Was ist ätzend an Stafflern?
Mitglied-208613.02.2007, 18:32 Uhr
Nachdem ich nun doch eine Weile hier mitlese, aber nicht mitgeschrieben habe, will ich mich dann doch einmal zu Wort melden, mit einer Frage, die mich immer wieder beschäftigt hat. Ich kann auf eine bald fünfjährige Praxis als Staffler zurückblicken, auf entsprechende Hochs und Tiefs, und natürlich auch auf die Tage, an denen man am liebsten alles hinschmeißen möchte.
Oft genug kommt der Vorwurf von Spielern, dass der Staff parteiisch sei, dass Staffler arrogant seien und so weiter - und wenn man versucht, diese Vorwürfe zu konkretisieren, um wirklich etwas am anscheinend vorhandenen Problem zu ändern, werden die Stimmen erstaunlich leise. Deswegen möchte ich diese Frage in den Raum stellen, da hier auch Staffler anderer Shards unterwegs sind, die solche Vorwürfe sicher auch irgendwann mal erlebt haben.
Was nervt euch an Stafflern, was findet ihr als Grund erachtenswert, einem Staff Arroganz oder Parteilichkeit vorzuwerfen? Wie fühlen sich andere Staffler bei einem Vorwurf wie diesem? Ich bin gespannt auf eure Antworten. :)
Mitglied-161613.02.2007, 18:45 Uhr
Persönlich habe ich als Staffler eines gelernt: Sinnvolle begründete Kritik ins Gesicht gesagt zu bekommen ist ziemlich schwierig. Da spielen viele Probleme mit rein, zum Beispiel die Angst, Probleme zu bekommen oder auch, dass man mit anderen Spielern sich gerne in \"Lästerstimmung\" redet, etc.
Mitglied-208613.02.2007, 18:53 Uhr
Es ist sehr faszinierend, was man da teilweise an Kritikpunkten zu hören bekommt, wenn man lange genug bohrt - und wie die Leute, die hintenherum hetzen und rasen, vordergründig lächeln und alles toll finden. Irgendwie nicht gerade die Stimmung, in der man konstruktiv zusammenarbeitet - aber auch deswegen interessiert mich ein breites Meinungsspektrums, viele Shards werden ja auch gerade wegen ihres Staffs verteufelt.
Mitglied-56813.02.2007, 19:05 Uhr
Vorweg gesagt, kann ich auch auf eine fünfjährige Erfahrung als Staffler auf mehreren Shard zurückblicken, was immer das heißen mag, und ich habe in dieser Zeit sicherlich schon so ziemlich alles erlebt, was man so im Bezug auf Intrigen, Nepotismus, Gehetze usw. miterleben kann, wobei es natürlich auch sehr viele schöne Erlebnisse wie spannende Questabende und ähnliches dabei waren. Wenn wir ehrlich sind, hört man diese Kritiken an Staffler deswegen, weil sie halt auch stimmen. Natürlich nicht immer und auf jeden Staffler gesehen, aber in der Gesamtsumme aller Freeshards und der dazu gehörigen Staffler gibt es nunmal für fast jeden Spieler immer wieder das eine oder andere wirklich unschöne Ereignis, daß dieser sich nicht wegen seinem eigenen Verhalten zu zuschreiben hat. Menschen neigen nunmal zum generalisieren und dann heißt es mit der Zeit halt \"die Staffler\", wie es \"die Politiker\", \"die Wirtschaftsbosse\" oder welche Gruppierung man auch immer betrachten möchte. Wenn man dann als Staffler noch weiterhin ehrlich mit sich selbst ist und seine eigenen Handlungsweisen mit einem gewissen Abstand betrachtet, wobei mir das persönlich leicht fällt, da ich schon seit ca. 1,5 Jahren kein Staffler mehr bin und auch zukünftig nicht mehr sein werde, wird man gerade bei längerer Tätigkeit die eine oder andere Situation entdecken, bei der man sich vielleicht nicht so korrekt verhalten hat, wie man es vielleicht gerne hätte. Das ist irgendwie menschlich, ändert jedoch an der Sache nichts und liefert weiteren \"Stoff\" zum Generalisieren. ;)
Tante Edith:
Anbei zwei ältere, aber wie ich finde recht interessante Diskussionen zu diesem Thema. Das Märchen vom schlechten Gastgeber (http://www.uoworld.de/apboard/thread.php?id=5838&start=1) und Staff = arrogante Götter? (http://www.uoworld.de/apboard/thread.php?id=2861) Beide Threads nähern sich dem auch in dieser Diskussion angesprochenen Thema, allerdings von unterschiedlichen Seiten.
