Belle Star's Diary, Kapitel 7
Die schwarze Kunst
Bisher habe ich mich immer sorgfältig gehütet, mit den Mächten der schwarzen Kunst in Berührung zu kommen. Doch nach allem, was ich mit Gerrick und Surion erlebt hatte, erschien mir die Magie in einem veränderten Licht. Mit Vorsicht und dem nötigen Wissen angewandt, kann sie wohl wertvoller sein als schwere Rüstungen und unhandliche Waffen. Doch wie lernt man den Umgang mit Magie? Einfach in der Luft herumfuchteln und unverständliche Worte murmeln genügt nicht, das fand ich schnell heraus. Ich
suchte also für den Anfang einen der bekannteren Hexenmeister von Trinsic auf und bezahlte ihm einen Batzen Gold für einige Stunden Unterricht, ein paar wundertätige Schriftrollen und einen Beutel voller Reagenzien.
In Mani
Neben einigen Sprüchen des ersten Zirkels lehrte mein Meister mich auch, daß die Anwendung der meisten Zaubersprüche innerhalb der Stadtmauern streng verboten ist. Deshalb wollte ich mir als nächstes einen ruhigen Platz auf einer Waldlichtung suchen, um meine neuen Fähigkeiten zu üben. Frohgemut folgte ich, mein Zauberbuch unter dem Arm, dem Weg, als auch schon ein Übungsobjekt auftauchte, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte. Ein Skelettkrieger ging mit seiner rostigen Axt auf mich los. Nun hätte
ich wahrlich lieber den Bogen zur Hand gehabt, der mit entspannter Sehne im Rucksack steckte, als erst nach dem Zauber für magische Pfeile blättern zu müssen.
Abwechselnd schlug ich dem Unhold nun meine behandschuhte Faust, das große Zauberbuch und den einen oder anderen, einfachen Spruch um die Ohren, während ich mich Schritt für Schritt in die sichere Stadt zurückzog. Die Magie ist sicher keine schlechte Alternative im Kampf, aber einfacher zu beherrschen oder mit weniger Mühe zu führen als ein gutes Schwert ist sie auch nicht.
Euro-Demo
Eine Online-Demo von rund 200 europäischen UO-Fans fand am 9. Mai 1998 auf Chesapeak statt laut Origin »ein voller Erfolg«. Nach einem Zug quer durch die Hauptstadt Britain sollte im Thronsaal des Schlosses ein Buch mit den gesammelten Forderungen (darunter hauptsächlich die nach einem eigenen Euro-Server) einem Firmen-Repräsentanten überreicht werden. Die Übergabe mußte schließlich zwar an einem anderen Ort stattfinden, weil Lord British's bescheidenenes Eigenheim vor Demonstranten überquoll,
ging aber ansonsten doch noch plangemäß vonstatten. Etwa ein halbes Jahr später zeigte sich der Erfolg der Aktion: Die Euro-Server Drachenfels und Europa gingen ans Netz. Beide stehen in der Nähe von London, wo inzwischen auch eine europäische Supportabteilung mit Hotline und »eigenen« GMs residiert.
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Inhalt
Vorwort
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
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