Das Zeitalter der Tugenden

Nach dem Fall von Exodus wurde das Königreich Britannia gegründet.
Mit ihm sollte nun das Zeitalter der Tugend und des Lichts beginnen.
(die Jahreszahlen sind also ab Exodus Fall, n. ExF, gerechnet)
1 n. ExF
Die Gründung Britannias
Nachdem nun die Heimsuchung durch Exodus vorbei war, da wusste man im ganzen Land, das es mit der Kleinstaaterei nicht mehr weitergehen konnte. Also legte man alle Kleinstaaten zum Königreich
Britannia zusammen, dessen Herrscher der weise Lord British wurde. Stadtstaaten wurden in Stadtgemeinden aufgelöst und die alte Unterdrückungsmentalität wich der Aufklärung.
Allerdings gab es immer noch Rückwärtsgewandte, welche die neue Situation ablehnten und schließlich auf die Schlangeninsel auswanderten.
50 n. ExF
Die Einführung der Tugenden
Als nun das Land blühte ,die Menschen zufrieden waren und es keine Gefahr von außen mehr gab, da beschloss Lord British, dass dieses unser aller Land einen geistigen Leitfaden brauchte,
der das Dunkel der Vergangenheit endgültig vergessen machen würde. Unser weiser Herrscher zog sich für Wochen auf eine spirituelle Reise zurück und als er sich danach dem Volk zeigte, da verkündete er die
acht Tugenden, die soviel unermesslichen Segen über uns bringen sollten.
So wurden schließlich im gleichen Jahr die Schreine errichtet.
56 n. ExF
Die Suche nach dem Avatar
Jedoch nach sechs Jahren merkte Lord British, dass das Volk die Tugenden zwar gerne annahm, sie jedoch für die breite Masse einfach zu abstrakt waren, als das man sich mit ihnen Identifizieren
konnte. Es musste eine Bezugsperson her, jemand, der die Tugend verkörpert und praktisch anwenden würde... ein "Avatar". Lord British wusste, dass er selbst das nicht sein konnte, da er voll und ganz mit
der Regierung beschäftigt war, so dass er einen Aufruf startete. Derjenige, der die Tugenden meistern würde, der würde zum Avatar, dem Verfechter und Beschützer der Tugenden und Britannias ernennt werden.
Viele stellten sich dem Test, doch sie versagten allesamt.
Doch der Ruf von Lord British drang auch bis zur Welt des Reisenden vor und er machte es sich zur Aufgabe, diese Prüfungen zu absolvieren. Er reiste in unser Land und scharte Leute um sich, die später als
seine 8 Freunde bekannt werden sollten und die die Tugend besonders verkörperten. Die Prüfungen waren schwer und der Reisende musste seine volle Konzentration aufbringen bis er alle Tugenden perfektionierte
und alles Böse von sich gewiesen hatte. Da trug ihn Lord British auf, in den Abgrund zu steigen, um dort vom Kodex der Ultimativen Weisheit endgültig die Avatarschaft zugesprochen zu bekommen. Nachdem der
Reisende dieses Loch des Bösen durchquert und den Kodex erreicht hatte, ernannte ihn dieser zum Avatar und schickte ihn dann auf die Erde zurück, in Erwartung weiterer Missionen.
So fand das Land seinen Meister.... (Böse Zungen behaupten übrigens, dass der Avatar so die Schuld am Tod von Mondain, Minax und Exodus abtragen wollte)
58 n. ExF
Ein unermesslicher Frevel
Doch diese Tat, auch wenn sie noch so Vorbildlich war, zog einen unschönen Effekt nach sich. Lord British, von den Erzählungen über den Kodex angestachelt ,wollte ihn um jeden Preis für
Britannia in Besitz bringen. Zusammen mit den mächtigsten Magiern des Landes riss er den Kodex aus dem Abgrund, der sich dagegen verzweifelt wehrte, Tod und Verderben spie und um sich gewaltige Bergwände
erschuf. Doch letztendlich schafften sie es, den Kodex dem Abgrund zu entreißen.
Ein aus heutiger Sicht unermesslicher Frevel...
130 n. ExF
Verschluss der Löcher des Bösen
Während einer nun längeren Zeit der Ruhe bildete sich ein neues Übel. Der Auswurf des Abgrundes hatte den Boden der Dungeons teilweise zum Einsturz gebracht und den Zugang zur "Unterwelt"
freigegeben. Aus ihr stiegen, durch die Dungeons, schreckliche Bestien hoch, grausamer noch, als ihre oberirdischen Verwandten.
