabt? *neugier*

Wuerde mich auch mal interessieren wie da so die Erfahrungen sind. Wir loeschen sehr behutsam - eigentlich sogar nie. Und wir hatten es schon desoefteren dass Spieler zum Teil nach einem Jahr wieder dazugekommen sind. Kennt wohl jeder hier dass man manchmal einfach die Nase vo UO mal voll hat :)
Ich sehe nicht so den Vorteil im Zwangsloeschen (ausser vielleicht as die Statistik etwas sauberer ist, aber da wir da eh eigene Tools benutzen die von Aktivitaet und nicht von reinen Accountzahlen ausgehen ist das fuer uns auch nicht so relevant)
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