Mitglied-200914.02.2007, 13:30 Uhr
Ohne nun partout aus dem Rahmen fallen zu wollen - aber solche Diskussionen (die sich auf die \"boesen Staffler\" beziehen) sind uns eher fremd. Und da sind wir ausgesprochen froh drueber. Natuerlich gibt es Genoergel, natuerlich gibt es mal mehr mal weniger offene Generalkritik. Aber wir hatten bislang immer den Vorzug dass es sich dabei immer auf Inhalte, nicht auf Personen bezog.
Das mag an zweierlei Dingen liegen:
1. Haben wir vielleicht eine etwas reifere Spielerschaft als man sie auf einigen anderen Shards findet (und das hat nichts mit dem Alter zu tun, manche diesbezueglich schwarzen Schafe bei uns sind eher aelteren Semesters). Wer ausser LOL und ^^ und shice auch vollstaendige Saetze produzieren kann hat es eben leichter Kritik verstaendlich und produktiv zu formulieren.
2. Geben wir uns den Stress mit einem sehr kleinen Stab an Leuten auszukommen. Das erhoeht natuerlich mitunter das Arbeitsaufkommen, garantiert aber auch dass der Staff immer mit einer Stimme spricht und kritische Angelegenheiten hinter den Kulissen schnell und i.d.R. einstimmig geklaert werden koennen. Denn genauso wie SPieler mitunter A meinen wenn sie ueber B noergeln gibt es auch Staffler die aus welchen Gruenden auch immer dem Spieler B vorhalten aber sich eigentlich ueber A aergern - wobei A nichtmal was mit dem Spieler zu tun haben muss. Und wenn ich meine eigenen Sharderlebnisse nehme und mir dazu die zum Teil endlos langen Stafflerliste mancher Shards (immer huebsch mit paperdoll-screenshots und irren Titeln) anschaue wundert es nicht dass es da knirscht. Allein schon weil mancher Staffler da Pioretten drehen muss damit man ihn auch wahrnimmt :)
Ansonsten stimme ich Azhrarn zu. Und das Bild eines Stafflers zeigt sich dann am besten wenn er mit unproduktiver Kritik konfrontiert wird. Wenn man dann unproduktiv zurueckbloekt ist die Stimmung schnell im Eimer :)
Mitglied-204514.02.2007, 13:50 Uhr
Sicher ist es schwierig, sowohl konstruktive Kritik zu bekommen, als auch Kritik zu akzeptieren. Besonders wenn man eine Aktion startet, (Quest, RP oder sonst. Ereignisse) von der man selber absolut überzeugt ist, die Spieler es aber als nervig oder nicht so passend empfanden kommt es da schnell zu Missverständnissen.
Ein wesentlicher Punkt dabei bleibt wohl auch die Anonymität der Parteien, da sich bis auf die Wenigsten kaum einer auch RL kennt. Jemand, der mir über das Netz vorkommt wie der letzte Ar*** kann in Wirklichkeit ein netter Kerl sein. Dazu kommt das Medium Schrift, das ohne Smilies kaum in der Lage ist Ironie und Witz wiederzugeben. So kann ein kleiner Scherz schnell zu einer Beleidigung werden, ferner zu üblen Gerüchten und Anfeindungen führen. Alles schon erlebt.