Deswegen setzte sich Lord British ein weiteres Mal mit den Magiern des Landes zusammen und gemeinsam schafften sie es, die Dungeons zu versiegeln, auf das ihr Böses niemals zur Oberfläche kommen möge.
136 n. ExF
Die Kinder des Bösen
Weitere sechs Jahre blieb das Land vom Übel verschont. Doch dann geschah etwas, das die Grundfesten unseres Landes erschüttern sollte.
Hier zitiere ich aus dem Tagebuch von Captain Johne, da das alles am besten erklärt:
22. August - Ich frage mich, wo wir sind. Seid ich mit meinen drei Freunden auf unserem Schiff in diesen Strudel gefahren bin, sind wir irgendwo herausgekommen, doch als wir Licht machten sahen wir, dass
wir in einem riesigen, unterirdischen Höhlensystem waren, auf einem großen See. Das muss die Sagenumwobene Unterwelt sein!
24. August - Wir haben heute an Land drei merkwürdige Kristalle gefunden. Der Beschreibung nach könnten sie von Edelstein dieses Zauberers aus der Antike, ich glaube er hieß Mondain, sein. Ich habe sie
sicherheitshalber mitgenommen.
25. August - Was habe ich nur getan!? In einem durch die Kristalle ausgelösten Wahn tötete ich meine drei Freunde! Zu meinem Schrecken flogen dann die Kristalle auf ihre Körper und sie verwandelten sich
in schreckliche Wesen mit schwarzen Kutten mit rotglühenden Augen! Sie nahmen die Scherben und flogen davon. Jetzt bin ich allein....
Die drei Schattenfürsten, die Antiprinzipien, die Kinder des Bösen, waren geboren.....
137 n. ExF
Der gefangene König
Ende des Jahres 137 unternahm Lord British zusammen mit den besten Kämpfern des Landes eine Expedition in die Unterwelt, nichts ahnend, was ihn dort erwarten würde. Die Schattenfürsten lauerten
ihm auf, überwältigten ihn und verschleppten ihn in ihren Dungeon Doom.
138 n. ExF
Die Tyrannei von Lord Blackthorn
Als die schreckliche Kunde in unser Land drang, dass Lord British nicht wiederkommen würde, da übernahm sein Stellvertreten Blackthorn die Regierung. Zunächst schien alles weiter seinen
gewohnten Gang zu gehen, doch dann traten die Schattenfürsten auf den Plan. Sie veränderten Blackthorns Geist, so dass er zu der Überzeugung kam, er müsse diktatorisch herrschen und mit den Schattenfürsten
paktieren.
Was ist wenn Tugend Gesetz wird?
Es war eine Perversion der Tugend, die mit Zwang und Unterdrückung durchgesetzt wurde. Die grausame Inquisition von Lord Blackthorn verfolgte alle Andersdenkenden, erklärte die Freunde des Avatars für vogelfrei.
Und dann mischten sich die Schattenfürsten aktiv ein und veränderten mit ihrer Anwesenheit den Geist der Leute in den Städten und verdrehten ihre Taten für einen bestimmten Zeitraum zum Schlechten.
139 n. ExF - 140 n. ExF
Die Krieger des Schicksals
Das Land stöhnte unter dieser Tyrannei. Da entschlossen sich die Freunde des Avatars, ihn zur Hilfe zu rufen, um das Land zu retten. Und ihr Ruf wurde erhört, der Avatar kehrte in das am
Abgrund stehende Land zurück.
Zusammen mit seinen Freunden nahm er dann den Kampf gegen die Diktatur auf. Er nahm schließlich Kontakt zur Untergrundbewegung gegen Lord Blackthorn auf und unterwanderte mit ihrer Hilfe das System. So
konnte er die Häscher täuschen und sich in ihre Reihen einschleichen.
Zur selben Zeit fand er mehr über die Schattenfürsten heraus und darüber, wie sie zu besiegen seien. Mit der Hilfe der loyalen Magier des Reiches öffnete er die versiegelten Dungeons und stieg über sie
in die Unterwelt hinab und barg dort die drei Kristallscherben der Schattenfürsten. Als er diese in die Feuer der Prinzipien warf, da vernichtete dies diese elendigen Kreaturen, die viel Leid über unser
Land gebracht hatten.
Dann stieg der Avatar zusammen mit seinen Gefährten in den Dungeon Doom in der Unterwelt hinab und befreite Lord British aus diesem Allerheiligsten der Schattenfürsten, wo er in magischen Ketten gehalten
wurde.
140 n. ExF
Das Ende der Tyrannei und der Unterwelt
Durch die Rückkehr von Lord British war die Machtbasis von Blackthorn zerstört. Er wollte fliehen, wurde jedoch gefangen genommen und zusammen mit seinen engsten Helfern in die Leere verbannt,
auf dass er nie wieder kommen möge....
