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ForenübersichtFreeshardsDas ständige Gejammer über die UO-Wirtschaft

Das ständige Gejammer über die UO-Wirtschaft

Mitglied-58018.05.2008, 13:03 Uhr
Heute mal wieder ein paar provokante Thesen von mir, denn es ist Sonntag und ich warte grad aufs Mittagessen.
Außerdem find ich es traurig, daß hier kaum noch einer was postet. Also los, macht mich nieder. :t_teufelboese:

Auf jedem RP-Shard stellt es sich früher oder später ein: Das Gejammer einiger Spieler, daß es keine funktionierende Wirtschaft auf ihrem Shard gäbe. Meist gerät darauf hin der Staff ans rotieren und vermurkst Loot und NPC-Vendor-Angebote, bis das Spielen keinem mehr Spaß macht. Außerdem schreien alle, daß ja \"alles so ungerecht\" sei, weil die alten Chars immer reicher werden.

Leute... das Problem ist systemimmanent. UO wird auf einem Freeshard _niemals_ auch nur ein annähernd funktionstüchtiges Wirtschaftssystem bekommen. Dazu mangelt es in erster Linie an Spielern. Werden \"Ketten\" gebildet, also z.B.: Rohstoff A nur im Loot, Rohstoff B nur im Loot; Handwerker 1 braucht Rohstoff A um Zwischenprodukt C herstellen zu können, Handwerker 2 braucht Rohstoff b plus Zwischenprodukt C, um Endprodukt D herstellen zu können, so geht das gnadenlos in die Hose. Denn niemand hat Lust und Zeit, ungefähr 90% seiner Zeit damit zu vertrödeln, andere Spieler zu suchen, die ihnen das Notwendige verkaufen. Es folgt daraus, daß das Endprodukt nur in der Theorie auf dem Shard existieren wird, praktisch aber nur dann, wenn ein Spieler es schafft, genügend Nebencharaktere zu erstellen und somit über Itemtransfer an die benötigten Dinge zu kommen (oder über massive OG-Kontakte).

Was die \"Ungerechtigkeit\" betrifft, daß alte Chars immer reicher werden: Auch dies ist systemimmanent. Kleine Monster haben kleinen Loot, große Monster haben großen Loot und häufig noch ein paar tolle Items dazu. Wer jagt die kleinen Monster und muß sich zwangsläufig mit Peanuts zufrieden geben? Yoar, die Noobs. Wer jagt große Monster und sahnt damit mit jedem Kill exponentiell besser ab? Yoar, die ausgeskillten (und mithin alten) Chars. Dazu kommt, daß gerade die Noobs noch jede Menge Plunder brauchen, um glücklich zu werden: Pferd, Packpferd, Haus, tolle Rüstung, tolle Waffen. Das alles natürlich mühsam abgespart von den Peanuts, während die alten Chars das alles schon längst ihr eigen nennen und keine größeren Ausgaben mehr haben, außer für den einen oder anderen Proll-Gegenstand. Lösung? Damit abfinden.
Mitglied-204527.05.2008, 23:17 Uhr
Naja, ich will mal nicht so sein und hier noch mal was dazu kundtun. Im Groben ist ja eigentlich das Wesentliche gesagt und grade das Thema Futterneid im Neuspieler - Altspieler Ringelreihen ist so alt wie das menschliche Miteinander selbst. Und das nicht nur im Spiel :biggrin:

Was kann man noch großartig zur Wirtschaft in UO sagen... sie krankt und krächzt auf jedem Shard. Mal mehr, mal weniger, kann das Konzept noch so gut durchdacht oder komplex sein, perfekt kann es nicht werden. Wie im richtigen Leben.
IG spielen ja zu den üblichen Problemen noch viele andere Faktoren eine Rolle... unterbesetzte, oder überbesetzte Klassen, Ressourcenhorter, Goldhorter, Spielermangel, etc. etc. etc... die Liste kann sie beinahe endlos weiterführen lassen.
Kann oder will der Staff dann nicht einspringen, in welcher Form auch immer, ist dann meistens Feierabend. Die Wirtschaft liegt am Boden, Langeweile macht sich breit, Ware häuft sich (es vergammelt ja auch nix) und schwuppdiwupp hat man eine fleißige Farm mit 100.000 Heuballen und 1,6 Millionen Kohlköppen :p.
Auf der anderen Seite, wie oben schon schön erklärt, sitzt der bedauernswerte Bogner als letzter seiner Art mit 5 Kunden an der Hand und bekommt keine Eisenspitzen, weil der letzte Schmied sich abgeseilt hat.

Meiner Erfahrung und Meinung nach kann sich eine UO-Shardwirtschaft ohne Mitwirken und Kontrolle des Staffs nicht etablieren und halten und ich hab mich mit dem Thema \"wirklich\" auseinandergesetzt... in nackten Zahlen ausgedrückt: auf 50 Seiten Papier, für ein Waren-wirtschafts- Konzept, was vielleicht bei uns zum C-2 Start eingeführt wird. und es ist um Längen nicht perfekt, weil’s einfach kein perfektes Konzept geben \"kann\" :augenroll:

Ahja... und jeder der jammert und stöhnt kann sich ja selber mal was ausdenken zum Thema... und dabei den kompletten Wirtschaftskreislauf inklusive Rohstoffe, Ressourcen, Warenverlaufsverküpfungen, Loot und Dropchance aller Monster, Mengenverhältnisse, Failchancen für Handwerker, Nutzungsdauer, Abnutzung und Beschädigung von Werkzeug/Waffen/Rüstungen und Mindestpreisangaben für alle Handelswaren berücksichtigen... nur so für den Anfang, bevor es dann kompliziert wird…

Viel Spaß 8)
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