Was mir immer deutlich auffiel ist, dass man sich so viel Mühe geben kann wie man will, eine liebevolle Nach-bar-schaft von Spielerschaft und Staff gab es nie und wird es nie geben. Dafür köcheln die Gerüchteküchen zu schnell und oft und die Geheimgesellschaft Staff, die dort oben sitzt und in Big Brother Manier den kleinen Spieler seziert und katalogisiert, ist eigentlich jedem Spieler ein ganz klein wenig suspekt.
Am schlimmsten empfand ich immer die Fraktion der Shardhopper, die für 1 Woche auf dem Shard umherlungern und alles in den Dreck ziehen müssen, weil ja angeblich alles schei*e ist. Da noch ein Gespräch zu führen ist ziemlich mühsam, da nicht viele sich auch darüber Gedanken machen, dass Staffler halt auch noch ein Leben außer UO haben UND einen Shard als HOBBY am Leben erhalten. Bei solchen Sachen verlier ich gern mal die Geduld in einer Diskussion.
Ich denk mal, ne Diskussion über das Thema ist so alt wie UO selber und ich fürchte mal, es gibt keine Patentlösung, die beide Seiten absolut zufrieden stellt. Da gilt die Regel wohl weiterhin, dort spielen, wo man sich wohl fühlt und die Chemie passt.
Letztendlich sind Spieler wie Staffler auch nur Menschen mit verschiedenen Ansichten und Meinungen, was irgendwo Streit vorprogrammiert. Und sich immer absolut korrekt verhalten kann man wohl von keinem erwarten, schließlich ist UO immer noch nen Spiel.
(PS Nach-bar-schaft wird vom censor zerpflückt... etwas \"irritierend\" wenn mans so sagen darf... :augenroll: )
Mitglied-58014.02.2007, 17:10 Uhr
Da der eine der beiden oben angeführten Texte in seiner Urfassung von mir stammt, hier nur grad nochmal eine Ergänzung zum \"Gastgeber\", denn dieser Text spiegelt natürlich nur die _eine_ Hälfte des Gastgebertums wider.
Der Gastgeber (und damit ist natürlich der Staff in seiner Gesamtheit gemeint) hat die Pflicht, dafür zu sorgen, daß seine Gäste sich wohl fühlen. Das ist einer der Gründe dafür, daß letztlich auch dafür gesorgt werden _muß_, daß Leute, die sich nicht benehmen können, letztlich aussortiert werden müssen, bevor sie dem Gros der anderen Gäste den Spaß rauben.
ABER: Ein guter Gastgeber sollte trotz allem _immer_ höflich sein und erkennen lassen, daß er seine Gäste respektiert. Denn, um es einmal mit den Worten meiner Großmutter zu sagen: \"Und ist der Gast auch noch so schlecht, bekommt er das Beste, denn das ist sein Recht.\" Und genau an der Stelle \"respektvoller Umgang miteinander\" knirscht es häufig im Getriebe, denn Staffler verlangen zwar gern Respekt von den Spielern, weil sie am \"längeren Hebel sitzen\" (bzw. in unserer Ellenbogengesellschaft die vermeindlich Stärkeren sind), sind aber im Gegenzug nicht bereit, mit der nötigen Ruhe und Unvoreingenommenheit dem Spieler gegenüberzutreten und auch dem Spieler den Respekt zu erweisen, ihn als \"Kunden\" oder \"Gast\" zu behandeln. Dieser Respekt beinhaltet auch, daß man u.U. jemanden vom Shard entfernen muß, um die übrigen Spieler zu schützen, doch kann man dies auch tun, ohne beleidigende Äußerungen oder Beschimpfungen von sich zu geben.
P.S.: Daß der Obszönitätenfilter hier sehr merkwürdig reagiert, ist nichts neues ;)
Der mag halt keine barschen Worte *LOL*
Aber Humor hat er auch, übersetzt er doch \"Hinterteil\" mit \"Spinner\".
