Die thailändische Regierung will zum Schutz der Jugend Online-Spiele und Internetcafes während der Nacht sperren
Erst einmal scheint die Maßnahme zeitlich beschränkt zu sein. Vom 15. Juli bis 30. September soll der Zugang zu Online-Spielen auch auf Servern im Ausland zwischen 22 Uhr Abends und 6 Uhr Morgens gesperrt werden. Dafür müssen die Internetprovider sorgen. Die Internetcafes trifft es besonders hart, die während dieser Zeit ganz zusperren müssen. Nach dem Informations- und Kommunikationsminister Sura-pong Suebwonglee werden die thailändischen Games-Provider mit den ausländischen Spieleherstellern in Kontakt treten, um die Lizenzverträge zu verändern und die Restriktionen dauerhaft zu verlängern.
Der Minister sorgt sich vor allem darum, dass die Kinder und Jugendlichen ihren notwendigen Schlaf erhalten sollen: "Sie sollen nicht zu diesen Stunden während der Schulzeit oder der Ferien, an Wochentagen oder am Wochenende spielen." Diese Maßnahme wird allerdings erst der Beginn sein, denn das Ministerium plant eine ganze Reihe weiterer gesetzlicher Vorschriften für Online-Spiele. Es wird daran gedacht, dass alle zwei Stunden ein Spiel zwangsweise abgebrochen wird oder dass Ausweise verlangt werden, um unanständiges Verhalten oder Geschäftemacherei zu verhindern, da manche auch das Spielen als Job betreiben.
Der Minister hatte sich schon einmal mit Verantwortlichen von Asia Soft getroffen, die Ragnarok Online, das populärste Spiel aus Korea in Thailand, anbieten. 600.000 Thailänder haben sich bei dem an sich harmlosen, Online-Spiel registriert, täglich seien 200.000 Spieler hier aktiv und würden stundenlang spielen. Vergleichbar mit China ( 800.000 Menschen gleichzeitig bei einem Online-Spiel) oder Korea krempeln Online-Spiele, die einen lukrativen Markt darstellen, die Lebensgewohnheiten vor allem der Jugendlichen um. Die Firma hat offenbar angeboten, ein System für das Rollenspiel zu entwickeln, um außergewöhnliche Tausch- und Geldgeschäfte - das virtuelle Geld heißt "zeny" - feststellen zu können. Das virtuelle Geld könne nämlich dazu führen, dass um wirkliches Geld gespielt wird und so das Rollenspiel zum Glücksspiel wird.
Die Androhung, die Online-Spiele Nachts zu unterbrechen, hat offenbar schon die Ragnarok-Spieler erzürnt. Dabei waren nicht nur Kinder, denn viele scheinen sich beschwert zu haben, dass sie tagsüber arbeiten müssten und erst spät Nachts Zeit zum Spielen hätten. Der Jugendschutz verhindert nach der geplanten Maßnahme auch die Erwachsenen in Thailand am Spielen
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Walte Gottfried, dass wir hier von derartigen Bevormundungen verschont bleiben.
Aber wer die "Oberen" kennt, der weiß das (fast) alles möglich ist...

















