"Warum immer warten, und vor allem worauf warten? die Menschen haben uns deutlich gezeigt was sie wollen! Je länger wir warten, um so besser werden sie sich auf uns vorbereiten!
Ich werde euch diesen Beweis liefern meine Brüder! "
Mit diesen Worten war der junge Drache losgeflogen, entschlossen und wutentbrannt, in Richtung der Menschensiedlungen. Die Mittagssonne tauchte das Meer in eine leuchtend blaue Farbe, und deutlich hob sich seine glänzend rote Haut vom Ozean ab.
Er zweilfelte an den Worten der Alten, die noch immer Bedenken hatten, daß zu vorschnell gehandelt würde.
Wir haben unsere Entscheidung bereits gefällt!
So war es, es war beschlossen. Jetzt mussten den Worten endlich Taten folgen. Als damals seine Mutter ermordet wurde, hatten unsere Feinde auch nicht gezögert. Traurig und grimmig dachte der junge Drache an jene Tage zurück.
die Kampfverletzungen die er mitbringen würde, ja sie werden diesem Zögern ein Ende bereiten. die Schmerzen die er ertragen würde deswegen, nun er war sie seiner Mutter schuldig.
Die Silhouette des Festlandes tauchte vor ihm auf.
Seine scharfen Augen zeigten ihm eine einsame Gestalt am Strand. Und sie trug ein Schwert.
Im Tiefflug flog er diese Gestalt an, sie würde sich schon zur Wehr setzen. Über die Gestalt hinwegrasend liess er seinen Flammenatem auf den Strand niedergehen. Doch verfehlte er den Mann. Er flog eine Wende und setze erneut zum Angriff an.
Er sah wie die Gestalt ihr Schwert zog.
"Ja! Kämpfe Mensch!" dachte er sich und triumphierte innerlich.
Der Mann lies sein Schwert auf den Boden fallen.
Verwirrung erfüllte den jungen Drachen und er versäumte es ihm rechtzeitig seinen todbringenden Atem entgegenzuschleudern.
Er will nicht gegen mich kämpfen? Er hat Angst! Ja er ist ein Feigling und trägt sein Schwert nur aus Prunk!
Es wird andere geben.
Mit diesem Gedanken flog er Richtung der Stadt.
Schnell war der Platz dort im Osten der Stadt mit Menschen übersäht. Und sie trugen Waffen. Waffen die auch einem fliegendem Drachen schaden können.
Ja diese würden kämpfen.
Erneut liess er in einem Sturzflug seinen Atem ohne Vorwarnung hinab auf die Strasse lodern. Wieder traf er sein Ziel nicht, geschickt wichen die kleinen Ameisen seinem Angriff aus.
Aber sie zogen ihre Waffen. Ein leichter Anflug von Furcht machte sich in dem jungen Drachen breit, wurde aber schnell von Wut und Entschlossenheit verdrängt.
Nacheinander liessen die Gestalten dort unten ihre Waffen fallen. Bögen, Schwerter und Armbrüste fielen auf die Strasse.
Fassungslos kreiste der junge Drache über der Menschenmenge, hatte er Sekunden zuvor noch die ersten Geschosse die seinen Körper treffen erwartet.
"IHR WERDET KÄMPFEN WENN ES SOWEIT IST...IHR WERDET KÄMPFEN ODER STERBEN WENN WIR KOMMEN! "
Seine letze Wut zusammennehmend brüllte er die Worte hinab auf die Menge. Gegenrufe drangen an sein Ohr, doch er nahm sie nicht wahr. Sein Vorhaben war gescheitert.
So flog er zurück Richtung Nordosten, ins ewige Eis wo sie nun schon viel zulange ausharrten.
Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf.
Menschen lassen sich nicht einfach töten. Sie haben gelernt die Gutgläubigkeit der Alten auszunutzen. Sie werden wieder versuchen uns zu blenden, um uns dann in aller Heimlichkeit wieder in den Rücken zu fallen, wenn wir glauben es wäre Frieden. Nein diesmal nicht. Diesmal würden sie sich nicht blenden lassen. Diesmal wird offen gekämpft werden, Seite an Seite mit allen Brüdern und Schwestern, kein Drache wird ihnen jemals wieder alleine und hilflos ausgeliefert sein, weder jung noch alt. Es war beschlossen. Mutter, es ist beschlossen...
Auszug aus der derzeitigen Quest "Der Bund der Ersten" by Sir Ismael
i.A. Sir Daribor
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