P.P.S.: Wobei ich es pikant finde, daß das Wort, daß der Censor benutzt, von ihm selbst _nicht_ zensiert wird, wenn es andere benutzen, allerdings schon. Also bitte sorgt dochmal dafür, daß der Censor sich auch selbst zensiert. ;)
Mitglied-185715.02.2007, 10:46 Uhr
Puh, 2 recht lange informative und nützliche Threads die ich dann wohl erstmal durchlesen wollte bevor ich mein Statement hier abgebe.
An meiner Grundsätzlichen Meinung hat sich durch die Threads nicht viel geändert, Also ich denke mal das es einige Staffies gibt, die einfach Regeln zu ihrem Vorteil aufstellen und diese auch ab und an ohne die Konsequenzen für Spieler zu sehen dann auch mal durchsetzen.
Mir ist es auf einem Shard (sehr bekannt, viele Spieler) mal so ergangen, der Staff hat beschlossen das die Böse Partei des Shards einfach mal die Hauptstadt platt macht mit allem Zeug den Häusern und natürlich auch der Bank samt Inhalt.[Ironie] Das mein Char dieses Brandroden überlebt hat ist natürlich logisch, denn er scheint aus Wolfram oder Kruppstahl zu sein.[/Ironie] Schimpft sich natürlich alles RP-Shard, kennen wir ja ^^
Jedenfalls hat diese Rücksichtslosigkeit über meinen Besitz (ja es ist nur Pixelgold und ein Pixelhaus.) Dieser Vergleich ist aber gelinde gesagt dämlich. Es ist Zeit. Geld ist auch nur Zeit. Geld ist Papier. Aktien sind auch nur Papier, eine Häuserbesitzurkunde ist nur Papier. Geht man eine Stufe tiefer kann man sogar die Welt wie wir sie kennen mühelos mit einem Onlinespiel vergleichen. Ein Onlinespiel ist ein Umfeld welches eine Energetische Grundlage hat und bestimmten \"naturgesetzen\" folgt.
Unsere Welt besteht auch nur aus Energiewolken und Atomansammlungen die sich in bestimmten Feldern aufhalten weil sie bestimmten Gesetzen folgen. Für mich gibt es keine unbedingte Trennung dieser beiden Medien. Nein ich bin auch nicht Wahnsinnig und meiner Meinung nach auch nicht sonderlich Spielsüchtig (bzw Realitätsfremd ), da es immer wieder Phasen gibt wo mich das Spielen einfach nervt. Weil es Menschen gibt die einfach vollkommen rücksichtslos handeln (das kotzt mich im Realen aber manchmal wenn ich nicht gut drauf bin genauso an, auch wenn ich zum Teil ja nachvollziehen kann warum wer wie ist, hier kann ich nur nicht einfach mal Abschalten und pause machen)
Ich denke mal der Grösste Passus ist das sich Spieler und Staff in zwei Lager Spalten und irgendwann es zu annahmen kommt, wie \"Die wollen doch eh nur mist machen\" und lustiger weise passiert so eine Meinung schnell auf beiden Seiten. Ich denke jeder kennt es das ein Staffie mal ziemlich rücksichtslos oder angenervt einen rund gemacht hat. Oder man hat mal einen Spieler runder gemacht als es unbedingt sein musst \"ka-ck tag halt\" aber wenn das passiert dann spricht sich das rum und schon wird dann irgendwann der Ganze Staff in einen Topf geworfen (oder eben die Spielerschaft) Wenn man merkt das diese Tendenzen sich auf dem Shard zeigen. Dann sollte man versuchen die Leute ins Gespräch zu ziehen und heraus zu finden was ihnen nicht passt. Häufig geht es ja nur um Lappalien.