Heute erinnert sich keiner mehr gerne an die Tugendgesetze von Blackthorn, die der Tugend extrem geschadet hatten und ihr Ansehen für längere Zeit ramponierten. Durch die Befreiung von Lord British kam
es zu seismischen Aktivitäten, die fast die gesamte Unterwelt einstürzen ließen und so diese Gefahr beseitigten, jedoch gleichzeitig ein neues Übel und Unrecht heraufbeschworen....
140 n. ExF - 155 n. ExF
Die Neuorganisation des Reiches
In der Zeit nach der schrecklichen Diktatur der pervertierten Tugenden durch Lord Blackthorn, reorganisierte Lord British das Reich in der Hinsicht, dass so etwas nicht noch einmal passieren
möge.
155 n. ExF - 161 n. ExF
Krieg mit den Gargoyles
Was keiner im Land indes ahnen konnte, war dass die Ereignisse des Jahres 144, die Zerstörung der Unterwelt, einer anderen Rasse ihre Heimat raubte. Diese Rasse waren die Gargoyles.
Ihre Rasse war alt und friedliebend. Doch der Schmerz des Verlustes versetzte sie in Raserei und sie gaben den Menschen die Schuld an diesem Unglück (was übrigens aus heutiger Sicht gar nicht so falsch
ist). Sie selbst hielten die Menschen für unkultivierte Wilde mit enormen Agressionspotential.
Die Menschen wiederum sahen in den Gargoyles hässliche Überbleibsel aus der Unterwelt, Monstren, Dämonen, die sie umbringen wollten, wogegen man sich wehren müsste. Aufgrund dieses mangelnden gegenseitigen
Verständnisses kam es zu einem leidvollen Krieg. In den vielen Jahren, in denen er sich hinzog, gab es auf beiden Seiten Tausende von Toten, wobei die Menschen am Volk der Gargoyles grausamste Massaker
verübten, ein bis heute unvergleichbares Verbrechen, für das wir uns bis heute schämen und um Vergebung bitten.
161 n. ExF - 163 n. ExF
Der Falsche Prophet
Schließlich gelang es den Gargoyles im sechsten Jahr des Krieges, die acht Schreine der Tugend zu besetzen. Doch als die Menschen danach versuchten, den Avatar zur Hilfe zu rufen, da bekamen
sie es mit der Angst zu tun.
Denn es drohte sich die Prophezeiung des "Falschen Propheten" zu bewahrheiten, der eine ganze Rasse gegen die Gargoyles zu Felde ziehen lassen würde. Der Prophet würde den Kodex rauben und die Unterwelt
zerstören, bevor er das Volk der Gargoyles ausrotten würde, stand geschrieben. Dieser Prophet war in den Augen der Gargoyles der Avatar, also wollten sie ihn mittels einer Mondtorfalle beseitigen, sorgten
jedoch nur dafür, dass er nach Britannia kam.
Und die Prophezeiung schien sich zu bewahrheiten, denn der Avatar schlachtete zusammen mit seinen Freunden die Gargoyles an den Schreinen ab. Doch dann ging er der Sache mehr auf den Grund und fand schließlich
die Wahrheit heraus. (Woraus sich schließen lässt, dass der Avatar seiner Schuld bewusst wurde)
Der Avatar wusste nun, er musste diesen unglückseligen Krieg schnellstens beenden, oder die Rasse der Gargoyles wäre bald ausgelöscht. Nur der Kodex der ultimativen Weisheit könne die Könige der beiden
Rassen, Lord British und Lord Draxinosum zur Vernunft bringen. Und der Kodex durfte keinem von beidem gehören, sondern allen.
So schickte er den Kodex zurück in die Leere, so dass niemand ihn besitzen könne und lesbar nur durch zwei Linsen, für jede Rasse eine.
163 n. ExF
Das Ende des Krieges
Nachdem die beiden Könige mit der Weisheit des Kodex gesegnet wurden, da beendeten sie den Krieg und versuchten, dass möglichst rasch der tiefe Graben zwischen den Rassen wieder geschlossen
werden könne. (Mit der jetzigen Generation, die auf Britannia groß wird, scheint das gegeben)
Der Avatar, dessen Aufgabe erfüllt war, verließ unsere Welt wieder. Und wünschte mehr Glück für die Zukunft.
Mit dem Ende des Gargoyle-Krieges endete auch das Zeitalter der Tugend. Es begann das Zeitalter der Erleuchtung... oder des Armageddon.