Mitglied-32824.03.2002, 12:19 Uhr
Ich hab letztens bei http://www.totango.de eine ISDN Flatrate für 30€ gesehen. Beim Surfen wird nur ein kleines verschiebbares Werbefenster angezeigt (keine Erotik-Werbung). Der einzige Haken ist, das sich eine besimmte Anzahl vorregistrieren lassen müssen damit das Teil freigeschaltet wird. Im Moment sind die glaube ich bei 35%. Es gab über das Angebot auch mal nen Artikel bei http://www.ultimaonline.de . Schaut doch mal rein und sagt mir was ihr davan haltet.
Mitglied-3625.03.2002, 14:08 Uhr
Ich seh so sachen eher kritisch, vorallem wegen vorregestrieren etc., dann das es erst bei 35% ist, also wirds wohl nie anlaufen, dazu hab ich von der Firma bzw. den Anbieter noch nie irgendwas gehört ....
Also ich für meinen teil denke ja das das nur ne neue Masche ist RL Adressen zu sammeln um die dann zu verscheuern, Ihr glaubt gar nicht wieviel einige Firmen zahlen für Adressen, wo das \"Benutzerprofil\" auf Ihre produkte zutrifft.
Wart erstmal ab was Leute sagen die sich da regestrieren ließen, usw. und da das Kartellamt ja nun die Telekom dazu verdonnert hat ab demnächst Ihre Endleitungen billiger an andere Firmen abzutreten, wird es sicher über kurz oder lang wieder mehr ISDN Flatrates geben.
Schau mal hier nach ... vielleicht ist da ja auch was für dich dabei :)
http://www.onlinekosten.de/flatrate/
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http://www.bruderschaftdeslichtes.de[externes Bild: http://www.bruderschaftdeslichtes.de/mongbats2.gif]
Mitglied-3630.03.2002, 12:10 Uhr
Tschuldigung das ich nen doppelpost mache, und das alte Ding nochmal vorkrame, aber ich hab da nen netten Artikel über den Anbieter gefunden:
Mittlerweile ist das schmalbandige, nun auch für Modembesitzer verfügbare Flatrate-Angebot von ToTango fast jedem Surfer bekannt und jeden Tag aufs Neue erhält onlinekosten.de E-Mails von Lesern, die häufig keinen DSL-Anschluss besitzen und sich Hoffnungen auf den Start des Angebots machen. Genauer gesagt, klammern sich nicht wenige an diese buchstäblich unglaublich günstige Flatrate. Denn viele warten immer noch auf eine massentaugliche und für jeden erschwingliche Flatrate. Doch sind all diese Hoffnungen gerechtfertigt und lässt sich das Angebot tatsächlich realisieren? Viele von Ihnen werden diese Frage für sich wohl mit einem eindeutigen \"Nein!\" beantworten - die Gründe dafür wollen wir in diesem Artikel versuchen zu erläutern, wobei das Angebot keinesfalls totgeredet werden soll. Am Ende des Artikels werden auch neuen Gerüchte um die Tarife von ToTango Platz gemacht.
Pro:
Um für die Glaubwürdigkeit der Einführung einer Flatrate zu argumentieren, gibt es leider nicht viele Argumente. Anders als die bisherigen Flatrate-Anbieter ist ToTango eine GmbH und Co. KG, hinter der sich eine normale Kommanditgesellschaft verbirgt. Die GmbH ist nur Komplementär, also der Vollhafter. Rein subjektiv macht das natürlich Eindruck, da bisher keiner der Flatrate-Anbieter, die ihre Flatrate nie auf den Markt gebracht haben, eine ähnliche Rechtsform vorweisen konnte. Doch auch der gesamte Internetauftritt inkl. Pressebereich und noch vielen anderen Tarifen lässt das Unternehmen glaubwürdig erscheinen. Immerhin ist für ToTango auch die Technologie-Presseagentur talk@bout tätig, welche den Internetauftritt gestaltet und die Medienarbeit erledigt. Leider liegen uns keine Userberichte über die Erfahrungen mit den restlichen Tarifen vor, so dass wir den Zugang selbst nicht bewerten können.
Contra:
Trotz des nahezu überzeugenden Internetauftritts gibt es andererseits viele Gegenargumente, die auf die Nichtrealisierbarkeit eines schmalbandigen Flatrate-Angebots schließen lassen. Eine wichtige Frage ist wohl, wie sich das Angebot überhaupt finanzieren lässt. Unter den derzeitigen deutschen Rahmenbedingen ist es definitiv nicht möglich, für Endkunden einen zeitlich ungetakteten Analog-/ISDN-Zugang anzubieten. Trotz einer Querfinanzierung durch Werbung ist das Angebot nicht haltbar. Die Werbung kann nicht eine so große Rolle im Finanzpott spielen, da sie nicht so viel einbringt, um die Rechnungsdifferenz zu kompensieren. \"Was ist die Rechnungsdifferenz?\" werden Sie sich nun fragen.
Die Rechnungsdifferenz bedeutet, dass der Provider mehr für die IP-Plattform, den Carrier, den Backbone zahlen muss, als er vom Kunden für die Flatrate bekommt. Es ist ja bekannt, dass der Provider selbst keine Möglichkeit einer pauschalen Abrechnung des Zugangs hat. Das heißt, er muss - obwohl er selbst eine Flatrate anbietet - weiterhin zeitgetaktete Verbindungsgebühren abführen (T-InterConnect OnlineConnect oder AfOD, Angebot für Onlinedienste), da die sogenannte \"Großhandelsflatrate\" zur Zeit nicht anwendbar ist. Neben den Minutengebühren müssen außerdem mit Kosten für Traffic und Backbone gerechnet werden.