Oftmals ist es auch mangelnder Respekt. Die Geschichte die ich vorhin erzählte hat ja auch damit zu tun. Meine Freizeit die ich in den Aufbau von meinem Spass investiert habe wurde einfach zerschlagen (bis dahin war ich mit dem Shard super glücklich, ab und zu hab ich auch schon mal mist gemacht um Abwechselung zu haben, ja ich war jung und dumm damals. Jeder hat aber mal angefangen). Nur nach diesen Erlebnissen wurde das spielen für mich dort immer schlimmer (vermutlich getrügte Wahrnehmeung, oder erst jetzt Wahnrunmung desses was wirklich geschah?) überall hab ich dann den bösen Staff gesehen der Arme Spieler schikaniert.
Damit ist natürlich der Teufelskreis perfekt, denn seine Meinung erzählt man anderen Spielern (diese wiederum vertrauen einem wenn sie einen kennen, übernehmen die Meinung teilweise, fügen eigene Gedanken und Erlebnisse mit hinzu und das läuft dann durch den ganzen shard, und teilweise das \"Gesammte\" Internet.
Wer diese Dinge unterschätzt verliert ganz schnell an Spielerschaft. Man sollte immer versuchen Konflikte auszuräumen und zu hinterfragen was den/die stört (ohne gleich schon den Fehler beim anderen zu suchen) einfach mal zuhören, vielleicht versuchen eine Zufriedenstellende Lösung mit jenen Spielern zu erarbeiten. Ich denke nämlich das viele Spieler mit ihren Argumenten oftmals durchaus im \"Recht\" sind. Ich denk mal einige Staffler bilden sich tatsächlich ein den besten Überblick zu haben. Kann aber gar nicht sein, denn es ist nahezu unmöglich alles aus jeden Blickwinkel zu betrachten. Daher ist es immer Npotwendig andere Meinungen mit einzubeziehen.
Was liegt da näher als den Spielern mehr Gehör zu schenken? Was liegt als Staffler näher sich an diesen Vorschlag zu halten erstmal ein - zwei Nächte darüber zu schlafen? Dem Spieler eventuell ähnliches vorzuschlagen und auszuarbeiten was er gerne geändert haben möchte. Oftmals reicht es doch wirklich ernsthaft darüber nachzudenken. Manchmal auch zu überlegen \"was will der Mensch mit seinem Wunsch wirklich erreichen?\" Und erst dann sich entsprechende Schritte zu überlegen.
Btw bin ich nicht unbedingt der Meinung das man Starr sein sollte in der Verfolgung seiner Ideen. Ich ziehe da mal einen Grashalm als beispiel für mich ran. Jener ist in seiner Struktur oftmals so Flexibel das der stärkste Sturm ihn nicht von seiner Position holt oder killt. Ein Starrer Baum hingegen dem kann es schon passieren das (obwohl er mächtige Wurzeln hat) einfach mal dem Erdreich entrissen wird. Ich denke man sollte gucken und abwerten wenns zusehr gegen den gemachten Standpunkt geht, sollte man wirklich nicht nachgeben und lieber ein brechen riskieren. Oftmals aber sind doch Kompromisse ein guter Weg, und die lassen sich doch in gehäufter Menge finden. Manchmal reicht es schon den betroffenen Menschen die Dinge ausführlich und verständlich zu erklären.
just my 2 cents
Edit: Rechtschreibfehler
Mitglied-119715.02.2007, 15:49 Uhr
Der Kunde ist König. Und genau das sollten Staffler beherzigen. Man sollte sich Zeit nehmen für Probleme. Mein Motto: Hart, Fair und Gerecht. Da sagt dann einer \"Das kann ja jeder sagen\", aber ich möchte mal kurz erkläutern was eigentlich für den Spieler wichtig ist:
Hart bezieht sich auf die Strafen die bei wiederholten Regelbruch verteitl werden sollten bis hin zum Ausschluss, ohne Gnade. Denn nur so lernt es ein Spieler
Fair das man den Spieler auch die Chance lässt seine Version zu erzählen und bei einem oder zwei Vergehen evtl. nix macht.
