Anch und Kasim hatten es geschafft. Mit viel Geschick im Handeln und so manchem Trick hatten sie sich ein riesiges Gelände zusammengekauft, das noch im Bereich von Yew liegt. Tricks hatte mehr Anch angewendet, aber sie hatte auch die schwierigsten Verhandlungspartner gehabt. Kasim hatte sich mehr auf den Handel vor Ort spezialisiert.
Anch hatte Grundstücke erschlossen, gekauft, verkauft und so innerhalb der letzten Jahre einiges an Vermögen gewonnen. Die ruhige Art Kasims hatte zu ihrem Erfolg beigetragen, denn insgesamt war sie ruhiger und besonnener geworden. Und dies zahlte sich aus, wie man jetzt sah.
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Sie durften sich jetzt Patrizier von Yew nennen.
Das bedeutete nichts anderes als die Bezeichnung für Grundbesitzer und Fernhandelskaufleute. Dies musste nur noch von Lord Dron Missa als derzeitiger Lord von Yew bestätigt werden.
Die Pflichten und Rechte besaßen sie schon.
Sie musste ihm auch noch mitteilen, das sie eine offizielle Handelslizenz erhalten hatte und man ihr sogar einen Teil eines zentral gelegenen Gebäudes in Trinsic zugesprochen hatte.
Anch würde ein Fest veranstalten, bei dem Dron dies offiziell bekannt gab, nahm sie sich vor.
Gleichzeitig würde dieses Fest als Einweihung für das Haus, dessen Bau so gut wie fertiggestellt war und die Nebengebäude dienen. Nur die Wenigsten kannten das Bauwerk und die Umgebung.
Kasim würde der Part des Führers durch das Land herhalten müssen, denn den Gästen sollte alles gezeigt werden, was es zu sehen gab.
Schwer zu entdecken, aber nur ein paar Schritte vom Haupthaus entfernt lag zum Beispiel das Gästehaus.
Zukünftig wurden hier die Gäste und Freunde einquartiert, die über Nacht hier in Yew bleiben wollten.
Auch für Geschäftspartner war es gut gelegen.
Bild 2 (http://www.morlott.de/homepages/Bildersammlung2/council/patrizier2.jpg)
Noch fehlte die Einrichtung, aber der Haushandwerker Jimmy stellte diese Dinge in seiner Werkstatt schon fleißig her.
Ein Stück nach Norden lag das von Anch persönlich eingerichtete Heilergebäude.
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Ein Angestellter versorgte dort rund um die Uhr Verletzte oder Hilfesuchende mit Rat und Tat.
Wandernde Heiler waren in der ganzen Gegend zu finden, da schon seit einiger Zeit bekannt war, das es hier immer eine warme Suppe und einen Schlafplatz gab.
Bild 4 (http://www.morlott.de/homepages/Bildersammlung2/council/patrizier4.jpg)
Kasim hatte ein Stück die Straße hinunter eine kleine Farm bauen lassen, die schon bewirtschaftet wurde. Auch hier waren Gäste gern gesehen.
Bild 5 (http://www.morlott.de/homepages/Bildersammlung2/council/patrizier5.jpg)
Selbst an einen Ankerplatz hatte er gedacht. Handelsschiffe und Schiffe mit Besuchern, Geschäftspartnern und Reisenden konnten gefahrlos an Land kommen und entlang der befestigten Straße sicher ihrer Wege ziehen.
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Das Kasims und Anchs Reichtum sich weiter mehren würde, auch wenn sie Abgaben an den Lord zu leisten hatten, war klar.
Sowohl der reiche Baumbestand als auch die hochwertigen Minen auf ihrem Grund würden dies möglich machen.
Anch hatte einige Bergarbeiter angestellt, die jede Art von Metall gefunden hatten und seither wurde in den Minen hart gearbeitet. Der Lohn war gut, deshalb hatte sie keine Sorge um fehlende Angestellte.
Bild 7 (http://www.morlott.de/homepages/Bildersammlung2/council/patrizier7.jpg)
In Hülle und Fülle war Nahrung zu finden. Das Gebiet war ein gutes Jagdgebiet und ein Mitarbeiter verdingte sich als eine Art Waldwächter, um den Bestand und die Qualität zu überwachen.
Anch nannte ihn hinter seinem Rücken gern Waldschrat. Den Ausdruck hatte sie mal irgendwo gehört und fand ihn einfach zu niedlich.
Wild gewordendes Haustiere und sogar einige Reittiere, die man leicht zureiten konnte, waren im Wald zu Hause und lebten neben den reinen Wildtieren friedlich vor sich hin.
Im Verhältnis gab es so gut wie nichts, was den Frieden störte. Einzig ab und an eine Schar Briganten versuchte ab und an, Unruhe zu stiften. Reisende wurden überfallen, Diebstähle wurden begangen.
Doch hielt es sich in Grenzen. Nicht zuletzt waren die Wachen, die Kasim eingestellt hatten, wahre Kämpfernaturen. Wer weiss, wo er die her hatte.
Dies gehörte aber auch zu den Pflichten, die man auferlegt bekam, wenn man Land in Yew sein Eigen nannte. Für Recht und Ordnung zu sorgen.
Da war es nur von Vorteil, selbst zur Garde in Yew zu gehören, um auch offiziell an Informationen, Neuerungen und Regelungen zu gelangen.
Das Training war kostenlos, sie erhielten sogar noch Sold dafür. Was wollte man mehr?!
Hauptmann Ansgar war sehr großzügig was Freizeiten und Freistellung anging, solange es rund um die Uhr Wachposten gab, die ihren Dienst versahen.
Weit im Süden an der Landesgrenze war ein Orkfort. Es war ziemlich groß und stand unter ständiger Beobachtung durch Angestellte des Hauses. Man wusste ja nie, was diese stinkenden, grunzenden Wesen wiedermal anstellten und wollte sichergehen, das sie da blieben, wo sie hingehörten.
Mehr oder minder gnadenlos wurde gegen sie vorgegangen, wenn sie sich zu nahe auf das Land von Kasim und Anch wagten.
Bild 8 (http://www.morlott.de/homepages/Bildersammlung2/council/patrizier8.jpg)
das Fort war eine gute Gelegenheit, Kampfübungen zu erproben. Seit einiger Zeit war selbst Anch, die sonst als sehr verträglich galt was das anging, in ihrer Haltung gegenüber der Rasse Ork sehr hart geworden.
Für sie gab es keine großen Diskussionen mehr. Um so mehr, als das es hier ihren eigenen Besitz zu schützen galt.
Die neusten Unruhen zeigten, das sich irgendwas tat in Bezug auf die Orks. Man würde vorsichtig sein müssen.
Drows und ähnlich finsteres Gesindel tauchte so gut wie gar nicht auf. Dazu lag das Land zu abgelegen. Und war auch noch halb von Wasser und Halb von Fels umgeben.
Anch hatte sich in diese Gegend verliebt und Kasim ebenso. Jetzt galt es erst mal einen Termin für das Fest festzulegen. Anch begann zu grübeln und zu überlegen.
Kasim und Anchs Besitz
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