Nehmen wir nun an, der Endkunde ist den ganzen Monat rund um die Uhr online, bezahlt allerdings nur EUR 27,99. Der Provider muss nun aber für jede einzelne Minute bezahlen, die dieser Kunde surft. Nun überschreitet der Provider aber sein Limit von EUR 27,99 pro Kunde und muss selbst beispielsweise 60 Euro für einen Monat ununterbrochener Internetnutzung zahlen. Darin sind noch nicht einmal die Kosten für den Traffic, den der User verursacht hat, enthalten! Und genau diese Differenz lässt sich durch Werbung nicht ausgleichen - schon gar nicht, wenn man die aktuelle Situation des Werbemarktes mit einbezieht.
Selbst wenn das Angebot jemals startet, wird es sich auf die Dauer wohl nicht halten können, da eine langfristige Kalkulation sicherlich nicht bedacht wurde. Derzeit sieht es vielmehr nach einer Mischkalkulation aus, für die auch die Einrichtungsgebühr als finanzieller Speicher nicht ausreichen wird.
Ein weiterer Punkt sind die strengen und dennoch schwammig formulierten AGB, nach denen sich ToTango fast alles erlauben kann. So kann die Zahlung der Entgelte ausschließlich durch Bankabbuchungsverfahren erfolgen, das einigen Usern wohl noch negativ in den Erinnerungen haftet. Denn das Belasten eines Kontos per Abbuchungsauftrag lässt sich im Gegensatz zur Lastschrift nicht rückgängig machen. Weitere missverständlich formulierte AGB-Passagen sind ferner in unserem Interview mit ToTango vom 12.03.2002 zu lesen.
Ungeachtet diverser Gerüchte ist bis jetzt auch noch nicht offiziell bekannt, über welche IP-Plattform bzw. über welchen Carrier der Zugang verwirklicht werden soll, denn hierum wird fast schon ein Geheimnis gemacht.
Den Aspekt der \"Poweruser\" und \"Dauersauger\" lassen wir in diesem Artikel bewusst außen vor, da man diese nicht zwangsläufig für das Scheitern von Flatrates verantwortlich machen sollte. Immerhin heißt das Angebot Flatrate und nicht Volumenrate, also hat jeder Kunde das Recht es auch als solche zu nutzen. Nur muss man bei \"übermäßiger Nutzung\" eventuell mit Sanktionen rechnen.
Meinungsverschiedenheiten
Nach dem großen Anmeldeansturm haben sich seit dem Start des Flatrate-Tarifes am 11.03.2002 und bis zur Veröffentlichung dieses Artikels 38,13 % der benötigten Anzahl an Interessenten registriert. Leider wird auch hier nicht die Zahl der noch benötigten Interessenten angezeigt, obwohl sie sich wahrscheinlich im Rahmen von 25000 bewegt. \"Anscheinend braucht Deutschland keine Schmalband-Flat, es meldet sich ja niemand an!\", meint die zuversichtliche und hoffnungsvolle Gruppe. Die andere Gruppe, die jedoch nicht an die Finanzierbarkeit der Flatrate glaubt, versucht ihren Standpunkt zu erläutern: \"Habt ihr aus der Vergangenheit nichts gelernt?\" Letztere Gruppierung glaubt vornehmlich auch an ein Lockangebot oder geht von Adressensammlern aus. Welche der Gruppen nun Recht hat, wird sich erst noch zeigen müssen.
Werbefenster
Bisher unklar ist, ob das Werbefenster nur bei aktivem Surfen die Werbung wechselt und ToTango dadurch Geld verdient oder ob auch bei einer Verbindung, die nur mit Downloads ausgelastet ist, Geld verdient wird.
Versprechungen
Vor wenigen Wochen behauptete man seitens ToTango noch frohen Mutes, dass der Internetpauschaltarif aufgrund des starken Andrangs in den nächsten Tagen in Betrieb genommen werde. Nun heißt es aber, der Start würde kurz nach Ostern erfolgen. Vielleicht geht man davon aus, dass nach der tatsächlichen Freischaltung der Flatrate noch einmal ein Sturm von Anmeldungen eingeht.
Gerüchte
Zur Zeit gehen unbestätigte Gerüchte umher, dass ToTango als Backbone wahrscheinlich den der Telekom nutzen wird. Abgesehen davon soll es auch bald Stundentarife geben, wobei ToTango bereits bestätigte, dass \"in dieser Hinsicht etwas in Vorbereitung\" sei.
Was denken Sie über die ToTango-Flatrate? Haben Sie Erfahrungen mit den restlichen ToTango-Tarifen gemacht? In unserem Diskussionsforum können Sie gerne über dieses Angebot diskutieren.
Anhang:
URL zu dem Interview: http://www.onlinekosten.de/news/artikel.php3?id=8433
URL zum Diskussionsforum: http://www.onlinekosten.de/forum/postlist.php?Cat=&Board=Forum12
URL des gesammten artikels:
http://www.onlinekosten.de/news/artikel.php3?id=8554
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