Gerecht ...ist alles wenn man Punkt 1 und 2 beachtet *g*
Was mich auch voll fertig macht sind GMs die immer alles besser wissen. Zum Kotzen ist das. Ich war mal 6 Monate auf einem Shard, hab viel gespielt und was muss ich herausfinden: Der Admin hat alle Erfahrungspunkte kastriert, weil er der Meinung war ich bin zu schnell aufgestiegen. Wenn an dem Konzept etwas nicht stimmt, muss man nacharbeiten, den Spieler das sagen und vor allem: Jeder Spieler muss davon betroffen sein.
So... Das war mein Frust. Nehmt euch Staffler das zu herzen. Der Spieler ist König und ohne ihn ist euer Shard auch nur eine tote Welt.
Noch ein Tipp am Rande für ALLE Staffler: Spielt man ein wenig auf anderen Shards und fühlt euch mal wieder so richtig als Spieler ein, damit ihr auch später richtig \"Volksnah\" seid. ;)
P. S. Ich bin jetzt seit langem auch wieder Staffler
Mitglied-197115.02.2007, 15:58 Uhr
Was mich meist an Stafflern stört... das ist eigentlich recht unterschiedlich und sind alles eher so Einzelfälle.
Mal ist es ein abgehobenes Verhalten a la \"Ich Staffler, du Nichts\" bzw. \"Hört auf zu motzen, wir machen das schon\" (anbei sei erwähnt, dass es kein Motzen war, sondern bloss das Zusammentragen von Ideen und Vorschläge gewürzt mit etwas übermütigen Albernheiten im IRC *g*, etwas, was der Staff sogar wollte [die Vorschläge und Ideen... nicht das Herumalbern] und nur einer meinte, wir bräuchten das nicht zu tun).
Ein anderes Mal ist es dieses Mißtrauen. \"Wir machen das nicht, weil das sonst einer ausnutzen kann\" - sehr nervig. *seufzt* Ich weiss zwar, dass es Spieler gibt, die da wenig Skrupel haben, aber andererseits gibt es auch Spieler, die auf das Miteinander im Spiel setzen und es nicht tun würden (beispielsweise einen Zauber für magische Fallen - sehr praktisch eigentlich für Hausbewohner als Diebesschutz... nur leider hatte wohl jemand mal in der Vergangenheit die Bank damit gepflastert).
Etwas, was mich besonders stört, ist das weniger strenge Aussortieren von Störenfrieden, weil ja sonst wieder Unmut bei der Spielerschaft aufkommen könnte. Klar, das könnte es, aber andererseits kann es nicht angehen, dass jemand mit schöner Regelmässigkeit Regeln bricht oder sich vollkommen asozial verhält und deswegen andere Spieler vom Shard verschwinden, weil sie sich den Stress mit der Person nicht antun wollen oder es einfach ungerecht finden, wie derjenige ständig davonkommt, obwohl er eine Riesenakte besitzt.
Etwas anderes, was mich bisweilen stört, ist das scheinbare Aufdrücken von Rollenspiel, wie man es selber spielt. Es gibt Spieler, die loggen ein, wollen etwas in einem Dungeon rumlümmeln und dann das erworbene Geld ausgeben, eine Runde Bier spendieren und einfach etwas Spass haben. Es gibt andere, die wollen IG einen Aufstieg erleben - vom Tellerwäscher zum Ritter oder so in der Art. Andere wiederum möchten einfach nur den Alltag IG nachspielen und zelebrieren ihr Aufstehen, Waschen, Frühstücken und Arbeiten in aller Länge und sicher gibt es noch andere Spielerarten.. blöd nur, wenn jemand davon in den Staff aufsteigt und scheinbar der Meinung ist, nur seine Art zu spielen wäre das einzig wahre RP. ;)
So etwas habe ich mal auf einem anderen Shard erlebt und die Person gehört zur dritten Gruppe und mochte scheinbar Dungeongänger gar nicht, die dann entsprechend bei dem Staffler unten durch war.
