Finde das ein ist eine wichtige Information und sollte aus diesem Grunde auf jeder UO Seite zu finden sein.
Aus aktuellem Anlass verfasse ich mal ein How-to für den Fall, das der Verdacht eines Account-Hacks besteht. Am Ende ist dann noch eine kleine Zusammenfassung von Regeln, wie ihr einem Accounthack möglichst weit aus dem Weg geht.
Also, ihr loggt eines guten Tages ein und eure Chars sind tot / gelöscht / rot, euer Haus ist nicht mehr eures bzw. es steht nicht mehr da, sondern ein neues hat den Platz eingenommen. Eure Bargeldreserven sind Vergangenheit, eure Rares/Gifts sind weg und es schießt nur noch ein Gedanke durch den Kopf: Account hacked...
Ganz wichtig ist es nun erst einmal, die Ruhe zu bewahren. Ihr seid in diesem Moment nicht allein, sondern habt einen Haufen Freunde & Helfer:
1. GM rufen.
Dank Log-Dateien haben die Jungs in Rot ne handvoll Möglichkeiten und wenn ihr vernünftig mit ihnen redet, sind sie sehr kooperativ. Schildert, was euch passiert ist, wann ihr das letzte mal eingeloggt wart, was ihr verloren habt und teilt dem GM mit, das ihr Anzeige erstatten wollt.
OSI ist hinter Account-Hakern ebenso her wie ihr oder jeder andere. Sie werden - sollte sich der Verdacht des Hacks bestätigen - alle notwendigen Daten zur Ermittlung des Täters zur Verfügung stellen. Allerdings - und das ist wichtig - nicht euch, sondern der Staatsanwaltschaft. Deshalb...
2. Zur Polizei & Anzeige erstatten.
Euch wurde nicht nur ein Spiel zerstört, sondern erheblicher materieller Schaden zugefügt. Wie man mit einem Blick auf eBay sehen kann, geht es um Geld, viel Geld. Die Zeit, die man mit der Erarbeitung der Chars verbracht hat, bezahlt einem leider keiner, aber die Mios, Rares, das Haus, die Gifts usw. sind allesamt Geld wert, also liegt eine Straftat aus niederen Beweggründen vor (mal abgesehen von dem Verstoß gegen das Telekommunikationsgesetz usw). Geht zur Polizei und erstattet Anzeige. Das kostet nichts außer etwas Zeit, kann aber schneller als man denkt dem Hacker das (virtuelle) Licht ausknipsen.
Wichtig
Wenn ihr der Polizei erst einmal klargemacht habt, das tatsächlich ein Straftatbestand vorliegt, habt ihr euren Teil erfüllt. Eventuelle Mails von OSI leitet ihr direkt weiter an die Polizei (am besten ausgedruckt & hingebracht). Bis hierher sind euch keine Kosten entstanden! Ihr braucht keinen Anwalt!
Den braucht ihr erst, wenn ihr den Hacker auf Schadenersatz o.ä. verklagen wollt. Seid ihr rechtschutzversichert? Dann könnt ihr im (folgenden) Prozess als Nebenkläger auftreten und Schadenersatz fordern. Das ist dann unabhängig vom Strafprozess und ob es sich lohnt ist höchst fraglich. Aber das muss jeder selbst entscheiden, notwendig ist es nicht.
3. Alles erledigt? Nicht ganz...
Vielleicht bekommt ihr in den folgenden Tagen / Wochen den einen oder anderen Hinweis, wer für euren Hack verantwortlich sein könnte. Leitet entsprechende Daten an die Polizei weiter. Die können damit mehr als ihr anfangen.
Die Chancen...
...stehen nicht schlecht. Ihr müsst euch immer folgendes vor Augen halten: Jeder, der sich im Netz einwählt, hinterlässt Spuren. Die sehen so aus:
Hacker loggt sich in UO ein. Hacker loggt sich auf eurem Account ein. OSI registriert die IP, mit der sich der Hacker eingeloggt hat und diese wird gespeichert, zusammen mit Datum, Uhrzeit usw.
Ihr erstattet Anzeige und OSI leitet die Daten bereitwillig an die Staatsanwaltschaft weiter. Diese kann aufgrund der IP feststellen, welcher Provider von dem Hacker genutzt wurde und kontaktiert diesen mit den von OSI übermittelten Daten. Der Provider wiederum hat sämtliche IP-Zuweisungen über einen bestimmten Zeitraum gespeichert, kann also sofort die entsprechenden User-Daten passend zu IP, Datum und Uhrzeit an die Staatsanwaltschaft übergeben. Diese erheben Anklage und schon haben sie den Hacker an den Juwelen.
Eine Einwahl über Call-by-Call-Provider nützt dem Hacker 1x garnichts. Da diese ebenfalls ihr Geld haben wollen, ist in den Logdateien der Telefonanschluß vermerkt, über den die Einwahl stattfand und diese führt wieder zu dem Hacker, genauer: zu seinen Juwelen :-)
Die Staatsanwaltschaft nimmt - gerade in der heutigen Zeit - solche Sachen wie Online-Kriminalität immer ernster. Selbst hier in Deutschland wachen die langsam auf. Wenn ihr schnell genug reagiert (mit der Anzeige), stehen eure sehr Chancen gut, den Kerl abzuschießen. Nur nicht den Kopf in den Sand stecken!
Quelle: UOB (http://ultimaonline.gamigo.de/forum)

















