Mitglied-1732 hat geschrieben:
Also da ich auf meinem Shard immer sowohl Staffler als auch Spieler war, kann ich wohl sagen, dass ich mit dem Staffdasein wohl besonders die sich bietenden Möglichkeiten genossen habe. Ich habe, was als Admin ja kein Problem ist, eigentlich überall mitgemischt. Sei es beim Bauen, Questen, Scripten et cetera. Ich bin gerne Chef, organisiere gerne Dinge und halte sie am Laufen. Das bringt mir Spaß. Dinge in Gang setzen, sehen wie sie sich entwickeln und vielleicht ein wenig Verwirrung unter den Spielern stiften.
Was ich nie wirklich mochte dagegen war das Gespräch mit \"schwierigen\" Spielern. Obwohl ich mir auch nicht vorstellen kann, dass das jemand gerne macht, sind solche Gespräche nicht meins.
Als Spielercharakter ist es dagegen etwas anderes. Eintauchen in eine Fantasywelt. Die Chargeschichte weiterentwickeln, andere Charaktere kennenlernen. Freundschaften, Feindschaften bilden. Klasse.
Das trifft so ziemlich des Pudels Kern, jedenfalls meine persönlichen \"Triebe\" bestens... :biggrin:
Da ich mich von Anfang an auf Konzepte und Weltbau konzentriert habe habe liegt es nahe zu sagen, ich \"erschaffe\" gerne und genieße es zu sehen, wie Spieler darauf reagieren. Eine Welt zu erleben ist eine Sache, sie aber mehr oder weniger völlig neu zu erfinden eine ganz entscheidend andere. Und wenn man ehrlich ist, bietet nur UO ein so enormes Community Potential und Kompatibilität zwischen Engine und Geschichten, dass es erst möglich macht sich quasi seine eigene kleine Welt zu basteln.
Grade diese Freiheit reizt zum gestalten und experimentieren, wo bei herkömmlichen pseudo RPGs der gemeine Mod immer durch das Hauptspiel vorbelastet ist und einen schon unfreiwillig handicapt. 8)
Meine Meinung ist jedenfalls auch heute noch, dass UO die einzige Wahl ist, wenn man sich wirklich frei entfalten möchte. Daher ist es auch falsch zu meckern, wenn neue Projekte ihren Werdegang beginnen, eher sollte man es als Möglichkeit sehen wieder ein Stück mehr Auswahl im Programm zu haben.
Im selben Zug sollte man auch nicht immer wieder mit dem thema Shardfusion kommen, denn kein Shard ist wie der Andere. Womöglich ähnlich, aber selbst bei sog. \"lieblos-Projekten\" finden sich Leute, die genau DA und nur DA wirklich Spaß haben können, ohne sich angekettet zu fühlen.
Natürlich wäre es schön viele Spieler zu haben, aber wenn die Wenigen, die spielen Spaß haben und Konzepte, wie auch Aufbauten zu schätzen wissen, dann hat es sich absolut gelohnt \"sein Hobby\" vorangetrieben zu haben. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. :)
Ein weiterer wesentlicher Punkt, der Triebe befriedigen kann ist sicher die vergleichsweise familiäre Atmosphäre innerhalb von Shardcommunitys. natürlich scheiden auch da sich de Geister, aber im Regelfall können die etablierten Shards sich über eine sehr zuvorkommende und zufriedene Stammspielerschaft freuen, die gerne bereit sind mit anzupacken und zu helfen.
Ganz nebenbei entwickeln sich auch Bekannt- und Freundschaften, die oft genug lange halten. Innerhalb von Gilden anderer, moderner RPGs mag das auch der Fall sein, aber UO hat immer noch den gewissen Extratouch.
Last but not least natürlich das RP. Oft genug nah an P&P Tischrunden angelegt, oft vergeblich in der Qualität versucht zu kopieren. Ein WoW, wo explizit RP betrieben wird wirkt auf mich zumindest ungewollt lächerlich. Spätestens dann wenn \"$upaKill00r\"(oder beliebiges anderes Pseudonym) im Chat fragt, wer seine Mudda penetrieren will *räusper* :d_pfeid:
Kurz zusammengefasst:
- Erschaffung einer neuen Welt (mit allem was so dazu gehört)
- Familienleben (im netten, nicht suchtbelasteten Sinn)
- Unerreichtes, ungeschllagenes Rollenspielflair
- open-end-feeling (Es gibt immer was Neues)