Toleranz ist da wiederum gefragt, denn jeder Spieler hat andere Vorlieben und andere Ziele und es gibt nicht das einzig, wahre RP.
Alles in allem aber stört mich der Ton, der zwischen Spielerschaft und Staff oftmals herrscht... leider etwas, was auf meinem Stammshard recht leicht auffällt, wie eine kürzlich erlassene Regel zeigt, die beinhaltet, dass man mit einem Akteneintrag rechnen muss, wenn man Freischalter beschimpft und beleidigt. Es ist schade, wenn es soweit kommt. Sicher, man muss vor den Leuten nicht kriechen, aber man kann sachlich bleiben - etwas, was für Spielerschaft und Staff gleichermassen gilt. Zur Not schaltet man eben für eine halbe Stunde das Forum und das IRC aus und wartet solange ab, bis die Wut etwas verraucht ist.
Ich glaube, viele Streitereien wären gar nicht erst vorhanden, wenn wirklich jeder, egal ob Staffler oder Spieler, auf seinen Tonfall und auf Sachlichkeit achten würde.
Mitglied-208618.02.2007, 19:50 Uhr
Ein Gedanke, den ich aufgreifen möchte, ist die doch oft auftretende Meinung, der 'Kunde sei König' auf einem Freeshard, wie von Funny geäussert. Das ist etwas, was mir schwer fällt, stehen zu lassen, denn eine solche Serviceorientierung würde im realen Leben bedingen, dass man a.) für seine Arbeit bezahlt wird und b.) der Kunde sich in den Räumlichkeiten, in denen er sich aufhält, angemessen benimmt. Jedes Restaurant, jedes Kaufhaus, jeder Laden hat das Recht, Kundschaft, die sich wie die Axt im Walde aufführt, rauszuwerfen und zur Not strafrechtlich zu verfolgen - im Gegenzug dazu wird erwartet, dass ein LAdenbesitzer, Kellner etc. die Kundschaft höflich behandelt, denn man möchte, dass diese Personen Geld ausgeben.
Was für Freeshards in eigentlich nichts wirklich zutrifft. Im Endeffekt sind es meist einige wenige Staffler, die für die Serverkosten aufkommen, sie stecken die Hauptarbeit unbezahlt hinein und wenn sich 'Kunden' schlecht benehmen, sind sie es, die häufig dafür verunglimpft werden, wenn sie versuchen, die 'Kunden' rauszuwerfen und draußen zu halten. Ein einfaches Hausverbot wie im realen Leben, das von der Polizei dann auch durchgesetzt werden kann, gibt es im anonymisierten Internet nicht. In sofern würde ich vom Vergleich 'Kunde soll König sein' absehen, denn er passt nicht. Freeshards sind für die Staffler meistens arbeitsintensive Freizeitprojekte, die Geld kosten statt Geld bringen - und die Spieler sind Gäste, von denen man angemessenes Verhalten erwarten können sollte, das innerhalb der Shardregularien abläuft. Niemand zwingt einen Spieler zu bleiben oder sich auf einem Shard anzumelden, auf dem ihm die Regeln nicht gefallen ... nur als Einwurf ;)
Mitglied-58018.02.2007, 19:53 Uhr
Deshalb mein Vergleich vom Shard mit einer Party. Staff als Gastgeber, Spieler als Gäste.
Aber auch dort sollte gewährleistet sein, daß der Gastgeber seine Pflichten (!) als Gastgeber kennt und beachtet. Im Gegenzug entscheidet der Gastgeber, wer bei der Party mitmachen darf und wer vor die Tür gesetzt wird.
Mitglied-210209.03.2007, 18:09 Uhr
Staffler sind parteiisch. Der optimale Staffler sollte auf dem Shard, auf dem er tätig ist selber keinen Charakter besitzen und nicht selber spielen. Leider gibt es wenig von der Sorte.
Mitglied-56809.03.2007, 19:36 Uhr
Meiner Meinung nach ist das eine Forderung, die relativ sinnlos ist und an der Grundidee von Freeshards vorbeigeht. Warum findet sich denn oft eine Gruppe von Gleichgesinnten zusammen, um einen Shard zu machen? Richtig, weil ihnen alle bestehenden Shards nicht sonderlich zusagen, sondern sie ihre eigenen Ideen verwirklichen wollen. Natürlich werden die meisten Staffler nach einem jahrelangen Entwicklungsprozeß auch die Früchte ihrer Kreativitäten genießen wollen, spricht zumindest hin und wieder auf dem Shard spielen, den sie in viele tausend Stunden des Skriptens, Mappen, Bauen, Dekorierens, Webdesigns, Geschichteschreibens usw. geschaffen haben. Wer könnte es ihnen verdenken? Meist erwachsene Menschen sollten durchaus in der Lage dazu sein, ihren Rollen als Spieler und Staffler trennen zu können. Zudem besteht bei nicht spielenden Staffler sehr schnell die Gefahr, daß sie sich viel zuweit von dem eigentlichen Spiel und den Bedürfnissen ihrer Spieler entfernen und dann Konzeptionen erstellen, die wenig nutzbringend sprich spielspaßfördernd sind.
Mitglied-161609.03.2007, 20:08 Uhr
Außerdem habe ich pers. festgestellt, dass zumindest bei uns genau jene Staffler am aktivsten sind, die vorher Spieler waren und auch danach noch ihren Char weitergespielt haben. Irgendwie wird dabei die Beziehung mit dem Shard besser, als wenn man nur \"für andere\" arbeitet. Ich persönlich komme leider gar ned mehr zum Spielen meines eigenen Charakters, fände es aber ziemlich schade, wenn ich die Welt die ich da miterschaffe, nicht auch selbst erleben dürfte.
Der optimale aber trotzdem realistische Staffler ist also einer, der bemüht ist, so objektiv wie möglich zu sein und der im Fall des Falles auch mal bewußt gegen seinen eigenen Char entscheidet. Besonders wenn die Situation unklar ist, sollte der Staffler bzgl. seines Chars einfach zurück stecken.
Mitglied-58010.03.2007, 16:08 Uhr
Wenn sich beim UO-Spielen mal die Erkenntnis durchsetzen würde, daß man miteinander spielt und nicht gegeneinander, und daß es net ums \"Gewinnen\" geht, net darum, beim Rollenspiel (wie auch immer das geartet ist) Items und Gummipunkte zu sammeln, sondern darum, durch Interaktion mit anderen Freude zu haben, dann gäbe es auch net diesen Blödsinn von wegen: \"Ein spielender Staffler verschafft seinem Char Vorteile\". Wer Rollenspiel ernst nimmt, kommt gar net auf solche Ideen - ganz im Gegenteil. Wenn ein Staffler auf dem eigenen Shard spielt, hat der Shard eigentlich nur Vorteile dadurch, denn ein solcher Staffler wird sich immer für die Belange der Spieler einsetzen und für die Spielbarkeit.
Mitglied-132811.03.2007, 16:14 Uhr
@Midnight
Ich denke das kommt wiederum darauf an ob es ein RP oder ein OOC Shard ist. Bei RP-Shards stimme ich dir zu 100% zu.
Bezgl. Staffler ohne Spieleraccount: Finde ich auch nicht so toll. Wie Irian und Azhrara schon schrieben, bindet es einen Staffler mehr an einen Shard wenn er auf diesem auch spielt. Zudem erkennt man erst beim spielen eines Chars, an was es auf dem eigenen Shard wirklich mangelt (erlebe ich sehr oft an mir selbst).
Daher ist der IDeale Staffler wirklich das was Irian gesagt hat. Bzw. ... was ist schon Ideal, jeder hat ja seine Macken =)